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Meinem Freunde WILHELM MEYER aus Speyer. «Ount res quaedam huinanae, quibus yel cansilio ad- motus yel ut ego nunc fato adscitus nisi jocum adhibeas, non effugias mortem ut Consilium Pedantum, Stultorum In- stitutio, Grammaticorum correctio.* Hätte der unvergessliche L e h r s den Librarius der Schollen des Codex Venetus B, von dem unsere Untersuchung ein möglichst getreues Bild sine ira et studio zu entwerfen versucht hat, in seiner ganzen Nichtigkeit erkannt, er hätte gewiss einer eingehenden, mit so vielen Schwierigkeiten verbundenen Beschäftigung mit diesem dunklen Schreiber auch einen bescheidenen Platz ge- gönnt in jenem Kranze goldener und ewiger Wahrheiten ; denn die Durchforschung und Durcharbeitung dieser kaum zulässigen und noch dazu verschlechterten Scholiastenweisheit dürfte wohl gegründeten Anspruch wenigstens darauf erheben, unter jene menschlichen Dinge gezählt zu werden. Sieht man nämlich auch gänzUch ab von dem unge- heuren Abstand, der diese exegetischen Scholien der Ilias trennt von den sichern, auf dem methodischen Wege strenger Beobachtung, Forschung und Kritik ge- wonnenen Resultate eines Aristarch, ja verzichtet man auch einmal gern und willig auf die siJngen Forderungen der Wissenschaft, wie sie jener grosse Alexandriner erkannt, vertreten und hochgehalten, um an der Hand anderer Führer die herrlichen homerischen Gesänge mehr stimmungsvoll zu - VI - erfassen und zu gemessen, als wissenschaftlicli zu durch- forschen und zu begreifen : der in dieser Beziehung von den exegetischen Scholien gemachte Versuch, so achtenswert auch seine Tendenz und so glücklich auch manchmal die genom- menen Anläufe sind, muss im Grossen und Ganzen als un- glücklich und verfehlt betrachtet werden. Wir stehen gewiss nicht unter dem Banne modemer ästhetischer Phrasen, wenn wir für die unvergängHchen Werke der griechischen Poesie das ästhetische Verständ- niss, die ästhetische Würdigung derselben als erste und letzte Forderung festhalten : natürlich jenes ästhetische Ver- ständniss, das sich aufbaut auf treuer, hingebender Arbeit, das unter der verwirrenden Menge von Einzelnheiten das grosse Ganze fest und sicher im Auge behalt und das weit entfernt ist von jenem wohlfeilen' ästhetisirenden Dilettantis- mus, der bei seinen Entscheidungen durch Worte und deren Bedeutung sich nicht im Mindesten beengt fühlt, ja der viel- fach nicht einmal über die Bedingimgen und Voraussetzungen sich klar ist, unter denen dieses oder jenes Kunstwerk beur- teilt werden muss. »» Auf das ästhetische Verständniss der homerischen Poesie arbeiten nun die exegetischen Scholien vielfach, wenn auch nicht ausschliesslich hin ; aber sie sind doch nicht die rich- tigen Führer in diesem herrlichen Garten; denn die aller- wichtigste Frage, von deren Beantwortung das Stichwort ausgeht flir die allein richtige Interpretation des einfachsten aller Dichter, die sich also Jeder nach der eindruckvoUen Leetüre dieser Gesänge vorlegt und vorlegen muss, diese aller- wichtigste Frage nach dem bewussten oder naiven Kimst- schaffen des Dichters haben sie nur zu einseitig im ersteren Sinne beantwortet. Wir können ihnen hier nur eine Strecke und nur mit Vorsicht folgen. Gern überlassen wir uns ihrer Führimg da, wo sie im Entwurf und in der Gestaltimg ganzer Scenen auf die sicher zeichnende und künstlerisch — vn — gestaltende Hand des Dichters hinweisen. Denn in den ein- zehien Scenen der homerischen Gredichte hört man, ich möchte sagen, den Pulsschlag eines mit künstlerischem Bewnsstsein arbeitenden Dichters zu mächtig und überlaut, als dass man das mit den schemenhaften Vorstellungen von einer naiv schaffenden Yolkspoesie vereinigen könnte. Ich möchte hier einmal auf die Teichoscopie hinweisen, nicht auf die einzelnen und besonders ^charakteristischen Momente derselben, sondern auf die Führung und Gestaltung der ganzen herrlichen Scene, um mir die Frage nach einem künstlerisch oder naiv schaffen- den Dichter zu beantworten. Da sind es nun folgende Punkte, die uns zur unzweifelhaft richtigen Beantwortung dieser Frage führen können : 1) Es folgen da nicht die Fragen des Priamus und die Antworten der Helena Schlag auf Schlag in trockener Weise aufeinander : sondern es ist ganz anders : sie sind in der glückhchsten Weise unterbrochen durch die Reden des Priamus und Antenor. 2) Wie weit dehnt der Dichter diese Fragen und Ant- worten aus? Keine Spur von einer langen, durch Gleichförmigkeit ermüdenden und leicht ans Trockene streifenden Aufzählung ! 3) Wie kommt nun da der Dichter zu Ende, wie ge- staltet er sich den Schluss ? Das denke ich mir in diesem Frage- und Antwortspiel ganz besonders schwierig ! Man lese es bei ihm selbst : der Reihe der geschilderten Helden fügt Helena von sich aus noch den Idomeneus bei und der Dichter steuert dem Schluss der Scene zu : man sieht es deutlich aus V 234. 235 und da hat er sich denn noch einen Gedanken (236 ff.) erfanden, der so einzig und wunderbar in die ganze Seelenstimmung der Helena, die wir hier kennen lernen, hineinpasst, dass ich — vm — kaum etwas ähnHch Scjiönes und Ergreifendes in der ganzen üias aufweisen könnte. Und wie er nun selbst wieder das Wort ergreift in jenen ernsten und ruhigen Versen 243. 244 — das ist ebenfalls ganz einzig ! Was ist das ? fragen wir. Das letztere ist wenigstens nach Lachmann Betrachtungen p. 15 eine Ungeschicklich- keit, eine Kinderei! ^Aber den ungeschickten Uebergang von Ajas auf Idomeneus, nach dem gar nicht gefragt war, möchte ich ihm doch nicht zutrauen* (nämlich nicht dem Dichter, sondern dem Interpolator). Haben wir hier — so fragen wir also wieder — einen mit künstlerischem Bewusstsein oder naiv schaffenden Dichter vor uns ? Für diejenigen nun , die sich so vieler vollendet schöner Einzelscenen in den beiden Epen erinnern, ist die Beantwortung dieser Frage gewiss entschieden und man wird also auch da, wo unsere Scholiasten auf Solches und Aehn- liches hinweisen, ihnen getrost folgen dürfen. Nicht so, wenn sie sich auf die Erklärung und künstlerisch-ästhetische Würdigung des einzelnen Ausdruckes, der einzelnen Worte und Verse einlassen. Hier hat sie die einseitige Vorstellung von einem auch in den unbedeutendsten Nüancirungen des Ausdruckes noch mit bewusster Absichtlichkeit schaffenden Dichter ganz entschieden auf Abwege geführt. Denn es sind und bleiben Abwege, wenn sie auch in neuerer Zeit Dr. Albert Bischoff, übrigens von den besten Inten- tionen beseelt, in seinem Buche »Ueber homerische Poesie* wieder gewandelt ist. Die homerische Poesie ist doch im Einzelnen einfach, gibt sich einfach und will auch in der einfachsten Weise gefasst und genossen sein. Nur in dem lebendigen Nach- fühlen, in dem lebendigen Ergreifen dieser Einfachheit im Einzelnen Uegb das All des Genusses und Verständnisses : — IX — eine solche Poesie verträgt am allerwenigsten das un- natürliche Pressen des einzelnen Wortes und Ausdruckes, um die bewusste Absichtlichkeit des Dichters, sein vollendetes Kunstvermögen hierin aufzuzeigen. So schön und geistreich auch manchmal die Einfälle in dieser Richtung sein mögea, sie können nicht bestehen, wenn man als letzte Instanz den ganzen Charakter dieser Gedichte über die Zulässigkeit einer solchen Erklärungs- weise befragt. Da sprudelt ein frischer, lebendiger natür- licher Quell — ruhig und klar fliesst er dahin und wie man nicht weiss, „von wannen er kommt und braust", so ver- trägt er auch nicht durchgängig die Analysirung des ein- zelnen Tropfens zur Prüftmg echt - poetisch - homerischen Stempels. Und wenn man auch himdertmal von diesem oder jenem Worte, von dieser oder jener Nuancirung des Ausdrucks gepackt wird und dann den gewonnenen Eindruck mühsam in Worte kleidet, man wird sich doch da immer fragen müssen und ehrlich fragen müssen : hat der einfachste aller Dichter — der bonus Homerus — mit bewusster Ab- sicht auf die Hervorbringimg eines solchen Eindruckes hin- gearbeitet ? In den meisten Fällen wird man sich diese Frage sowohl den Versuchen dieser Scholiasten wie denen der Neueren gegenüber mit „Nein* beantworten müssen. In diesem Kreise bewegt sich ein grosser, wenn nicht der grösste Teil dieser Scholien. Eine ganze Reihe anderer Scholien beschäftigt sich wieder mit Ttqoßhfiiiaxa und Xvaeig von Aristoteles und Porphyrius, wie wir dieselben schon in der Poetik des grossen Philosophen angeregt und behandelt finden c. 25 ff. Gerade an ihnen kann man am deutlichsten erkennen, was Aristarch und seine Schule unserer Wissenschaft ge- leistet haben. Von allen Scholien aber verdienen wohl unstreitig diejenigen am meisten Beachtung, welche sich über den — X — Charakter der homerischen Poesie, über Darstellung, Cha- rakteristik und Aehnliches verbreiten, und feie verdienen dies um so mehr, als sie sich in einigen, wenn auch wenigen Punkten berühren mit Lehren, welche uns Aristoteles in seiner Poetik über das Epos hinterlassen hat. Es dürfte daher an diesem Orte ein kurzer Hinweis und eine kurze Skizzirung derselben, die von Vollständigkeit selbstversland- Kch absieht, nicht unwillkommen sein. Beginnen wit zunächst mit der Auffassung der Homerischen Poesie überhaupt. Da begegnen uns ganz überraschende Sätze: 1) Sie verteidigen den Dichter gegen Plato und andere Phüosophen und suchen ihnen gegenüber einer richtigen Auffassung der homerischen Poesie Bahn zu brechen. So lesen wir unter Anderm S 344 : rgeig de elai rqoTtoiy xa^' ovg näoa Ttoirjaig d^ewqBiTaiy 6 fÄifirjrmdg rov alrjd-ovgy g)iXon:d'Vü)Q f fÄiaoyvvrjg, aTtiotog^ naQQrjaiaarrig y ö '^axä g)avraaiav Tifg aXrjd-eiag, ov öei f^rj xard f^CQog i^erd- Z^LVf OLOv ovx OTL rpvxcit yevovraL xal Xakovat, ndvriog igei rig %al yXäaaav exovai nat ßqoyxov, TQiTog öi 6 xa^' VTtiQd-BOiv T^g dlrjd'eiag y,at (pavTaaiag KvxXcoTteg, ^acavQvyoveg xal xavxa rd Ttegt &ewv : — S 176: fÄ€fÄq)e'' rav öi nXdxtav tov xoof^ov, dyvowv log dvx^^TtOTcad^elg Toüg d-eovg 6 noirjTtjg elgdyei : — ^ 521 : dvd-QiOTtona^elg de Ol ^OfirjQixol d'Boi : — Sie haben sogar eine ganz richtige Vorstellung von dem poetischen Wert der homerischen Götter- maschinerie : da lesen wir zu 428 : otwf eig rrpf d^iav drevlarj (zd) rüv d-ecSvy roxa q)r]atv avrovg fxij Tciveiad-ac Tceql xh^rjTwVf (og ovöe av i^f^eig Ttegl fiVQfzrpiwv. orav d^ eTtiXoyiatjvaL tiJv Ttoirjrmi^Vy ^nsxai To7g fiid-oig xal Trjv V7c6x^eaiv lycrqayiifdEi avf^fiaxiag xal d-eofiaxiag Tcaqd-- ytav : — — XI — 2) Die Keime zu allen späteren Sidlgattungen, poetischen wie prosaischen, hegen schon im Homer. Dieser Satz be* g^net öfters unter anderm B 478 avyyQaq>€is fisv to dhj' S^ig fiezadicixovaij TQayixol di to aefivoTCQOVf x(Ofiixot de t6 ei/xoöovj üLTCBQ OTtavta rtaqa t^ Ttoitjt^ eariv . . : — 8) üebereinstinunen sie dagegen wieder mit Plato und Aristoteles '^) in der Auffa£eung der beiden homerischen Epen als grosser Tragödien. FreiHch wird auch auf den Unterschied und die ver- schiedenen Bedingungen beider Dichtungsarten hingewiesen in dem interessanten SchoUon zu 6 69 : Taika fiiv ovv Xe- yofieva ex^i q>avxaöiavj dQiofieva de oidiv ioTv dia ro avvfj&eg : — Beachtenswert sind folgende Sätze : a) Homer verfährt dramatisch. -^ 16 : a/ro tov dirj^ YrjfÄarniov im ro fÄifÄrjTmov fÄsreioi log ro jjiTrnevai fiiv TiQiOToig €7teT€ileT0^* (J 301) Z 46. (Arist. Poet. 1460 a 5—10). b) Homer hat zuerst stumme Personen und Kinder in die Tragödie eingeführt, ui 332 nqcjtog ^'OfitjQog TtQogwTta 'Kwq>ä elg rrjv TQaywöiav naQi^yaye : — Z 468 : fCQ&vog naiäag iv TQay(fiöi(f elgdyei : — c) üeber die Unterschiede beider Dichtungsarten ver- breiten sich ganz gut die SchoHen zu Z 58 .... 6 3e dxQoarrig av&Qionog wv fiiaei to ayav nvKqdv aal OTtavd-qtonov. o&ev xdv Talg T^ayqtöiacg xqv" TiTOvai Tovg ÖQwvrag rd roiavTa ir raig oxr^valg, xal 7] qxavaig naiv e^anovofiavaig f} 5*' dyyiXiov *) Plato Rep. X. p. 607 a: "OfÄtjQOP TtotfjztxwTaToy elyai xai TtQiatov rwy TQay(p6o7toid)y ; ib. 595 c sotxe fjtkv ydg taiy xaXojy dnay- ttov Tovtuiy r^y rgayixaiy ngutos 6i6äaxak6g xe xal fjysfdtoy yeyia^au ib. 598 d Theaetet. p. 152 e. Arist. Poet. 1448 b 34. — XU — VGTSQOv arjjuaivovai zd Ttgaxd-ivTaj ovdiv oXlo ij q)oßov(ievoL firj avxol av/dfiiarj^wai roig dQWfiivoig. 2 20. 21 wird der Tod des Patroclus dem Achilleus gemeldet ; da lesen wir in den Scholien : omc «^ij- hoaav tovto ol TgayiTcot, dXka volg XvTtovf^ivoig fiaxQag CTcayovai rag dirjyqaeig %wv avfxq>0Qwv : — 4) Mit dieser Vorstellmig des Epos als einer grossen Tragödie hängt wohl die weitere zusammen, dass im Epos wie in der Tragödie der Charakter des Erhabenen, das ac^- vovj gewahrt werden muss. Wie oft musste aber der Dichter dagegen yerstossen ! Sie merken es an und wissen es auch zu entschuldigen. £408 nanTta^ova tv : hivd-dvei ro xajtBLvov xrjg Is^siog nagevred-ev xaJ äid to Xeyov aal did To dxovov TtQogiüTrov : — / 206 : elg TaTteivrjv rd^iv fiayeiQixrjv xareQxofievog ovdiv rjftxov rijV '^Qouxrjv qwXdTrei aef^voTrjTa. Steigt nun der Dichter zu Beschreibungen und Bildern herab, die weit von dem BegriflFe des aepLvov ent- fernt sind, da heben sie die schöne Sprache, die auch dem Niedrigen Reiz verleiht, in hohen Ausdrücken hervor: F 570 : ETii xd sXdxiOTa naTdyevai ro dqiiodiov x<^ nqdyiiaxL ^rjTcov, ai de ztoirjrixat Xe^eig emxalvTCTOvai to xaTteivov : — IT 7 : Xaßwv evTsXig Ttqayfjia pLByaXoTtqBitwg xat jucr' evaqyeiag in- q)€Qei : — ^ 346 : elg xaTtBivwv TtqayiidTwv dnayyBkiav tf^- Tteotiv ixdlvtpev avrd Tg avv&eaei tcjv inid-iriov. t6 de rd /LiiycQd xal ccdo^a iieyakonqenwg i^eveynelv xat aefivwg aTtayyelXai d'OviiaaLag xal fieyiorrig iaxi ävvdfiecjg : — P 389 : eari i^ evreXovg piev rj elytciv, irg de evaqyeiq xeKoa- firjrai : — Die homerische Darstellung und Erzählung. 1) Homer ist ^i^rir^g r^g dhj^eiag: daher begleiten sie die Treue und Naturwahrheit seiner Darstellung mit den höchsten Ausdrücken Z 468: laßwv rotro ix, tov ßiov 6 noirfcr^g ixKqtag TteQieyevevo rrjg fiifii^aecog : — ib 479. M 110 — xm — fiif^ovfievog de 6 noujrtjg rrjv dXrjd'eiav ^va yovv xov anEt- d'ovvra elgdyei ib 343 eazi rjd-ixä tdvxa xat iyytjg äXri&eiagy aTteq axQwg ano^ipLeitaL 6 Ttoirjrrjg : — So begegnet hier sehr häufig der Ausdruck ßiarcixd. 2) Die homerische Erzählung. Auf einige Eigentümlich- keiten hat schon Aristarch aufinerksam gemacht, andere werden von diesen Scholiasten hervorgehoben. Ich möchte nur auf folgende Sätze hinweisen: a) Der Dichter schickt das Endresultat voraus und holt dann die Schilderung der einzelnen Momente nach. JT 116 bemerkt Aristonicus: 6 fiiv ovv Idqiaxaqxog t6 aviiTciqaOfJia Xiyei nqouqrjod'ai^ elra '/.ata f^äQog i/tr^xQißaiad'ac ... : — Eine ähnliche Beobacht- ung berühren imsere Scholien ^ 8: TOiovTog iaxi iieq)aXauüdeig Tivdg sxdidovg ntQLOxdg xat i^ dva- OTQoq)^g xard f^iqog diriyovfievog : — -^ 93 : iv xeq)aXaioig euiwv wg dvi^qrjvtai t6 Ttwg endyei Y.axd fiigog : — JT 180: nqoBinwv t6 iieq>dXaioy ndXiv 87tt fiiqovg i^fiyeiTai : — ib 335 t6 dir^yri^a nard dvaOTQoqn^v : — b) Die Erzählungsmanier des Dichters macht sich auch da geltend, wo man es nicht erwartet z. B in Reden. Diese ganz feine Beobachtung geht von Aristarch aus. Aristonicus bemerkt zu -// 747 : ozl ixTveTt- Tijycov elg Ttoirjtixfjv xataayievrjv to Ttagrjyfiivov fiqwiTLOv nqogcjTvov xoira tijv noirjaiv. Man ver- gleiche die Scholien zu Z 377 : tov TtoiTjzov to enid^Bfcovj oi xov Ttqogwuov : — V zu il 7 : xavta ex TOV Tvoitjtixov TtqogwTCOv elaiv. TcoXXaxov ydq^ evdverai rd i^qwixd Tvqogwna : — c) Die Anschaulichkeit, die Plastik feiern sie in den höchsten Ausdrücken des Lobes. Sie ermüden nie, immer wieder imd wieder darauf hinzuweisen. Manch- — XIV — mal in ganz eigener Weise wie z/ 154: aipele rov atlxov xat Trjy aaqrr^veiav fdiv ov ßl(>ipeig, arco- Xiaeig di xi]v ivagyeiav . . . : — Gewohnlicli geschieht es in den Ausdrücken yQaq>ixüiQ — r evctQ- yäg, die unzahligemal in den Scholien begegnen. Das schönste, was ich in dieser Beziehung fand, sind die Worte Z 468 : ovtcjg df iauv ivagysiag ^eatd rä ercrj^ ort ov piovov dxoverai ra nQdygxavaj olkd xal oQarai. Man yergl. B 307 fiovov ovxl xai XqdfiaOLv r^puv rdv Xoyov (an ro/rov?) eai^/iave : — iC 461 nartaxod'ev inivrjae trjv evaqyeiav. M 465 wCTteQ int yQaqfijg deiTcwaiv : — d) Von der Lebendigkeit — der iveQyeux der Darstell- ung handebi ebenfalls viele Scholien. K 369 eveg- yeiag fieatog iatcv 6 iTtixqadaivtov ro dogv. M461 Ttavtaxo&ev sxivrjae xrp^ eviqyBiav , . ; — 313 Ttavraxod'Bv rrjv ivegyeiav t/v^rjaev . . : — Nicht selten weisen sie auch auf das Unerreichte und ün- nachahmliche der homerischen Darstellung hin : n 104 äfiifjirfua rovra xat yQaq>evaL xat TtXc- azaig : — O 325 lart änaqapiilXrjfca ravra rov ^OfJiYiQov . . : — e) Die Mannigfaltigkeit, die Abwechselung in der Dar- stellung wird ebenfalls oft und fast immer in den gleichen Ausdrücken hervorgehoben: £ 143 oqa rtjv noixiXiav T^g eQf^rp^eiag : — H 339 Ttoiallkei avvri^tog rag TtXrjyag. ib 593 TtoixUug xQfj''^cti TJf ra^ei . . : — ib 321 vTteQqwiig ij novKiXla . . : — -/f 104 7t oi- nlXXei to v/ronei^evov . . : — E 167 ixxXivei ro cfioeidig . . : — H 11 xat diavaTtavei. /ro Ofio- eidig . . : — / 125 dianoTtvsi ro xov xaxaXoyov df^oaxrjfiov tcSv äciftov to OfxoBideg inxXivcüv : — Z 37 naXov enBLOodtov nqog i^aXhxyriv xavTOtTf- rog : — H 153 T^ärj nqogdoxov^hov xov Tcivdvvov — XV — rdiv vetüv dwTteQd-ercag eriQip eTceiaodup i%aivo- ftoirjac rr)y inod-eaiv. Daher heben sde das Neue in der Darstellung oft hervor: ui 130 Tiaivov ro T^g VTto&iaetog : — P 290 ivaQyrig xai xaivOTtQe" ^Tfjg rj dia&BOig : — Dadurch wirkt die homerische Darstellung nie ermüdend : Tl 394 d^avi^daeiev äv rig n]v ^OfitjQOv gwaiv Tiotä TtolXoL (xat) ort hxv- d-avei ro Ofioia Xiytovy äare doxeiv aila aal aiXa liyeiv : — !P 689 TvaQozi^Qei noacmig elTviüv TveQc rrjg dvaiQeaecjg Hot^klKov ovöofiov TCQogxogrjg f) Die unübertroffenen homerischen Gleichnisse beglei- ten sie mit überschwänglichen Ausdrücken des Lobes. Auch finden sich andere ganz gute Winke bei ihnen. Dahin gehören 1) Anwendimg der Oleichnisse in vorbereitenden Momenten: r 2 t6 iiivtOL diOTievov rrjg noQslag avaTtXr^qovaiv ai TtaQaßoXai : — 2) Sie beziehen sich immer nur auf einen Punkt : P 666 ftgog tovto fxovov ij Ttaqaßohq , ta de ev ^iatfi ^Qog ovdev s^eiqyaOTai : — z/ 483 fjiixQ'' rovTov ra rrjg oiLioiciaecog, ta öe Xoirtä ivaßqvvofievog q)r]ai xat dicinwv rrjv 'qdov'qv : — JI 391. 3) Die Unübertrefflichkeit derselben : Wo mehrere Gleichnisse neben einander stehen B 455, bemerken sie: vvv fidXiata ij dvvafdig rov 7toir]tov, oti Y,ay htaarov TCQayfia diaq)6Q(ov elxovcjv evnoQel : — 381 dsl kavTOv naQsvdoxif^el 6 ftoitjTi^g ralg öfioiw- aeaiv . . : — P 263 avTr] ij eluwv nkdrwvog exavae rd Tpoii^fxaza, ovrcog sveQyeareQov tov OQCJfiivov tc düovofievov TtaQiattjaiv : — 1 — XVI — g) Auf das Dichtergemtit des Homer weisen sie in ver- schiedenen Wendungen hin. Gemütsvolle Teilnahme des Dichters erkennen sie vor allem in der (xtvo- aTQoq)rj, JT787 ij dTvoatQOcprj ar^fiaivst tov aw- ax-ä-Of^evov . . . : — z/ 127 itQognijtov^e Meve- Xd(p 6 TtoirjrrJQy dio avvexioTBQov avxi^ diaXiye- rat : — Auch iV 180 eome 6 noirp^i^g irp ixeUtf avvdx^ead'ai : — h) Auf die von dem Dichter mit so einfachen und leichten Mitteln erzielte Spannung weisen sie öfters hin. In der Figur der dvaqxavrjOig 11 46 :. a« dva- qxjjvrjaeiq avxai rov dnQoazi^v STtaiQouaiv i^dr] Ttgog- öoTcaJvra to deivov : — und öfters. M 113 arnicof" tix(^ ovofxaTi TLbxqrjftaL ti^ vtjniog ev ralg dva- gxovriaeoi nai Tcdvv dq/iodii^ : — Dahin gehört wohl auch die Figur der nQoavaq)iüvr]aig. jB 39 ij TtQoavaqxivTjGig «yfi^txij : — E 662 TtQoavaqxoveiTat fiiv did TOV €Ti TOV tov 2aQ7tr]d6vog d'dvaxov : — Aber auch öfters erkennen sie in andern Wend- ungen diese bawusste Absicht des Dichters: Z 392 Tovxo de g)i]aiVf %va 6 dxgoctri^g dycoviciregog yevij- Tai, : — J^ 151 Tolg (lev dxqoaTaig skTvlg '^v i^eiX- xtad'ai JldzQOnXoVf 6 di ndXiv iTCLTagavTet ttjv did- voiav : — iV 219 de 7toir]Trjg q)iXo7toixilog Siv dXXa insiadyei . . : — und öfters. i) Die rjd'OTtoita des Dichters heben sie ebenfalls oft rühmend hervor. Sie suchen freilich darin auch mehr didactische Tendenzen, als uns lieb ist. Was die vita des Sophocles so schlagend wahr von dem g)d6f4r]Qog 2oq)oyd7Jg rühmt: ix fiixgov ruiLOTixiov ij li^ecog fiiag oXov i^d^OTtoielv nqoguiTtov^ das merkten unsere Scholiasten auch von Homer an: ^ 348 öid fiiäg Xd^ewg oloytlriQOv fiiuv xov TtgogwTvov ro tjd^og voeiv TLaxaliXotTtsv : — Z 62. 360 und öfters. Z 390 *xvn — Hat i'aviv Idelv avTixelfieva xa ^rgogio/ta ^'Earogog — l^Xe^dvdgov : — ib 492 Sati de ijd'i] OKOTceiv iioL(poqa ^le^dviqov xal '^'Ektoqoq . . : — Ich könnte noch eine Menge von Beispielen anführen, woraus hervorgeht, dass diese Erklärer denn doch nicht bloss mit den Augen abgestumpfter Granmiatiker in den Homer hineingeschaut haben. Manche der hier mitgeteilten Bemerkungen verraten doch ein anerkennungswertes Ver- ständniss für Poesie, und wenn wir ihnen auch nicht folgen können. und wollen, wo sie den freien Fluss der süssen ho- merischen Rede durch ihre von der Rhetorik der späteren Zeit getrübte BriUe anschauen und beurteilen, so freut man sich doch einmal wenigstens einer Aesthetik begegnet zu sein , die für das , was sie sagen will , einen scharfen und klaren technischen Ausdruck hat, unter dem man sich etwas denken kann. Eine ganze Reihe der hier mitgeteilten Sätze treffen femer auch zusammen mit den schönen Ausführungen, wie sie uns Bergk in seiner Literaturgeschichte p 781 ff. gegeben hat. Es wäre gewiss eine dankenswerte Arbeit, wenn Jemand den Versuch machen würde, das hier zerstreute Material zu sammeln und zu ordnen, damit wir ein anschauliches Bild bekämen von der ästhetischen Kritik der Alten, wie wir sie in diesen Scholien und anderwärts ausgeübt finden. Aus leicht begreiflichen Gründen sind diejenigen Scholien in erster Reihe zu behandeln, die den Versuch machen, den Manieren des epischen Gesanges, der eigenen Verfahrungsweise des Dichters nachzuspüren. Es sind freilich nur Versuche und sie können natürlich nicht mit dem Gewichte allgemein an- erkannter Grundsätze auftreten und wirken. Dahin gehören unter andern die Schollen z. B. ^ 449 ä 72 und V zu JT 35. Verständig hat darüber Naber gesprochen Quaestiones epicae § 3. Diese Scholien verdienen desswegen unser Interesse, — xvm — weil sie das ehrHche wissenschaftliche Sta-eben ver- raten , diese Gesetze des epischen Stiles da zu suchen , wo man sie möglicherweise noch finden kann : also im Homer selber. Die Modernen sind da weiter gegangen : jetzt schreibt man dem Dichter ex ingenio Gesetze vor: natürlich nur unzweifelhaft richtige Gesetze: verfehlt er sich dagegen: nun so wird er wie ein Schuljunge abgewandelt. »Hoc hodie saeculum est* meint Naber ganz gut. Darum greift man bei der Leetüre des Homer gelegent- lich auch einmal wieder zu diesen exegetischen Schollen : sie zeigen wenigstens das ehrliche Bestreben, dem Dichter ge- recht zu werden, sind voU Begeisterung für die Vorzüge der homerischen Poesie , und wenn sie sich auch nicht auf der Höhe von Aristarch und seiner Schule halten, so dankt man ihnen doch manchen schönen und anregenden Gedanken, der sie uns nicht ganz unwert erscheinen lässt. München, den 16. Juli 1879. Adolph Römer. niJixegetische SchoKen der Ilias** nennen wir der Kürze wegen alle diejenigen Scholien, welche nicht im Venet. A, sondern in andern Handschriften z. B. Townleanus, Ventetus B, Victorianus etc. enthalten sind nnd die es vorwiegend mit der Erklärung des Dichters zu thun haben. Dieselben be- rücksichtigen die Auszüge aus den Werken der Viermanner viel weniger als der Venet. A und stehen daher an Wert auch den Scholien jener Handschrift weit nach. Dieselben wurden zuerst von Villoison auf Grundlage des Cod. Venet. No 455 (Venet B) herausgegeben, (1788). Bekker hat in seiner neuen Scholienausgabe (1825) diesen Codex nicht verglichen, sondern ist dem ersten Herausgeber gefolgt, hat jedoch durch teilweises Heranziehen des Cod. Victorianus das Material bedeutend vermehrt. Erst in jüngster Zeit hat uns G. Dindorf durch Vol. III und IV seines gross angelegten Scholienwerkes die Scholien des Venetus B in der G^alt gegeben, wie sie in jenem Codex erhalten sind, (Oxonii 1877). Dindorf zweifelte natürlich keinen Augen- blick und die allgemeine bisher geltende Annahme bestärkte ihn in dem Glauben, dass von allen Codices, welche uns die exegetischen Scholien überliefern, der Venet. B. weitaus der beste sei und dass daneben den andern Handschriften keine oder doch nur eine untergeordnete Bedeutung zukomme. In der Praefat. Vol. IH. p. IX spricht er sich darüber dahin aus: „Codices scholiorum Veneto B non aequiparandi quidem, sed similes ei non pauci exstant cum infinita 1 \ — 2 — scripturae diversitate ....*, und er hat daher den Town- leanus, Scorialensis , Lcidensis, Harleanus ,^ Lipsiensis höchst selten und nur zur Emendation der Schollen des Venet. B herangezogen. Diesem Verfahren D.'s und seiner Vorgänger gegenüber sucht die nun folgende Untersuchung soweit als möglich den Beweis zu führen, dass es von Anfang an ein verfehlter Ge- danke und ein totaler Missgriff war, die exegetischen Schollen der Sias auf Grundlage des Venet. B. herauszugeben: Für die exegetischen Scholien der Ilias ist vielmehr der Townleanus (Victorianus) die Haupthand- schrift und die Venediger darf erst in zweiter Linie und nur mit der grössten Vorsicht heran- gezogen werden. Eine scharfe kritische Prüfung der Scholien des Venet. B und die Vergleichung derselben mit denen des Victorianus lehrt deutlich, dass wir es bei den Scholien der ersteren Handschrift mit einem ganz geriebenen, sich auf aUe Kunst- stücke und Kniffe der Abschreiber wohl verstehenden librarius zu tun haben, und man darf sich bei dem regen Betriebe dieser Studien in neuerer Zeit füglich wundem, dass diese interessante Persönlichkeit so lange imentdeckt blieb. Nun, ich denke, wenn wir den Schreiber im Folgenden in seiner ganzen Grösse werden kennen gelernt haben, wird er uns wohl nicht weiter mehr imponiren. Es ist freilich keine sonderlich an- mutende Arbeit, in den trüben Kanälen dieser vielfach über- flüssigen und noch dazu verschlechterten Scholiastenweisheit herum zu fahren, aber das eine Verdienstliche dürfte sie viel- leicht doch für sich in Anspruch nehmen, dass sie manche Ge- sichtspunkte erschliesst, die für die Scholienforschung über- haupt von Bedeutung sein können, und dass sie zum ersten Male auf dem Wege des Vergleichs imd der Kritik diejenige Re- daction der exegetischen Scholien der Sias aufzuweisen sucht, welcher ein zukünftiger Herausgeber vorwiegend folgen muss. — 3 — Viele dieser Scholien, die man bisher immer ohne den ge- ringsten Anstoss gelesen hat, bekommen durch diese kritisdie Beleuchtung ein ganz anderes Gesicht, und es ist doch wohl auch gut, wenn diese exegetischen Scholien denn doch in der Tat nicht schlechterer scheinen, aLs sie wirklich sind. Die Scholien des Venet. B. lassen sich leicht und be- quem in folgende 3 Classen theilen (vgLDindorf,Praefat.V.flF.) 1) In die mit litterae numerales yersehenen Scholien, die ursprünglich nur allein in dieser Hdsch. gestanden zu haben scheinen. Gerade wie in andern Hand- schriften, so sind auch in diesem Codex Buchstaben über die einzelnen Worte des Textes gesetzt. Diesen entsprechen dieselben Buchstaben am Anfange der Scholien, so dass deren Bezug dadurch deutlich kennbar gemacht ist. 2) Die zweite Classe der Scholien ist mit kleineren Buch- staben geschrieben und der Bezug derselben ist nicht durch Buchstaben, sondern durch eigene vor den- selben stehenden Zeichen angedeutet, welchen die- selben Zeichen über den einzelnen Worten des Textes entsprechen. 3) Von diesen 2 Classen ist streng eine dritte zu scheiden, deren Scholien mit roten Zeichen und Initialen ver- sehen kaum der Mitteilung wert sind und desswegen in der neuen Ausgabe Dindorf s in den Anhang ver- wiesen wurden. *) Die Ton D. in der Ausgabe angewendete Scheidung dieser Scholien ist durchaus praktisch, leider aber nicht frei von vielen Irr- tümern. Durch die Güte meines Freundes Augsberger bin ich in der Lage, hier auf einige hinzuweisen und dieselben zu berichtigen. E. 1. musste als erstes Scholion ohne asteriscus angef&hrt werden: ttXXoi fiiy naQtti ot ydg ^vXaxff i^to y€tSy ifnay zoi/4tifUyoi{ denn über TfaQa ist der erste Buchstabe in diesem Gesang (^'), der am untern Rande der Hdschr. wiederkehrt mit dem oben angeführten _ 4 - Nor die Schollen der ersten Glasse sind es, welche ich an der Hand des Victorianns einer eingehenderen Kriiik unterziehen möchte : denn im letzteren C!odex b^egnen selten Scholien , die von zweiter Hand im Venet. B geschrieben sind. Bevor ich aber tibergehe zur Darlegung der Principieri, nach denen der librarius der Venediger Hdschr. gearbeitet zu haben scheint, möchte ich hier am Eingange einige Scholien gewissermassen als Vorspeise behandeln, weil mir dieselben ganz besonders geeignet scheinen, den Schreiber derselben würdig einzuführen und vorzustellen. Von dem zu Tode getroffenen und schwer sich erholen- den Hector singt der Dichter: Scholion. Bei nayyvx^ot (2) steht das zweite Zeichen (6) und zwar mit roter Tinte geschrieben; auf dem Rande und zwar unmittelbar neben dem Text kehrt das Zeichen wieder mit den Worten Nvp to — vvxtog, Zeichen und das iV von l^vv sind rot geschrieben imd es wäre demnach nach D. Praefat. p. VIII ein Scholion der dritten Classe. In der Ausgabe ist es aber den Scholien der ersten Classe zugezählt. Unmittelbar naoh J^vy 6k nayyvx^^ — rvxrdc steht ohne weiteres Zeichen in derselben Zeile von derselben Hand: «2,Xot fiip TtaQa ytiyaiy aQiatr^fs navu^mtoy; eixoratf, afnporsQa yuQ — iXdaxovxo. Dies stellt Dindorf an den Anfang mit einem Stern. Weiter scheint die Anfährung des ganzen ersten Verses der Angabe zu wider- sprechen p. Vlil: „Lemmata in codice nuUa sunt''. Ein Hauptfehler der Ausgabe ist es auch, dass nicht überall die von zweiter Hand an die Scholien der ersten Classe gekommenen Zusätze genau geschieden sind. So ist K. 156 ränrjg: dvayxulov — dyanavoiro ein Scholion der ersten Classe, Tanrjg — dfKpoZBQütp ist von zweiter Hand un- mittelbar daran geschrieben. E. 273 ist (Jteyovxag xal zu streichen. K. 351. *AQiatagxos — idiat^ar und 353 nrjxtoy ttqotqov (lemma): ntficTop sind nach der Beschreibung in der Praefat. Scholien der dritten Art, sollten also je 2 Sterne haben. Doch macht Augs- berger auch die Bemerkung, dass es zwar leicht sei, erste und zweite Hand in der Grösse imd in dem Charakter der Schrift zu unterscheiden,! dagegen ausserordentlich schwierig oder vielleicht un- möglich, zwieite und dritte Hand, ausser wenn man nur rote Zeichen für Merkmale der dritten Hand nimmt. — 5 — S 437 e^ojAivog d' enl yovva iieXaiveq>€g al^^ dne/ieaaev Der Schreiber der Scholien des Venetus B erdreistet sich aber , die klaren Worte des Dichters in folgendes Bätsei zu hüllen ». . . eaviv ow el^of-tevog de t6 cu^a enl idv yovaTtov aTtifieaaev dvoUeiog di t^3 y,aiQ(ji ^ ivegysia. navra di dvvaTwg 7teq)QaaTai, wg xal enl 2aQ7tr]d6vog,'^ Ich habe in den Jahrbüchern für Phil, und Paed. 1878 p. 534 die Lösung dieses Bätsels versucht und ich glaube, dass mir dieselbe auch gelungen ist ; denn diesen Unsinn, mit dem uns hier der Schreiber behelligt, kann kein Mensch ver-' stehen. Im V. lesen wir nach dnifAeaaev: ol de ygagHwaiv aTtiasiaey und da passt dann die im Obigen unverständ- liche Bemerkung dvoUsiog di r^3 xatQf^ ^ hiqyeia. ganz vortrefflich: unser Held mag nämlich von Varianten nicht viel wissen, er lässt sie also getrost aus und schreibt dann in bequemer Gedankenlosigkeit die Bemerkung nieder, die sich gerade auf die ausgelassene Variante bezog. Ich frage aber: Ist ein solcher Unsinn des Abdruckes wert? Allein unser Abschreiber ist nun einmal zu dummen Streichen aufgelegt ; sehen wir uns daher folgendes Pracht- stück an: r 136 spricht der Dichter von der Helena: ij di fiiyav larov vq>aivev dinXaxa 7toqq>vqerjv, noXeag svanaaaev dld'Xovg Der Venet. B lässt sich darüber in folgender geistreicher Weise vernehmen (JtTrAaxa: difAirov yXalvav ro dh ^ocq- l^iaqerjv rijV Xaf^Ttgdv, avvt^dov di tovto T(^ „lodveq)ig elqog exovaa^^ {d 135) xat Tiji „q)dQ€' v(paivova dXiTtoQqwQa^^ (^ 53. 306. V 108). Er erläutert also den Text diitlaxa iiaq- liaqeriv\ aber welcher Gott oder Heros könnte uns das Folgende owciidov — dXinoqq^vqa erklären? Nun so hoch braucht man am Ende sich nicht zu versteigen ! Man lese den Vict. : diTtXa'^a lAaqf^aQ irjv: diTcXöida yhxi'^f^v. oi — 6 — de difiitov, ori naaat de 7tOQg>vQirjv, aal eavi awiitdöv y,lodveq)ig sIqoq e'xovaa^^ xai 9y9>a^£* vcpaivova^ aXiTiOQipvQa^* : — Ich frage wieder: Ist das Scholion des Venetus B weri abgedruckt zu werden? Die Streiche sind bei ihm im «Schwang«. J 339 ist Agamemnon sehr ungehalten und fahrt den Odysseus an: xat av xaKÖiai doXoiat xenaof^ive, xeqdaleotpQOv Unser Orakel berichtet darüber also: xaiiolai do- Xoiai: iiiaov yaq 6 dolog' xal int /uev rot; xanov /novwgy ini äi tov aiiqxrceqovg eldotog „eldcjg jcavtolovg xe dohwg^ (r 202) . . . Das ist doch unzweifelhaft gekürzt aus dem Original: V: xaxolat doXoiaii fiaoov yccQ d dokog' enl de tov dfjKfOTB^ eldoTog „eldaig Tvavroiovg ze dokovg xat /uri' dea nv%va^ {T 202), t6 de %e%aa iisvb ini xanov wg to ^iKixaoTO xleTiToavvrj &''oQyi(p re** (r 395). Wird man ein solches Fragment, init dem uns der li- brarius des Venet. bedient, zum vierten Mal wieder abdrucken? Also, wie wir bisher gesehen, mit Varianten und Oi taten lebt unser librarius auf gespanntem Fuss imd die willkürliche Auslassung derselben hat ihm noch manchen dummen Streich gespielt. Sehen wir uns z. B. £ 83 einmal näher an: da wird von dem getöteten Hypsenor gesagt: tov o€ xar oaae elXaße 7COQq)VQeog d'dvatog xai fiöiQa n^avair, und der librarius des Venet. B mutet uns in allem Ernste zu, folgendes Scholion zu verstehen: eXXaße 7voqq)VQBog d-dvatog : 6 fiiXag wg to „noQqwgeov de k xC^a TidXvipev'^. »Sicvolo, sie jubeo, stat pro ratio ne voluntas**. Man sehe dagegen den V: 7toqq>vqeog x^dvatog : 6 f4eXag Tiat ^7COQq)VQeov ö'aga xifia*^ {O 326) ^fxiXav de e xv^a xdXvxpeu^ {V 693.) — 7 — Gtinz Yon demaelben Kaliber sind auch folgende zwei Scholien: T 284 heisst es von der um Patroclus weinenden Briseis Ich wundere mich, dass Bekker wie Dindorf aus dem Venet. B folgendes Scholion gab: A/'y'exwxt;«: üg tjdo- vijv /tQoy(,ah)vfi6VTj rovg axovovrag, c^g xat Qetig yyf^iya (?) yaQ re ytat aXyeai tignerai ayij^" (o 400) : — Was hjit Getig mit dem folgenden Citat zu tun ? Aber zwei Citate waren nun einmal hier unserm librarius zu viel : er strich also eines, liess aber die Worte , die sich auf dasselbe beziehen , ganz ruhig und imbekümmert stehen. Im V. lesen wir nämlich: elg 'fjdov^v TiQOxaXovfAevri Tovg axovowag, wg xal Oizig nyOOV XfASQOV (ÜQGSV^^ (^^14)" Utk. . . : — Vom x^^^S wird -5 110 gesagt: dvdqwv ev avi^&eaai 'ai^etai ijiJirfi naTtvog, B. erläutert das mit folgendem imverzeihlichen Scholion : rjiJre xaTcvog: dvfiog ioTi ^iaig rov neQi xaQÖiav aifiatog di oqe^iv dvvikvm^aewg. xovtov de oqov nqüvog "Ofd¥]Qog Ttagidioytev. xaTtvov de to 7t vq q>r]aiv, wg zo „xa/r- viadv te xard xXiaiag^^ (B. 399). afonov ydq xaio/iivrj xat XafiTtovarj q>loyl xanvov eixdKeiv^ C^'^^S ^^ ot*x av Xa)Qig nv- qdaeiag yivoivo. naQerceTai de avrr] To7g OQyi^Ofiivoig did to OTteväeiv dfivvaad'ai xov dvrinaXov, : — Es dürfte sich wohl kaum Jemand bisher die Mühe ge- nommen haben, zu versuchen, diesen completen Unsinn zu verstehen : für diejenigen , die mit Bekkers Ausgabe arbeiten, war es auch ganz unnötig : denn dort ist ja Alles richtig imd klar : die unversiändüchen Worte des Venet. B : aroTtov ydq xaiOfiivTj xal ka(47tovarj q)loyl xanvov elxd^eiv sind daselbst ohne Anstoss : sie beziehen sich nämlich, wie man aus V sieht, auf den Vers : „wg d^ote xajcvdg Iwv e^ aozeog ald-eq* Xxr^tai^^ — 8 — {2 207) ; dort wird von Athene gesagt , dass sie über dem Haupte des Achilleus £x d' avTOv (pXoya TvafjKpavocoaav entzündet und diese q)X6^ nafj.q)av6waa wird nifti im Folgenden mit dem nanvog verglichen, der aus einer Stadt zum Himmel steigt und diese Scholiastenweisheit fand eben keinen andern Ausweg, als hier xoTtvog flir ttvq zu nehmen: qtojiov yäq T^aio^ivrj xal hxfxnovörj cpXoyt y,a7tvdv elytd^eiv. Man sehe noch i2 52: ov fiijv Ol Toye ytdiXiov oväs r' af^sivov B afieivo.v: XeiTtei to iazai rj xov navaaad'ai'. — ist kaum verständlich, V: afxeivov: XeLtzbl to eotac ' rd di avynQitmd ävti arcXciv und nun führt V richtig weiter mit ^ tov Ttav- aaad'ai : — „Sapere aude." Doch lassen wir hier die Einzelnheiten und wenden uns lieber einer ganzen Reihe von Scholien zu, um zunächst dieRedaction zu prüfen, in welcher sie uns im Venet. B vorliegen. Aus dem mir vorliegenden reichen Materiale will ich nur wenige Scholien geben. Agamemnon entschuldigt seinen Bruder gegenüber den Vorwürfen Nestors und spricht K 124: vvv d' Biieo TtQOTSQog lAoX BTtiyqBTO Tiai fxoi iTteatri Diesen Vers erläutert nun das Schol. des Venet. B in folgender Weise: juaA' STt eyqeTO : STteaTri Tox^cog . «dij- Xwae di (og 7toKU7) TrgovXaßev avrov exslvog dvaatdg : — und so ist das Schol. bei Bekker und zulezt wieder beiDin- dorf abgedruckt. Dasselbe ist aber in dieser Fassung voll- ständig sinnlos; denn in den Worten des Dichters ist auch nicht mit einer Silbe etwas angedeutet von dem raxdcog iTtiazT]. Steht nun das Schol., woran sich kaum zweifeln lässt, wirklich so in der Hdschr. , so haben wir es , wie ' es — 9 — scheint, wieder mit einer totalen Verkehrung einer ursprüng- lich guten und richtigen Bemerkung zu tun. V bemerkt nämlich zu y 32, wo von Menelaos gesagt ist ßrj d' Y^ev dvari^aiüv ov ddeXq)e6v in einem eigenen Schol d'^Xov wg 7tQ0exaQa%&ri Meve- hxog. Wenn nun Agamemnon dem Nestor gegenüber die angeführten Worte braucht, so kann die einzig richtige Er- klärung derselben nur die sein , die wir in V. lesen : xa i IX L €7t ioT rj: raxicog idr^hxiaev wg TvolXi^ nQOvlaßev ctvTOV dvaardg : — Von den Bossen der Rhesus wird K 475 bemerkt: TtaQ* avrq d' (onhg XnTtoi i^ BTtidKpQtadog nv^ccTrjg ifidai öidevxo der Venet. B äussert sich darüber: eniöiqiqidg i^eqog tov di(pQOv xad-^ snißaheiv eitod-aaiv . iyvioaav öi ij a/ro tov (leg. tov) ^P^aov fiiaov elvai ldi q id 6 o g : enidiqiqvdg ^SQog tov diq^qov , xa^' o ercißaiveiv elcod^aaiv. o\ de Ttjg avT vy og . n i & av cü g d € 7t Qo ST o i ^d^e i avT ovg 6 TtoirjTrjg dTteXdaei. T d yvwOTixd avT ([ß (nämlich dem Odysseus) tt bq L- x€ IT a i. eyvo) de 6 ^Odvaaevg 1^ dTt 6 t ov (Prjaov) fxeeov eivai i] tiov %7t7ia)Vy ottsq edrjXiooe did to 9,0 vg vcoiv TV lg)av axe'^ (v. 478) . . . : — Daraus sieht man doch wohl deutlich, dass das syvwaav des Venet. B ein Unsinn ist. Der Cliarakter der beiden in der Dolonie auf- tretenden griech. Helden ist durchweg mit solchem Takte gehalten, dass der Schol. hier mit Recht darauf hinweist und dass die Heroen der nachhomerischen Poesie selbst daraus hätten lernen können. Die Scholien des Venetus B enthalten, worauf ich schon an einem andern Orte hingewiesen, manche gute Bemerkung — 10 — über die homerische Darstellung, über das Epos etc., und das dürfen wir unserm librarius nachrühmen, er hat auch viele getreulich mitgeteilt : aber für manche feinsinnige Be- obachtung scheint er doch keinen Sinn gehabt zu haben und hat sie desswegen aufgegeben. Den Eindruck , welchen die Ermordung des Dolon und seiner Gefährten auf den Troer hervorbringt, schildert der Dichter mit folgenden Worten: K 524 d-rjevvvo de /^eQfiSQa eqya oW avÖQeg ^e^avreg eßav noijLag STtl v^ag Venet. B bemerkt darüber : &rievvTode:T6 x^av^a Twv d'ecüfievcüv to deivov v7ioq>aivei tcov öqa&evTcov • ay- voovvreg yaQ o&ev ij iqtj^ia sd'avftal^ov : — ein ganz anderes Gesicht bekommt das Schol. durch V: t6 d^av^a tüv d'eco^ivwv TO deivov vnoipaLvH xwv dqad-ivTwv dg x at To xdXXog T üv oYxojv KaXvxpovg öia Tr^g ^Eq- ^jLOv edi^Xwoe &eag {e 75) : — und das ist eine ganz feine Bemerkung und von der allergrössten Bedeutung für die richtige Würdigung der homerischen Poesie. Mehr wie einmal hat L e s s i n g auf dieses Gesetz hingewiesen, das also die alten Erklärer schon ganz richtig erkannt hatten. Ueberhaupt ist das ein hochinteressantes Kapitel und nur im grossen Stile und von hohen Gesichtspunkten aus zu behandeln und nach einer Seite hin wohl von einschneiden- der Bedeutung auch für die homerische Frage; denn so fix und fertig, wie Pallas Athene aus dem Haupte des Zeus, steigen nur Meteore auf, wie Lachmann, der da schreibt Betrachtungen p. 5: „Ich will lieber die Manieren der epi- schen Poesie erst lernön**. Dass da noch Niemand auf die höchst wunderliche Idee kam, Lachmann hätte zuerst die Manieren der epischen Poesie kennen lernen und erst dann seine Betrachtungen schreiben sollen ! Bemerkungen wie die eben vom V angeführten können uns zum Teil wieder mit — 11 — diesen Scholiasten yersöhnen. Und da kann man selbst aus dem Eustathius lernen, z. B. bei der Beschreibung der Höhle des Polyphem macht er zu t 216 TLaQ/vaXi^cog d' elg iivtQOv a(piY.6^ety^ oväi /.iiv Evdov ev QO fievy dXX^ ivo^eve vofiov xatä nlova firiXa die ganz treflfende Bemerkung: ei yaQ ivdov ev^iO^r^ 6 Kv- TcXcoip^ dvaxeQr^g riv TthxG^rjvai ^ ^(pc^S '^^S noir^aeiog neqi- nixEia, Nur mit dem grössten Bedauern kann man sehen, wie in den meisten, ja fast in allen Ausgaben des Homer die Betonung des künstlerischen Momentes der homerischen Poesie yemachlässigt ist. Wie ein frischer Lufthauch wirkt da das schöne Wort Nabers' Quaestiones Homericae p. 55 : „Nihil tamen hoc pertinet ad cognoscendos mores veterum illorum, nam qui poeta Polyphemo pastori canem non addidit, credo, ne in fabula Tvid^avoTtjTa everteret , idem s e r v o s in regia Ulixis adesse noluit, primum ut magis conspicua fieret in Ulysse virtus, cui domum reverso nemo opem ferret, deinde ne quis .forte miraretur, neminem ex illorum numero procos auxilio suo adjuvare/ Und warum lässt denn der Dichter bei der Ankunft des Odysseus den Hund Argos sterben? „Artis est artem tegere". Doch kehren wir wieder zu unserm traurigen Scholiasten zurück : • K 39 spricht Menelaos zu Agamemnon deidai ^ij ovrig toi V7c6axr]Tcci rode eqyov. Venet. B bemerkt darüber: cog rjdrj dedeiyfAevrjg rfjg ßovX^g ijciXoyiOfÄOv elgdyei • elg xivrjoiv de vov äx,QOazr^v elgdysi did zo övaxeqig : — Die letztere Bemerkung elg xivrjOiv — dvaxeqig versteht man schwer, wenn man sie nur auf den einen vorliegenden Vers bezieht. Sollten wir auch hier nicht die ursprüngliche Fassung im Vict. haben? deldco fiiq ovvig : dg r^örj — 12 — dedoyfievrjQ (sie) Tijg ßovXfjg iTtiloytaftov eigayei . xivriaig de Tov än^oaTOv . iiov ov y a q ov x^ i n: i fxa Qtv q et a i (og dvGx^Q^S eTteiaodiov elgd^wv rg Ttoiijaei: — Und so sind noch manche derartige Bemerkungen ent- weder ausgelassen oder von diesem oder einem andern librarius umredigirt worden. Odysseus und Diomedes haben kaum die Achaeer ver- lassen : so heisst es X 274 roiat de de^idv rjuev iqwdiov eyyvg odolo B bemerkt : eyyvg 6 d olo : iyyvg Ttjg i^odov, 7t qo rov TtOQQO) avTovg aTroßijvai, V: TvaQcc tiJv e^odov . 7t qo^ Xa Q i^et a i de r cT) dxQ o az^ 7t qo av a(p o)v üv avT üv T rjv Y.ax6q&o)aLv\ — Der Dichter charakterisirt den Dolon, da wo er ihn zuerst einführt, in folgendem Verse : Ä 315 .... dokcov^ Ev^rjdeog v\6g xT^Qvxog d'eioto TtoXvxQi-oog 7toXvxccXyiog dazu liegen nun folgende 2 Scholien vor: B ofuog YMiTtSQ ex(^v TtdvTa, di* dXa^oveiav riQaa&fj X6^- dovg, t6 yoLQ 7tXouTe7v aal \7vTt0Tq0cpiag i/^Ttoiei Ttod^ov, eveX- 7tig de rjv cog, ei Xrjcp&eii], did tovtcov XvTQcox^oexai : — V: 7toXvx^'^^og; xal o^cog i^Qdavhj xiqdovg ri dC dXat^oveiav ^xeqov ri Ttaqd x^fcrov. ro ydg TtXovxeXv Y,at i/r- 7toTQoq)iag ifiTtoiei TtOx^ov , ^^ iv a nai (og ev 7tXov - T (^ T ed' qa ^JL ^iv og av av d qog jj x ai iv a m}eX7tig p wg el Xr]q>d^elr] did tovtwv XvzQwd'rjGerai : — Ich glaube die einfache Gegenüberstellung genügt, um uns zu zeigen, wo die älteste und ursprüngliche Fassung vorliegt. Man vergleiche femer folgende Scholien. So wird zu W 502 alel d^^vLoxov xovirjg ^d-dimyyeg eßaXXov in B bemerkt rjvloxov: rov Jio^i^drjv • xat Tovg \7t7tiag ydq r^vioxovg xaXet ytat ovx axoTtov: — das ist denn doch — 13 — nur ein unklares Stammeln gegen V: rjvioxov xov Jio^jLridrp/ (ig jy& gaavv i^vioxov q>o qiovT eg ^*E%t oqa^^ (0 89). T L ovv aT 071 ov el xat r ov g ^vioxovg iTtTtijag iv trj ji (151) xaAel; Maxi äi ro „aiel^^ (og To yi aiel de nv Qal venv wv Tca iovx o haftet- al'' (A52). Zu W 523 Xei7ceT\ droQ xä TVQcixa Tcal el diaxovQa XiXeiTTXo bemerkt B : xivig ovo ^egr] (paaiv^ IV j öiaxov ovqaf afÄeivov de avv^exov elvai : — die genauere Angabe bietet wieder V : diaxovQa: xiveg dto fieQf] n ax ä avvaXo tq>T^v , eTt aidu] q>f]a IV yjoa aa de d ianov ovga" (v 431). af^eivov de xo ovvO-exov^ aal y ä q an 6 xüv %ax a x äv vi ikjov q)f]al Kaxcofiadioio (432) : — Nestor spricht V 632 evd''* (wxig ixoi o^oiog olvt^q yivex^ olV a^ ^Erceidv. Zu diesem Verse bemerkt B: dei Tta^dely^iaoiv oheioig XQ^i^ciL bxav, Xivd TtQog TcoXefiov rj TüQog fiovofidxu>v naQOQfA^. xat vvv ev xoig eni IlaxQOiiix^ ad^Xotg nahxiov enixatpiov pieiivrjfxai : — Wir entbehren dieses Schol. leicht, wenn wir im V. lesen : del Ttaqadeiyfiaaiv olneioig x^ijirai. ox av fi ev y dg X IV a in l ixov o iidxi-ov e §av a axrj a ai d-ekrj ^ x d n eqt ^Eqev & aXimv a Xey e i (z/ 319) , ox av de l^xi'Xkeaentxriv /^d x^v ^ x d n eQi xov^HXea- xov n oXe fi ov {^ 669) xai vvv ev xdlg enl TlaxqoytXov ad^Xoig naXaiov inixatpiov (xefjLvrfcai dyüvogi — Betrachten wir die Scholien zu ^ 743 nolXov^ inet 2id6veg noXvdaidaXoi ev i^axrjoav B bemerkt : 2id6vegnokvdaidakoi: agiaxoi xexvl- xai xd xoiavxa ol 2id6vioi. xo de eldog elnoiv x6 yivog inri' yayev. Aber Bekker hat Recht getan, das Schol. nicht nach dem Venet. B zu geben, sondern nach V, wo es lautet: — 14 — aQiOTOi rexyitai ta roiavta ol JSiSovioi jji^Qycc yv~ vaiTiwv 2idovi(ov^* (Z 289) xai „S i d 6v og 7t oXv- XaX%ov Bvxopiai clya«" (o 425), ro de eldog etTvwv TO yivog iTtr^yayev (o g t 6 ,yJovXi%loio Ex iv d & (av (sie) ^' iegacov vijaftii'" {B 625). Ttgüroi di Ool' V i%Bg T ä fii y tax a d lejt i qaa av n eXd yrj : -r— Ich stelle hier noch folgende Scholien zum Vergleich der beiderseitigen Redactionen gegenüber: sie mögen für sich selbst sprechen. 2 117 spricht Achilleus zu seiner Mutter ovde yoLQ ovde ßir] ^HQaxXriog tpiye y^r^qa dazu bemerkt B : ntqiaari ^ fiia airoq^aig. Tta^yogia di yiyove to ^Hqa%Xtiov naqadeiyiJialix'^^ *Ofi zj (LirjTQL naqa- ftv^ia ydq naiv iv avfiq>OQaig ^ Ttegt xqelaaovg drvxloLi — V : Tteqiaari ?} iila dTtoqnxaig. %al ot i xhvtjTog 'HqaTiX^gy 7CQ6g rä iv tj venvif dd-Btoviteva. ij Qe liiet di^HQdnXeiov ti aqdd eiy f^a lixiXXeX. naqafiv&ia ydq taiv iv aviJiq>oqaig rj Tieft zovg XQeiaaovg (dtvxicc). 7t qog de ttjv ftrjT 4 qa, ort ov 8 iv 7t a- qdd o^ov 7t e i a BT a i, t d avt d d li 7t d a xov a a TteqitovTtalda: — 2 378 Ol J' rjtoi Toaaov fdiv e'xov tiXog^ ovata S^cwTtio daiddXea TtqogeT^eito findet in B folgende Erläuterung : toggov: dvvt xov oXov. Ol di iTtt ToaovTov eaxov xo riXog üate tüv wtcov 7rqog' delad-ai, rivig di xoaaov ro XoiTtovi — V xoaaov ftiv exov x eXog\ xoaaov dvxi xov okov. „(og x6 (sie) xo fijv aXXo xoaov q>oivi^ lyy" {V 454). ovx ojg ydq q>f]a i 7t qog xd ^ aq^ oXiyov xexeXeafiiva. oi di yXcoaao yqd g^o i xoaov dvxi xov X 6 a w fjia. ol di iTtt xoaovxov eaxov xdXogy wate xwv äxcjv 7tqogdeia&ai. xivig di xoaaov x6 XoiTtov: — — 15 — 2 410 heisst es von Hephaestos H xat OLTt^ dx^od-eTOio fcihoq aYrjTOP äviart} und B gibt dazu folgendes Scholion : to tv iXwQ del enl fAsyid'Ovg xaaaeTai. xo di aXrjTov 6 ^H^wdiavog axfjf^ceri^ei Ttaqd rö cZ^t, ixov äriTov^ aujrov to f4eya nal dvvneQßXrjtov xal Ttaqa f^iriSevi ov. rivsg de ro alerrjddv xo}Xevo)V tcJ ydq V: Tcal'd'edv diayQdq>ei, d- av ^d ti avr ov elv a i ixay a (prj a ij aar iv ovv t s fag fiiy a. to ydq TtehüQ ini /^eyix^ovg zdaaerai. to di aX tjt ov 'HQCjduxvog cxifj^aTi^ei Ttaqd t6 el^i kxov aijtov to fiiya xal dvvTta^TOv xat na(jd firjöevl ov, ol di luffirifievovj 7t aqd to jydtxa de ag)iv evl g)Qeat ^vfiog arjTO^^ (^386). rivig di altvridov xco^ct/y, eTtei to yafiiffdwxa tcüv dijveiov XotXevei. ol d i 7t afd to aX & cd to Ttvgcideg: — T 21 sagt Achilleus MiJTeQ £^1], tä ixiv OTtXa d^eog 7t6Qsv, oV iTtieiKeg B bietet da folgendes Scholion: OTtXa ixiv 7idvTa tloi" vüig rd awrelovvTa elg XQ^^^^ ^'^^ ' ^^ ^^ ^^ 7toXefAi7cd q>r}aiv : — Man vergleiche nun damit V: vvv rd TtoXef^ixd . xai T d r rj g vecog ' „o 7i Xa x e 7t dvx a elg avtXov'^ (f* 410) Hat y,0 7tX^ ev x^Q^^'^ ex^v ;faXxi2i*a" (y 433) : — T 89 spricht Aeneaa ov fiiv ydq vvv 7CQwra Ttodcuxeog aW' ^x^^V^S GTiioofjai, dXX'* ijdt] f,te xat diXore dovQt fpoßijoev dazu bemerkt B dioXov 7taQavfjQi]Teoyj ozi xard fteQog zd eqya tov l^xtXXecjg deovvcjg dedriX(axfj^ . ylverai di xat d§i07tiaT6TeQ0v t6 Ttaqd zov TtoXefiiov iyxiifiiov : — Aber dieses Scholion durfte nur nach V edirt werden, wie es Bekker getan : dioXov TtaQaTtjQtiriov, ort xazd ftegog — le- rer egya xov Ifixilliiaq deovTcog d€diil(x)/.sv „dddeyia de ^vv vtjvol TcoXeig* Tte^og d' ?vdexa q>rjfii'^ (/ 328). vvv de y,at ä^iOTtiaroTeQOv vo TvaQo, xov 7CoXeixlov eyxaj- fÄiov : — erst durch das Citat 1 320 wird das folgende vvv di Tcal d^LOTtiavoteQOv recht verständlich. So ist auch das Scholion in B zu ^^ 169 iv de TS Ol y,Qa3Lrj avivei aXxifiov '^toq durch willkürliche Weglassung eines notwendigen Citates un- verständlich geworden. B bemerkt nämlich : el ptev sgtiv evd'Biag t6 xQaditj roiovtov eoriv ovivei tj xagdia^ fJTig eaxiv rjtoq . ei de domijg, dyyelov Tijg ipuxfig vTCovorjfceov rijv naQdiav . to de TtQcneqov OfirjQixioTeQOv . q)i^ol ydq {y 18) ^TerXa&i xQadir]'^ dvrt xov tpvxrj : — ■ In V ist das ganz klar und verständlich el ftiv eativ evd-eiag to Tigaditj to de TtQoreqov OfÄTjQiyiCüTeQOv ' q>r]at ycq {v 18) „rirXad'i %qadLrj^ nat e 7t dye i ^nav^aTtrofievog q>iXov rjx oq'*^ (ib. 23). & eq iJio g de q>v o ei äv eTtl TtXeov d- eq fia iv e^ Tai . dio OTevei : — Es fehlt mir nicht an weiteren Beispielen, woraus er- hellt, dass die Redaction dieser Scholien im Venet. B. unge- nügend oder schlecht ist: soviel geht aber aus dem oben an- geführten zur Genüge hervor, dass wir, wo uns der V so gute Scholien bietet, auf die vielfach veränderten und zuge- stutzten des Venetus B. gern und leicht verzichten können. Eine Specialität , worin unser librarius , wie wir später noch sehen werden, gross ist, ^springt hier sofort in die Augen: Er lässt nämlich vielfach nicht zum Vor- teile seiner Scholien die wörtlichen Gitate weg oder verwandelt sie in Referate, ver- schmäht überhaupt genauere Angaben, notwen- dige Begründungen u. A. Dadurch wurde nun zuerst und zunächst die Ursprung- — 17 — liehe Gestalt dieser Scholien alterirt und zwar manchmal durch das besondere Ungeschick, das nun einmal unseres librarius bestimmtes Erbteil' war, derart, dass dieselben zum Teü, wie wir oben gesehen haben, geradezu unverständHch wurden. Ich möchte hier noch auf einige eclatante derartige Fälle hinweisen. J A51 spricht der Dichter von Antilochus: Tlqütog d* l4yciXoxog Tfciiav VXev avdga xoQvavrjv Unsere Scholiasten machen da, wie so oft, höchst müssige Be- merkungen und B. lässt sich also yemehmen : n: qwt og d* u4vTlXoxog: tovxo xaqitetaL aittf enu xai aXkrjv ogiaz- eiav avTOv ov yQaq>ei, iiiXcjg xe %al ^rjXdi tov TtareQa „TtQW' Tog" yag qnjaiv tfSycav ^Xov aväga^^ (A 738). xai ^cotjjv ocvxdv £X^i. d-BQiioxrixog de xovxo vecoxeqix^g BQyov, ij TQiHeg naxe- g>Q6vovv NiaxoQog xat naxd xovxo f^aXkov xo pigog nQioxog axQOvaav : — Aber da haben wir sicher nicht den ursprünglichen Tenor des Scholions: denn die höchst überflüssige Frage, warum nun gerade Antilochus zuerst einen Feind erlegte, wurde, wie wir aus V ersehen, von dieser überlegenen Scho- liastenweisheit dahin entschieden: ^rjXol xov nariqa — viog iaxt — rj Tguieg und darum ist gewiss ursprünglich , was wir im V. lesen: dort heisst es nach 'd'eavrjv exei xat „^v- xiXox\ ov xig obIo vedxegog aXXog l4 xcciiHv*^ (0 569) d-EQfÄOxtjXog ovv vecDxeQiurjg x6 €Qyov rj T^oieg . . : — Ueber die Apostrophe des Verses ^127 Ovde ai&avj MeviXae, d'eot fidycaQeg XeXa&ovxo bemerkt B unter anderm: eildf] de x^g ä7toaxqoqn\g xavxa^ x6 TtaQo. ke^Lv oxav ex ^exox^g elg ^^fia fAereX&T], xo rtagd q^qaaiv^ oxav dno xov ditjyri^axog elg xo gdi^Tjxindv ftexiXdTj . . . : — aber es unterliegt nicht dem mindesten Zweifel, dass hier die Citate, die in V stehen, ausgefallen sind: dort lesen wir nach $^i"a ^eriX&r] „€^ Ofto&ev Ttecpvw- reg, ^ev^ de" («477), und als Beispiel für die zweite 2 — 18 — Art ist dort angefahrt „iTtTtevaiv ftev Tvqüta' og de yC dvr^Q'' (^301.306). J 249 ruft Agamemnon den Achaem zu: ocpQa idfjT^ di x' t/^/^iv VTciqaxrj x^^cc KqovIcov das ursprüngliche Scholion zu diesem Verse steht im V. und lautet: iitel eXeyev „o^ yaQ iitl yjevdeaoi^^ (v 235) xai j,avr6g iTtiaoelyGi^^ (v 167), aweigtpeQetv rov oIkcIov Ttovov 'AeXevEi rfj xov d-eov v/trjQetovvrag ßovX'^Gei, äg cprjai xat 6 rqayixog evd-ev hxßcov y^aivog xi vvv dq^ %^ovt€o dal^ovag naXei, r^3 yccQ tcovovvxl xcj d-eog avXla/^ßdvei*^ (Eurip. Pragm. 435). tovto övv TtQWTog ^'Of-itjQog elnev: — in B sind die Citate , auf welche es hier ankonmit j^aiTog htLOOBirjGt^*^ und „aizog — TidXei^' weggefallen. Nicht selten wurden auch längere oder kürzere wört- liche Citate, die unser librarius in seinen Vorlagen fand, der Bequemlichkeit wegen oder aus sonst einem andern Grunde in einfache und kurze Referate umgewandelt. So lautet das Schol. K 335 in V : 'AQaxl d^ erti yitLdtrjvx oi dvva- Tai eivai Ixriderjv ro reXeiov' attog yoQ cptjai „rov ö^CLTtd fiiv TCTidirjv nvverjv^' ^QiaToraXrjg di qyrjaiv ,,r/,rtg t(^ov fÄö lov Kvvidi(p M eX i T a iip , 6 qv i'd' o q>d y ov roig a ixr^v e.G IV ivt rj QedKov. 1 6 de al3 olov 6 CT ovv xa i laad'aiaTQayyovQiiüvag^', l'awg olv na^ ^O^T^Qip 7iaT^dq>aiQeGiv iati rov 'i: — Statt des wörtlichen Citates lesen wir in B „ixrig iott nat^ l/iqiaxoTeXriv ^(pov oQvi&oqidyov , o^oiov ^itlqiI) Tcvvidici), ov ro deQfia q)OQei, K. 291 bietet V: Sg vvv ^o i ed-eXova a 7t oq i- ar aa o: y,aXd}g tjg awercDTegog ^Odvaaevg exoivoTtoir^aB xiqv evx'^v i,d 6 g d i n dXiv enl vrjag evTL^alag dq>i' xecr^at" 6 di „a/teio fio i^^ . . . : — Kaum ver- ständlich ist, was B daftir hat: oga Ttwg 6 ovvetioteQog ^Odva- aevg rijv evx^v inoivoTtoirjcev , ovxog di Idifjc %ai aXkwg : — W 10 V: T et aQ7t ci fi€ a-i^a yooio: u^laxtlog — 19 — (fr. 382) „o? TOI ar evay fioi t lov n 6v (ov la- f.1 aT a^^: — B : u^laxvXog q)r]aiv oxi OTivayfiol twv Ttovwv td/LiaTa ov /.litgia rvyxavovatv i — So lesen wir auch K. 75 in V die wörtlichen Citate der homerischen Verse, während in B wieder Referate begegnen. Hand in Hand damit geht eine weitere Eigentümlichkeit, die wir bei dem Schreiber der Scholien des Venet. B. nicht 'selten beobachten: die Quelle nämlich, woraus er seine Weisheit geschöpft hat, gibt er nicht gerne an und hilft sich darüber durch andere Mit t eichen hinweg. So lesen wir zu J 132 bei B Xd^vvey od-i ^cuair^- Qog oxijeg: %va , , . vtvo xov ^coaTrJQog: . — So liest auch V, aber er giebt seine Quelle an, denn im Anfang bemerkt er : ^vrox^cov ovTcog ' %va , . . ^(oatrJQog : — Ebenso ist es mit J 133. Da wird D. p. 204. 31 eine weitere Erklär- ung von diTtXoog ifyrcro «^w^iy^ in B. mit den Worten gegeben ij otzcog, während V hier wieder hat: u^vzo- X^iov ovtiog. So ist auch J 319 in der von B gegebenen laTOQia der Name des Gewährsmannes ausgefallen. V bietet am Schlüsse \a'voqE'i IdQvaid'ogi — Ich darf hier einen Punkt nicht imberührt lassen, der wohl nicht in das Bereich dieser Untersuchung gehört, der aber doch für die richtige Charakterisirung unseres librarius von Bedeutung ist. Es ist schon längst beobachtet und wieder- holt hervorgehoben worden, dass Auszüge aus den Werken der Viermänner in Venet. B. nur spärlich vertreten sind — am häufigsten begegnet noch Nicanor. — Allein die Art des Aus- zuges ist ofb eine ausserordentlich mangelhafte und durch die vielen stattgefondenen Kürzungen hindurch ist es nicht selten schwer, die ursprünglich wertvolle Bemerkung herauszukennen. Indem ich auf E 487. 506. &56. 683_verweise, wo LV. voll- ständig übereinstimmen, will ich nur wenige Scholien be- handeln. Achilleus spricht V 806 2* — 20 — OTCTtoTBQog x€ cpd^oiv OQE^afievog XQoa yiakov tpccvor] d^evdlvcDv 3id r'IWca xat iiehxv al/^a Der zweite Vers wurde schon im Altertume athetisirt und V berichtet uns darüber: a&exEi rov orixov l^QiaraQxog. ov yccQ elg to äyciv (sie), evdivcjv de axovei k'vdov tov XQOJTog. t6 Te f,did T^evrea xat f^eXav at^a*'^ fÄeziJTiTai ano /Johovelag (K. 298) , oi di ev divtov rwv svTog OTtXcDv . l4qiGToq)dvrig de ovrcog yqaqiei j^OTtTtoxtqog tcsv TtQO" ad-ev eTtiyqaxpag XQ^^ i^akov (p^ijrj enev^a^evog (!) dia T'evrea vmI q)6vov dvdqiov^^ : — Wie bescheiden klingt da^ was wir in B lesen: eväiviov: twv evdov tov ;c^ccnrdg. oi de Tiov evTog otiXwv CLTto rov evdov : Wie der librarius aber seine Quelle verstand und behandelte, davon nur noch ein Beispiel. F 18 wird von Paris gesagt: avTccQ 6 öovQe dvo) iiex,OQv&^eva x^^^V und V bemerkt : avrccQ 6 äovQe dvco: avev tov oQd'QOv to j^avTccQ doüga" iv ndoaig ycat x«?'C^^«V^'5 > ^ de (cod. eläi) avv T(p (XQd'Qcit yQaq)ri xaiTOi fi^ ovaa I^qigtoqxov ofACog exet "^OfitjQmrjv avvi^&eiav, ed-og (igog cod.) yccQ avTcp Tteql tov avTov diaXeyoiJLtvi^ /xeaohxßelv to aq&qov (og TteQi aXXov XeyovTi (og erci tov ,,2aQ7tr]dwv ccvtov /xev ciTn^fißQOTe, 6 de Ilrjdaaov ovTa^^ {n 466). Das ist doch klar und verständlich. Dasselbe gibt uns in etwas anderer Weise B : to avTccQ TTaqd ZtjvodoTc^ xat TÖig akXoig ovk ercayerat to ccq&qov. 0f.ia)g ovv eoTai xal tovto Trjg ^O^rjQfKrig avvrjd-Eiag, e&og yccQ atTcJ TteQi tov avTov diaXeyo/xevq) [leaohxßelv to aq-d'Qov^ (og xat tteqI aXXov Xeyiov Ttoiel „SaQftrjdcov — o de ÜTJdaaov^^ . . . : — Giebt es denn ein köstlicheres Missverständniss als die Worte verraten wg aal neql aXkov Xeycjv noiell Das cog neqi ixT^ov Xeywv oder liyovTi seiner Quelle fasst unser Bitter, als ob damit gesagt sein sollte, der Dichter wendet diess nicht bloss bei Paris an, sondern auch bei Sarpedon ! — 21 — Wenn mich nicht Alles tänscht, haben wir es mit einem ähnlichen Missverständniss 2 275 zu tun, wo zu dem Verse aarv di nvQyoi vifjfjhxl re nvhxi aaviäeg t' ini t^? dqaqviai in B bemerkt ist : TtvXaii vvv al diodoi. dXkaxov di irtl TÜv JtvXüv „iv xeqai nv)Mg l'xerfi" (O 531) „eQQTj^e di nvlag ymI iaokqov oxrja^^ {N 124) : — Was sollen diese Citate ffir Ttvlai tiprilai beweisen? Wegen des folgenden aavideg enl Tjg dqaqvlat erklärten die Scholien wohl vvv al dloiot und nun kann man nur fortfahren mit V : ciiXa%ov di hti T lov d-vQüiv jjiv xß^cTiv Ttvlag l^fiTfi" jt^'^Q^S^ di nvhxg xori ^ceycQOv ox»7of." Aus diesem Allen ergiebt sich doch zur Genüge, wie der Schreiber der Scholien des Venet. B. seine Aufgabe ver- standen und seines Amtes gewaltet hat. Sein erster und oberster Grundsatz scheint ja der gewesen zu sein, sich seine Arbeit so leicht als möglich zu machen, und wären uns nicht zum Glück andere Handschriften erhalten , wir hätten einen schweren Stand mit den Scholien, die durch diese handwerks- mässige Gedankenlosigkeit vielfach in einen ganz desolaten Zustand geraten sind. Doch greifen wir ihn hier einmal direct an und begeben uns auf dasjenige Feld seiner Tätig- keit, auf welchem er wirklich Grosses geleistet hat: auf das weite Gebiet der Streichungen und Verkürzungen. Da ist die Frage ti nqü^ov %ov eTteiTa %i d^vardriov xaTole^o) ge- rechtfertigt und die xaxa sind da so viele, so offenbar und handgreiflich, dass man sich billig wundem muss, dass dies nicht schon längst an der Hand von Bekker's Ausgabe, so viele Fehler sie auch enthalten mag, erkannt worden ist. Auch sei hier von vornherein bemerkt, dass wir das Fehlen kri- tischer Bemerkungen, die wir in V finden und in B vermissen, nicht auf seine Rechnung setzen wollen: wir begreifen und ver- zeihen ihm gern seine Abneigung gegen alles Gute, ohne — 22 — dabei der Ansicht zu huldigen, unser librarius habe die kri- tischen Scholien des Venet. A. geschrieben und da sich an dem Guten etwas übernommen. Wir werden daher hauptsächlich nur solche Bemerk- ungen heranziehen, die ganz in dem gewohnlichen Geiste dieser exegetischen Scholien gehalten sind und vor den Augen unseres Hbrarius keine Gnade gefanden haben. Und das ist sicher und unläugbar, dass wir es hier bei diesen aus dem Victorianus gewonnenen Bereicherungen nicht etwa mit den wertlosen Niederschlägen breiter byzantinischer Geschwätzig- keit zu tun haben, während die Scholien des Venet. B uns die ursprünglichere, kürzere xmd präcisere Passung bewahren, die dann etwa später erweitert und verbreitert worden wäre : eine solche Annahme ist schon desswegen ausgeschlossen, weil ja die Spuren seiner summarischen redactionellen Tätigkeit in vielen Scholien offenbar und handgreiflich vorliegen. Man betrachte nur die oben behandelten Seh. B 437 und F 136. Wenn sich nun also der Schreiber der Scholien des Venet. B, wie wir nun einmal annehmen müssen, da zu willkür- lichen Kürzungen seiner Vorlage entschloss, so werden wir auch bei allen denjenigen Scholien, die ausführlicher im V enthalten sind, nicht umhin können, dieselben Kürzungen zu constatiren, wenn er dabei auch manchmal glücklicher ge- wesen ist, als in den beiden angeführten Fällen. Dafür spricht ausserdem die eine hochwichtige Tatsache, die ich durch Ver- gleichung der Scholien mehrerer Bücher gewonnen habe , die Tatsache nämlich, dass die Kürzungen am allerhäufigsten am Schlüsse der Scholien stattgefunden haben, seltner in der Mitte,' am allerseltensten aber jim Anfang. Und was ist natürlicher als das ? Auslassungen und Verkürzungen am Anfang und in der Mitte tangiren ja zu oft die ganze Fas- sung des Scholions und wollte da der Schreiber seinen Lesern nicht den baaren Unsinn auftischen, so musste er oft mit seiner selbständigen redactionellen Tätigkeit und Aenderung — 23 — eintreten, wozu er eben nicht immer aufgelegt gewesen sein mag : aber dergleichen Beschneidungen und Kürzungen Hessen sich vortrefflich am Schlüsse anbringen, wo mit einem kühnen und glücklichen Schnitt ein gutes Stück lästiger und imbe- quemer Arbeit abgetan war. Es gibt wohl keine gröbere Verkennung dieser ureignen Specialität unseres librarius, als wenn Dindorf dasScholion jB477 also herausgiebt : k'veifiev: ovrcag al ^QiaTagxov. %6 (XTtXovv iariv el^ev. Ttäv de ^^cc o^vo^evov ev TJf avvd-iaei dvaßißd^ei tov tovov : — und dann in der Note bemerkt dvTCjg a\ !/iqLOTaq%ov om. Ja wohl ! So lesen wir in I4 V. : aber wir kennen unsem Mann besser : denn wenn die Worte in seiner Vorlage wirklich standen, so war es nur dem von ihm vielfach eingehaltenen Principe entsprechend, dieselben nicht mitzuteilen. Es mögen hier nun einige Scholien folgen, die im An- fang verkürzt erscheinen. ^ 248 devTBQOi ev vT^eaai noXvuXi^iai Xtnrja&e erläutert B durch folgendes Scholion : devregoi: eaxccroi ysi'vaicog de rov eavrov ovx olycTi^erai d^dvarov: — aber Qeal (jLtßeTO eqya'' (v 176). B : xat TiQoreQOv XLav dfiov ovra nXiov rjyQiwae . . . : — W 184: wg gpar' aTteiXilaag, tov d^ov xvveg dficpenevovro V: aTtecXi^aag: cvvt] d-wg iqf^lv wg t6 „ärtei- Xtjoav ydg ol aXXoc^^ (B. 665). did de zrjg dvacpiavriaecüg ed-e^Ttevae xov d'/,qoaTr[v • ^'dij ydq avvejtaaxe Ty %ov ''£x- xoqog alY,i(jc : — B: did T^g dvaq>wv7]aecüg aliil(je: — K 141 : Tlq>d'^ ovTco xaxd vrjag dvd azqaxdv oloc dXSa^e' V: TtQocpeQead'e (Glosse), Tai» ra de dvaxexa- lievrj rj qxovy xal wg axexlid^ovxa (sie), oxi d^OQvßovai xovg axqaxiwxag fjLOvoi oi ßaoilaig wnxog Jtequovxeg. didu ydq (jLTj XL vewxeqov iaxcv ev xqj axqaxi^ : — B : xavxa wg axexlid^wv oxi oxqaxi^ : — — 25 — Ä164: 2xhXi6g iaaiy yeQaci, od ixh tcovov ovrccrve Arjyeig V: iqäv en LTtisTi^ig q>iXo7toviag xat aQeTrjg. axixXiog .... neQiaaoregov : — B: axexXiog 6 a^ia dyavanTriaeiog .... Tteqiaaoreqov : — J 24: ^Hqrj ovx %a(Jfi az^d'og %ohiv^ aXha TtQogrjväa V: evi^eiag iart (ako *'H^i;, nicWH^g), ^^q>aaig de ioTL TTig diä tov OTOfiarog vrc€}ixeof.ievr]g oqyrjg: — B : ef-icpaoig eari Trjg OQyiig : — Von den um den Tod des Patroclus trauernden Rossen des Achilleus heisst es, dass sie ruhig standen, wie eine Grabstele, P 434 aiU' woTB ari^lrj fxevsc sfiitedovy ^V STtt zvixß(^ dviqog eotrjur] ze^rjorog t^t yvvaixog Das erläutert uns B mit folgenden Worten: äaze arrjXr]: TtXeov TL l'xei rj naQaßoX'q. ov ydq tijv ardaiv (iqvov arj(.iai- veiy dXXd xat rriv noioir^ca zt]v Eni t(^ -rcevd^ei, ngog ydq r^v xazTjcprj otdoiv ^ naqaßoXri : — Wie will man hier den Comparativ ttXsov verstehen? Man kann ihn zur Not durch das folgende ov (jlovov — dlld xai gerechtfertigt finden. Anders und entschieden besser ist aber das SchoKon in V: Tovg ^iv uiani^ag dqvoiv eqqL^oafjLavaiq ei^aasv (M 132). ivd^däe de l'/et rt nXeov ij Tvaqa ß oXri . . aiJLa de ozl Kai daeßeg yciveTv ozt^Xtjv: — Doch begegnen uns dergleichen Kürzungen, wie schon erwähnt, seltner am Anfang der Scholien: häufiger dagegen in der Mitte derselben. Die Reihe der hier zur Sprache kommenden Schollen möge eröffiien K 450. Dort sagt Diomedes mit unwider- stehlicher Logik zu Dolon unter anderm — 26 — f] xe i^ai vaieqov eiod'a d-oag im vrag lA%ai(üv Das erläutert uns B: eTtei ovyj ^EXXtjvixov to tov ixeTrjv dvaiQeiVf TtQOcpdaetg dvayuaiag TteQud^tjxev, a/^a de xat ccto- 7t ov T]v avtov ndXiv V7toatqlq)€iv elg rag vavg, a^ia de xal (jjg TtQoäorrjv dvaiqeX. vno ydq ixeivcjv fÄEfiiarjrai nqcirovj oig Tovg olxeiovg TtaQedwxev. Da versteht man doch zu- nächst wegen des varegov elad-a das avtöv von Dolon und das geht doch nicht leicht an: klarer und deutlicher und gewiss, auch ursprünglich ist die Fassung dieses Passus in V, wo auch ausserdem eine andere vorgebrachte Möglichkeit zurückgewiesen wird. Nach TteQie&TjTcev heisst es: dfia öe xai azoitov rjv ndXiv VTtoaTqecpBLV elg rag vavg ayovrag Jo'kcuva 'Aal delv ev ^iofi rfj oäq), (ätj 'Aal riveg dtd Xdcpvga eXd'OVTeg fidd-coai t6 ttuv naq^ avxov, dfia de xat nqo- doTTjv Ttaqidcoxev : — Am gewöhnlichsten fehlen so in B Citate, aber auch andere Bemerkungen, Es mögen hier zum Belege einige ähnliche Scholien folgen: die fehlenden Citate und Bemerk- ungen sind durchschossen gedruckt, wertlose und unbe- deutende Varianten werden nicht angegeben. Statt der lem- mata will ich hier lieber die einzelnen Verse vorsetzen. K 255 Tvdeidt] ^iv dßxe ^eveTtroXefiog @Qaavfii^Srjg V.: iva /AT] drtiovTeg ndXiv elg rag axvjvdg xqovorcQL- ßoiev, cprjal ä^ „ix ie fvXaxrrJQeg avv revxeaL^^ (/ 80). * OTiXiC^ei de avtov @QaavfÄridrjg wg vewoTl rov NioToqa ow- aavra : — Ä 436 : TOV de xaXXiorovg Irtftovg Xdov rjöe fieylarovg V. : (og q){XL7T7tog ' -Aivdvvevei yovv öl* tnnovg r) (og f^e- yiOTa xccQi^o^evog dvrl trfi Idiag ipvxrjg. (prjal yovv „dXX* ifie fiTJv äijaavtsg^K toaovrov de dniaxe tov Xaßelv Tovg — 27 — %7t/tovg, OTL xai rwv ev rq) arqatOTiedii) xaXXiarcov iTtTtcov rtQodoTTjg ylyveTaL : — V 24: ^H ^a xat ^'EKXoqa diov deixia fir^dero eqya V: dnBOixota öievid-ec eqya. zovto äi sori to enl üTOfia eKTeTvai rd acdf,ia xal IvvßqiZeiv tiT) ov% dvriXafÄßa- voixevij) „'KCüq)r]v ydq (Jtj yaiav^^ (ß 55) rj xovxo deixig to Tov (^ell^co Ttaqd ttj tov rjoGOvog eqqlcpd^at ay.r]v^ : — V 120: rag fxev BTtei/ta äia/tXi^aaopTeg Hxaioi V: äcäxonTOvzeg nqog rrjv av^fÄerqiav xal „T(p oi drcoTcXri^ag xeq)aXrjv^^ (x 440. Camuth Ariston.), to de öiankr^aoovteg (sie. leg. diaTrXiaaovzeg) noai dtaßdvteg: — W 243 : ycat Ta fiiv iv xqvöiri cpidXrj %al dinXaxL dr^f,uT} V: dyyeii^ Xeßrjroeiäel BY.7CEnXaTva^lvq) ävcoO-ev. cprjalv ovv y,df4,(pid^eT0v (pidXriv ajtvqov^^ (v 270). ^ijiwr^IJ dh tcl OOTCL TLaXvTCTu Ttqog TO XiTtaivofAEva ^arjTtra fxrj ttvai : — 'F 485 : ÖBvqo VW ri rqiTtodog TteqidcjfieO-ov iy^ Xißrjzog V: äevqo xat elg rovrov tov rönov „i^ devqco fjiev ETiovxo (F240) xat fyxcAfitar^xcüg „(Jct;^' ay' tcJj/" {ji 184). avoTaXxaov äi ivd^dde ro yvv did to /.liTqov : — V 568: Xsqot axiJTttqov ed-rjxe oicojtfjaai ir' exeXevaev V: axi\7trqov dexsvai äid xd fiiXXeiv örjfiTjyoqeiv „axrJTt-- xqov de o\ sfißaXe X^'?^ ijqcog Ileiarivcüq'^ {ß 37). 6 ii UvTiXoxog Ttqog fiovov MeviXaov diaXiysxai : — J 49: Xoißrjg re ytviarjg rc. ro ydq Xdxofiev yiqag ij/uclg V: xal avxoig ydq Sf^ieqi^ov ol d^vovxeg „nat "^Eqfx^ — 28 — MaiccioQ vleV^ (? 435). xaXdig de 7tQoavayiva:axeL vofAov dasßeiag. %va de fir] (Joxjf 6/r' oXiyoig ayäkkead-at^ q>T]at „ro YCCQ hixofÄ€v yiqag i^fisig^^ E 92: TtoXXa d' t/r' avrov eQya xaTi^^CTte '^ctV al^rjcjv V: dvrl tov äv^qiäTtojv „fÄivvd-et de re eqy'* dv- d-qtJTvwv^^ (JZ 392). eiKpavxiTciog de xal rd vTto veaviüv öl- nodofÄTjd-ivta Ttaqaavqeod^ai (prjaiv : — Bemerkungen fehlen in der Mitte: K 158: Xd^ Ttodt xcvTiaag üxqvvä te veixeae t' cxvttjv V: elycog avrov did rovg /ue^' iqfiiqav novovg ovk ala- d^aveod^ai. xaXcSg de ort ov /Äovoecdwg icdweg diVTtvi^ovtat, dvowTtrjTcxov de rd vito yeqovxog dviara- ad-at, dio xat Xd^ avrov dviarr^aiv, rrjv dnqövorioiav dvei- di^cov : — Ä515: Ovd^ dXaoaK07tii]v ßl^' dqyvqOTO^og ^InoXhov V: TCiog orx dXaog eari roaovTiov Tteifovev^ävtjv ; ov XeysL ort ecpvXaooe rd nqaoooixeva, dTcoxey.T^QVXto ydq VTto Jiog rolg &eo1g exarfi^j OTQaTsvfÄari ^araßorjO-elv dlX'* wg eldev eX&ovaav ^4d^rjvav Jtqog jJiOfifjdrjv xal avrog riX&e, TOOovTOv de avrov ^ lid-rjva TtQovXaß ev, oaov eq)x)-r] r^ J io iirjd ei rrjv dvaxioqrjOLV Ttaqaiveaaiy IdnoXXtav de xareX^civ ovdev eTtqa^ev dXV ?T€- qov iyeiqei. ßqadetjg de iveqyel dediwg Jia, fj de Ldd-rivd eicDx^vla evmXäv ri^ J il „ort vorjaet^^ (0 402) xai TtQoreQOv naqd nqogray iia rovrov xareX- d-ovaa elg rr^v (jLcixrjv Y.at vvv r<^ J LOfirjdet Ttaqiararai: — Für die letzteren Worte elcodvux — TtaQiararai ist wieder eine kürzere Redaction in B einge- treten : ^ de ^d^Tjva raxecog. eiwd^e ydq naqaßaiveiv rdg evroXdg Jiog : — — 29 — K 567: cpdtvr] iq>* irCTteirjf o&i neq ^lOfii^ieog Xtcttol V: avtov yaq t6 xaTOQd^ioiaa, nat vrjoicoTfjg oiv ov'K oldev %7t7tovq*Odvaaevg^ 6 de dciaiäalficjv ^Odva- aevg xa dg>ieQW[xiva Ty d^eij) Xafißavei : — Citat und Variante fehlen W 692 : wg S'^od'^ VTCO q)Qiyidg Bogicj dvaTtaHezai Ix^vg V: orav ägxofiivov nveiv dvs/ÄOv iTtiari^rjTai to ni- kayog, rote aJiXovtai ol Ix^'veg ävio xai naTO). nai €y,€i y,fA€Xalvav q>Qtx^ V7tai,v^ei^^ (O 126) ol di YQa- (povoiv „VTtai ^mfjg*^ ivagyeg di ro rrjg elxovog. dva- nrjd^ yaQ exdrsQog xai TtdXiv naracpäQerai : — V 767 jubeln die Acliäer dem Odysseus zu : vinrjg lefiivt^f fidXa di OTtevdovri liiXsvov V: TtQog t6 evvoiKOv tvjv ^ßJhqv(av. x^etctidfcxre^og yct^, 6 di nqog rtdvzag dnrjvrjg, xaXüg di TiQüaed-rfAB To fjfÄaXa de OTtevdovzi neXevov^^, xdlg ydq dfieXovaiv axo- nov Gvvaycjvi^ead^ai : — Man entbelirt niclit gern den Zusatz, den wir F 6 lesen: dvdqdai JIvyfÄaioiai q)6vov nat x^^a tfiqovaac V: xa/- ry ^eV^ti rijg laioqiag xpvxciyjoYei xai tov d-Qovv av^ei, TiQordXoig yaQ avxdg dXe^ovTai» q>'qot di avzdg ^E^avalog irrt oxrjfKx xav x^tcSv (sie) i^iovxag dXe^a- od'ai avvdg, xdg di ytaTaq)QOvovaag xov jUijxorg noXe^eiv Ttqog avxovg : — Beachtenswert ist auch F 148. Nachdem zuerst gesagt war 0« d^dfiq>t n^iafiov^ fährt der Dichter in anderer Weise fort: Ov'/.a,Xiycov xe xat I^vxt^vwq, 7tenwfjisv(a afiqxj) Dazu bemerkt B. : fiexaßcg int exeqov yivog nat rijv tttcS- üLV rjXXa^ev, ^Axxv^dv di x6 dnd alxiaxiKrlg elg evd-eiav fiexa- ßaivsiv : — aber da scheint mir ein Zusatz ausgefallen, den — 30 — wir in V lesen nach ijXXa^ev: alavvrov ydg ovroi^ dafür ist wohl zu schreiben ^lavrjtov yäq ovtoi. Allein hier bei den Kürzungen in der Mitte der Scholien ist der Schreiber noch ziemlich maassvoll verfahren : viel kräf- tigere Schnitte bemerken wir dagegen am Ende derselben und da erkennen wir vielfach wieder den Feind Alles Guten, wie wir ihn schon früher kennen gelernt. Das Material, welches man aus der Vergleichung von nur wenigen Rhapsodien gewinnt, ist so ungeheuer, dass man sich mit der Bewältig- ung desselben schwer tut. Ich beschränke mich daher nur auf Scholien in K und W y und diejenigen mögen voran- stehen, denen man sozusagen den Schnitt noch ansieht. K 378: ZcjyQeiT'* , avraQ iyav ifAS Xvaofiai. toxi yaq Ivdov V: ßaQßaqvKOv xo evd-vg Tteqi kavvov diaXeyeaß^ai Tcat iva (ig dyevovg avrov xaTaq>QvrjaavTeg firj Ttaqaviä g)OV€V'' awaiv avTov, dXXd (4 d& co a cv : — K 387: 7] Tiva avXTJaiüv vekicov xajaveß'vrjciTCJV V : iTtivrjdeg ivdoaifiov avt

iXa5eXq)iüg aTtoXoyelrai, ovo de iari di* wv yqdq^ei TTjV ^ad^u/^iav^ d^iXeia xai avoia, xat ev ^Odvöoeiq yjvrniog ij« xaXiq>Qü)v rje Ixar fied^let^^ (rf 371) — 33 — (ig za äoTcovv afjKXQtrj fia elg iyxwfiiov r^g ^rei- ^•aQxiciS neQiiar aTai : — K 138: i^ vTtvov dviyeiQe requiviog InnoTa NeartoQ V: ovdiv eri tcolbl ^yafiififwv , diX ^Tcetai avTq, TOVTO ärjXovvTog %ov noirjzov dg sv taig XQBiaig 6 dwarog (Aoy<^ om. V) ocpeiksL ndvta TtqaxTBLVy ovx 6 ßaaikevg tc al ^Oävaaevg „xotQavewv eTcenwXelzo^^ : das letztere ist ein Irrtum, der Schol. meint „cög oye noiQavicjv diene OTQaTov'' {B 207). K 206: eX&elv; ei zivd tcov drjttjv i'Xoi iaxccrowvta V: ^wyQi^ooi nqog x6 nv&eo&at td Ttaqd (sie) tc5>/ Ttolef^icjv. äid di tov „icxctrocovra^^ to duivdvvov VTcifprjve T'^g TtQa^etjg xal dvz iTtaqeßaXe xo ,jfxeya nev ol VTtovqdviov nXiog eXrj^^ (v 212): — K 415: ßovXdg ßovlevei &eiov Ttaqd orj^axi ^'Ikov V : aTQaTr]yixiog tov xonov toitov arceki^axo f^iaov ovxa TOV TtedloVf iva /uj} ot ^'EXKrpfeg dnoTv^elv ßovXo^evoi Xad-oiev avTov, jyfitj Xoxog elgeXd-rjOi tvoXlv Xawv djteov- Twv" (0 522). q)r]ot yovv „o« äi Ttaq^ ^'iXov arjfia fxioaov KaTt Ttediov^^ {^ 166) K 422: ov ydq aq>iv naläeg oxsädv e^aTat ovdi yvvalueg V: elg to davfiTiad-eg tüv ßaqßdqwv. evXoycjg de dno- xqiverai. rjqwTi^&r] ydq jyTtwg de a\ tcüv aXXcov Tqcjcov (pvXaycai Te xat evval^^ (v 408), ov fiovov neql Twv (pvXaaoovTiJv \ — 'F 33 : evo/devot TavvovTo did cpXoyog ^H(paiaToio ' V: ^vetv TO Tdg xqixag dTiOKaiecv „evae ftioTvXXev Te xat dficp^ 6ß eXola iv erceiqev^^ (^ 75) 8 — 34 — "F 79: dfiq>€xccv9 ovvyeqtj ijjteQ Xaxe yeivofXBvop tzbq V: xatiTtiev „€t^' afAfie xavot neql Ttdvrag oXed-Qog^^ avrl tov maxaTt lol: — W 90: €TQaq>i z'ivdvxeojg xat adv d^eQaTtovv^ ovoiirpfBV V: naXelad-ai iftoirjaev o eotiv eivai „aij TcaQaxoiTig nixXfjfiai^^ {J 60) cvtI tov eifjii: — W 304: TLvXoiyevieg de 6i InnoL wxvTtoöeg q)€QOv oQfia V : 'yQaq)eTai xal j^Ttahxtyeveeg^^. „of^q^o) ydq drifißovTai veoTTjTog^^ (v 445). to de WKVTtoäeg int veotrpcog c5g ro „evfieXirig ÜQiafAog^^ xat „nediqt dvd-efioevTi^^ (B 467) T^ 2xaiÄavdQi(p, W 566: ToTai di xat Mevihxog dviararo dvfjidv dx^vcuv V : ov did OficxQoXoylav eq)ieTaL tov ^ei^ovog ad-lov, dild qrvaei Ttdweg vixav d-iXo^ev. q)iX6Tifiog /xiv ovv iari Tteqt rijv vixrjVy ort de ov dvaegig, k'dei^e TtaQaxQtj/i^cc Sia- Xvadfievog. (Äe/Acperai de avvi^ djtazrjaavTL xat Tcaqd Ttiv r^QCüi'xrjv dTtXottjza navovqyiioavTi. xat läxtXXevg ,,€x ydq (Jij fi^dTtarrjae xat ijXiTe^^ (/ 375) ^ 635 : - !dyxaXov di TtdXrj JJXevQiüviov, og fioi dviatrj V : Ttagd t6 „dyxdg dXXi^Xiov Xaßexrp>^^ (711). fieydXag ydg elxe X^^ßoff. l'oiog de xat uaqd rag TtXevQog IIXevQcivcog, Locog de dno Ttjg d-iag dvaardg rjycJviaaTO röv xriQvxog ßo- TiaavTog xat ev ^Odvaaei(f „fiij rig tol dfieivtov aXXog cvaav^^^ (a 333) : — r^\ — 35 "F 885: xäd de keßrift* OTtvQOv ßoog a^iov avd'BfioevTa V: dv&efÄoriaiov ij noixikov avrt (sie) Tc3y ivretoqev' liivvDv dvd-üv aneq nat avd^efia nalovacv. aal Tlivdaqog (Ol 2. 271) „Sv^fijua de xqvoov'': — Den Schluss derartiger Scholien möge machen das merk- würdige SchoKon, das wir in V zu Ä 247 lesen: Totnov y*ea7tofÄ€voio xat ix TtvQog aid'Of^ivoio afxqxo voazT^aaifAev y : TtQog TO q>iXdXk7]lov ovx el^te vooTrjaaLfiL xat VTto- (falvec wg ei ixilov etkero, aitiog av. &avatov dfiq>OTiQOig xad-eOTi^xei xat eoixev tY.eiv to d-eloio „fiovovg yccg d-sovg ovn dvallaxei ro rcvq^^ (?) Ausserdem sind auch sonstige Mitteüungen, die auf gute Quellen zurückgehen, ausgefallen. Ä 85 : q)&€Yy€0 fxtjd* dxiwv irt^ efjC eQxeo» TiTtre de ae XQed ; V: TaQucoofievog q>r]acv. eine Jt' tjv alxlav Ttqog pie riXd-eg. af^a de nai die z^g q)cov^g d-eXec f^ad-elv, fxrj ex&qog eHrj' ovito) yaQ elxov owd-rifiara. rj Vaiog VTtovoel iiri QQaavfirjdi^g ea%l rijy xa^iv exkeXoLTtaig q)vXdxo)v : — das ist wohl in B zusammen- gezogen exrcXr^TTevaL ydg inovoüv rijy rmv TtoXe^ioiv eq>odov ? Ä 510 : firj xat 7teq)oßr]fiavog eld-fig, fiT^ jtov Tig xat TQükxg eyelQrjaiv l^eog aXXog V: ov fÄOvov did tov ,,7teq)oßrj/Äivog^^y dXXd xai did xov „d-eog^^ ixdeiiiaTdi. x6 de ,,aXXog^^ eail^avep otl xat ovtj] d-eog iariv. r^drj di xat TtagoifÄiiudeg yeyove „^>; reg xat Tqwag eyeiQr]^^ : — 3* — 36 — y 100 : ovd^ kXaße. xpvxij de xara %d'Ovog ^t/iB xoTtvog V: diä To kenrov xai Ttvevfiarwdeg. rl TtQog ri^v xivtiaiv. ZcitXog di q>f]aiv ort dXX^ 6 xaTtvog avio Man vergleiche noch die SchoKen K 149, 394, V 271, 730 bei Dindorf mit denen von Bekker. Begründungen, eingehendere Erklärungen etc. fehlen sehr häufig : K 140: hi d^^Xd-e TiXiairjg xal ag)eag Ttqog fiv^ov eemev V: SvawTteiTaL yoQ Niotoqog xaXovvrog. ov deiXog de oTi ivtog T^g aycTjv^g Tcad^evdei. ov yaq Ttqog aaq)dXeiav ai anTjvai, dXXa Tcqog OKiTtTjv avrolg TtenoirivzaL, 6 yovv l^yafiifivtjv elg rijy Gxrjvrjv eigaqxBTai Nearo- qog (?) ovdev ixvqov exovaav nqog eq)odov noXe- ßiliov : — K 192: ovTit) vvvj fplXcL reuva, g)vXaaaere, ^rjde tiv^ vrcvog aiqetTCJ V : Tex^ixdig did xov TtaqayyeTXai avtolg Sfiolcjg qwXdr- reiv in'jßveae tb a/ia xal nqogera^ev dvB7tiq>96vo}g, ev de xal TO y,q>iXa Tf'xya". Tqi ydq avyyevixt^ ovofian zrjv an 6 rot v/tvov vevixrpiev iqdovriv. xov de Tcaidog ovä^ oXtog ifivtjfiovevaev : — Ä 233 : Tolai de xal (jLeteeinev ava^ dvdqäv Idya^ifjivixtv V: Ttavra Niazwq dKiixrjoe xataTtXrfx&ivrog xov ßaai" Xt(og. dtOTtov de f^v t6 acpwvov avxov fAelvai. vvv ovv r<^'5 l^dqaei Twv dqiazitov üoTieq dvaai(Sv : — V 30: TtoXXot fiiv ßoeg aQyoi dgex^^eov auqü aidri^ Ausser den von B gegebenen Erklärungen lesen wir noch in V : ?/ otqyüg^ o eazi Taxi(og wg „raxeeg d^lTtTtrjeg ayeqd-ev^^ (287) viveg öi dqyol avvex^lgy raxelg^ ädidXeiTCtoi rj dqyi^ aidi^Qq) rtp TtoXiif : — ^ 139 : aiipa de oi ytevoeixia vr^ecyp vXrjv V : TijV aQeOKO/Äivrjv l^xiXXei f] rriv TtQenovaav tj nvQ^. cprjat yovv ,yfcaqd re axelv wg iTtieixeg^^ (50). /ustcv^- vextav de OTtd räv ^civTwv, xvglwg ydq av etTtoi Tig fievoemeg ro t^ re fxivet dqeorov xat xara- &vfiiov : — — 38 — W 301:. livxih>xog de zitaqtög ivtQixccg (OTtXlaa^^ trCTiovg V : ov (jLCLtrpf lircikoxog dytovi^erai. IfCTiiTcov yaq ioTi TiaTQog xai nagi^ei acpoQfirjv z^ rcaxql VTCO&rjuag aiz^ fjvLoxBiag Ttaqadovvai. &XX(ag ze nat djtoyovog iaziv iTtTtiov d-eoi Iloaeidcjvog : — W 336 : jyx' ^tt' (XQiözeQa zouv, ardg zov de^iov %7tnov V: i^Q^fia nXidijvat. nqog z6 fi'qze ozQd}pai (sie) zov diiod-rlvai zov diq>qov xal Tvegi- ÖQafielv, 6 di dqiozeqog axoXoclzeQOv ävvei: — V 537: diX' aye (5ij ol dwfiev di^-liov, (og STtieixeg V : diödaxei zovg naqd zr^v d^iav dzvxovvzag iXeelv xai lirj Z'^g dQBT'^g iav vitsqreQeiv zrjv zvxfjv (dUrjvY). aXXaig ze Tcai OeaaaXog 6 EvfirjXog : — V 599: Xr/tov dXäi^OKOvzog, oze q)qiooovaiv aQOvqai V : oz€ zeleiovvzai ol azdxveg : zoze ydq q>avtQd ylvezat ij dQÖaog, ovx^ St« eiat zaneivoL ii dvoQ&ovvzai 1^ Tcivovvzai, k'azL de xai Ttqog TtoXefiiovg jtq^og MeveXaog: — W 612 : ^H ^a, xai udvzikoxoio Norj^ovi dwxev ezaiqif) V: ovofjia {yuvqiov o. V) o xai iv ^Oövaaei(f (ß 386) ffviog Ogovioio Noi^fiCJv^^, del de zovovzov elvat ^v- ziXoxov ezaiqov : — W 720 : ovt' ^tag ävvazoj xqazeqri S*exev ?g ^Oövafog V : ij /lercf zixvrjg, zovzip ydq ivixa, tazi de TtaXatazi^g, — 39 — cl'yc xat xov Oikofir^keldrjv xareTtdlaiaev {d S42): — dafür hat B kati di nahxiat'qg e/tiari^fMov, Man vergleiche noch die SchoKen bei D. V 353, 649, 666, 736 mit den SchoKen bei Bekker. Diese Beobachtung hat sich mir durch alle Bücher liindurch bestätigt und ich könnte das hier Gebotene noch um Reichliches vermehren. Leicht kann sich davon ein Jeder überzeugen an der Hand von Bekkers Ausgabe, wo die Zusätze aus V vielfach angegeben sind. Doch ist hiebei zu bemerken, dass nicht selten für die Sigla V bei Bekker fälschlich A steht. Auch sieht man daselbst nicht selten Scholien mit der Sigla BLV versehen, die nur einzelne Teile mit einander gemein haben, wo also die Zusätze aus V nicht eigens kenntlich gemacht sind. Aber das Hauptübel, woran diese Scholien des Venetus B leiden, ist nicht etwa mangelhafte und ungeschickte Re- daction, willkürlich^ und unverständige Kürzung, so sehr dieselben auch dadurch verschlechtert wurden: am gröbsten wurde denselben von unserm librarius mitgespielt durch ein anderes Verfahren, das ein würdiges Seitenstück bildet zu den oben dargelegten Principien dieses Schreibers : es ist das heillose Verfahren der Cont amination. „Verkürzen und Zusammenziehen** sind die Losungs- worte dieses gedankenlosen und handwerksmässig arbeitenden Gesellen gewesen: und er hat damit gearbeitet und Pracht- stücke in die Welt gesetzt, die noch bis auf den heutigen Tag in unsem Scholienausgaben glänzen — ja bis auf den heutigen Tag, obwohl der Schreiber nur zu deutliche Spuren seines unsauberen Verfahren« zurückgelassen und Irrtümer begangen hat, die gross und mächtig sind „wie der, der sie gezeugt.** In der Recension von D.'s Scholia Vol. HI u. IV (Jahrb. 1878 p. 536) bin ich der De scholiis Victorianis Homericis — 40 — nur constatirten Tatsache etwas näher getreten, und eine eingehende Beschäftigung mit dieser für die richtige Gestalt- ung und Herausgabe dieser Scholien so wichtigen und ein- schneidenden Frage hat mich voUständig belehrt und über- zeugt, dass eine neue Ausgabe nur gewinnt, wenn sie jenen Codex erst in zweiter Linie heranzieht; denn es lässt sich mit den triftigsten Gründen erweisen, dass wir, wenn heute im Venet. B ein einziges grösseres Scholion steht, wo der Vict. 2 oder mehrere durch Lemmata geschiedene Scholien bietet, in den Scholien der letzteren Handschrift die ur- sprüngliche und älteste Gestalt derselben erblicken müssen. Denn es ist nicht anders: der Schreiber der Scholien des Venet. B — oder ein anderer vor ihm — hat, um nicht immer neue litterae numerales über die Worte des Textes und an den Anfang der Scholien setzen zu müssen, der Bequemlichkeit wegen 2 oder mehrere Scholien in ein einziges zusammengezogen. Anders wüsste ich mir diese Tat- sache nicht zu erklären ! Mit dieser Contamination allein war ihm natürlich noch lange nicht gedient : treu dem früher gezeichneten Verfahren hat er viele ihm vorliegende Scholien, an denen er diese seine Hauptoperation vollziehen wollte, sich zuerst zurecht präparirt durch kräftige und kühne, am Anfang, in der Mitte, insbesondere aber am Ende ange- brachte Schnitte, ganz so, wie wir es eben dargelegt haben. Dass durch diese grossen und kleinen Operationen diese Scholien nichts gewonnen haben, ist vollständig klar. Nun sind freilich noch andere Annahmen über diesen Punkt denkbar und zulässig , so dass man vermuten könnte : nicht die Scholien des Vict., sondern die des Venet. B repräsen- tiren die älteste und ursprünglichste Gestalt dieser Scholien. Z. B. Es war ursprünglich ein zusammenhängend ge- schriebener, mit de vermittelter Commentar : diesen schrieb nachher ein anderer — vielleicht ein byzantinischer Ge" — 41 — lehrter — in einer andern Redactionfjform so ab, dass er die einzelnen Erklärungen sonderte und sie mit eigenen lemmata versah. Oder: was schon viel wahrscheinlicher klingt: dieser ursprünglich zusammenhängende mit äi vermittelte Commen- tar ward zunächst hinübergeschrieben mit Auflösung der ver- bindenden Partikeln an ein Exemplar des homerischen Textes — an den obem, mittleren, unteren Rand — über die Zeüen etc.: diejenige Redaction tmserer Scholien nun, welche noch am meisten an den mit de oder anderen Partikeln verbundenen Commentar sich anschliesst, repräsentirt also die älteste Ge- stalt derselben. Ich muss gestehen : auf diesem Wege kämen wir direct zu dem librarius des Venet. B: Aber wir wollen ihn uns so fem als möglich halten: denn kein Gedanke im Entferntesten daran, dass' wir hier in diesem un- seligen Wirrwarr vieler grösserer Scholien die älteste Quelle des ursprünglich verbundenen Commentares vor uns haben : die Beweise vom Gegenteil sind ja zu offenbar und sprechend : die ursprünglich getrennten Scholien wurden vielmehr von unserm librarius zu einem oft geradezu unverdaulichen Con- glomerat in unverantwortlicher Weise zusammengeschweisst. , Facta loquuntur.* Man betrachte einmal folgende Fälle. r 201 sagt Helena von Odysseus: og TQdq>f] iv dr^fjKp-^Id'd'Krig nQavafjg neq eovarjg Dies erläutert nun B unter anderm mit folgenden Worten : ijdsi de Tovrovg c5g ^eviad-ivrag Ttag* ovtj, o did to yr^og- Tioqeg eTtt fiovov ^Idof^evewg earjfiavev. ote ydq ix Tevidov eTtQEoßsvaavTO ol Tragt Mevelaov, rote 14vti^vcoq 6 ^iT^etaovog vTteöe^aro avrovg Kai doXocpovela&ac fieXlovvag eacoaev. o&ev liexd T'^v Tfjg Tqoiag aXioaiv Idyaiie^vwv eniXevaev q)€iaa- ad-ai Tcov olxeiwv IdtvTT^OQog, TtaQÖdXewg dogav e^aifjag nqo Täv OLTLiav avTov : — Wenn das Jemand verstehen könnte ! In den Worten ^det äe tovtovg dg ^eviad^evrag rcaq' avty — 42 — • — iar]iittvep will der Scholiast sagen: Helene kannte dess- w^en den Odysseus , wie den Idomeneus , von welchem sie V 232 sagt : TtoXXdytL fiiv ^eiviaaev dqrfCq)ih)g MeviXaog ol'xf^ iv '^fieriQip, otiotb KQ^Ttjd-ev Ilxolto. Von einer Bewirtung beider in Troja kann also gar keine Rede sein! Was haben nun die ersten. Worte da zu tun mit dem Folgenden ore yaq ex Tevidov — olxwy avTOv : — ? doch wohl gar nichts ! Sie beziehen sich ja, wie Jeder sieht, auf etwas ganz anderes: nämlich auf die Worte des Antenor V 205: ridt) yccQ xal devQO Ttox" xiXvd^t diog ^Odvaaeug aev Jrfix' ayyellrjg avv aQrjicpiiÄif Mev€Xd(i> Da haben sie Sinn ! Doch wie kommt unser Ritter dazu ein solches monstrum von einem Scholion zu produciren ! Ich dächte, das ist einfach und natürlich. Hatte er nämlich mehrere Scholien flir seine traurige Operation ausersehen und durchgemustert, da wurde ihm, wie er denn ein Schlau- kopf war, sofort klar, daas er z. B. hier von sich aus keine verbindende Partikel, kein de oder xai etc. einzusetzen brauchte: das zweite Scholion lautete ja mit ydq an und spricht von ^evi^eiv wie das erste und da hat er beide fried- « lieh nebeneinander gestellt! Bekker hatte da£i schon richtig erkannt und daher die Scholien nach V gegeben : a) nQavarjg neq iovatjg: xai XvTtQa ydf %o)qia TtigwTtev aqicxovg avdqag iiiq)€Qeiv. jßdei de tov- Tovg C(5g ^evia&evTag Traq^ ccvrfj, o did ro Tcqog'KO- qeg int fiovov ^Idoiieviiag eo'qftavev „TtoXXdxi fiLv ^eiviaaev^^ (232) b) ¥^07] ydq nai äevQO (205) : oze ydq avTOv : — — 43 — In einem prächtigen Gleiclinisse schildert uns der Dichter J 422 ff. das Anrücken der Danaer : wg tot' iTraaavTBQai Javaoiv -klvvvto ^layyeg. Da bemerkt nun B zu dem Gleichnisse: ov ngog tov tjXOVj aXla rr^v STtdXki^Xov tüv q)aX(iyyi()v (pOQdv noQBvovzai yccQ jiOiyij äeidioveg arjfidvto^ag^^ (431). Ziqivqov yäq naqihxßev av(od'ev iftiuvkiovra rd KVfiaTa, iqe^aiuig re aq^^ai y^eTtL" relvezai de vareqov, dio xat ro vtco xivr^aavrog, xat ovT(x)g xard fjiiqog av^ei rd rov TtoHfxov, TtQoawipoi de xat vvv To Jiofii^dovg TtqogcoTtov : — Wie kommt, so frage ich, Dio- medes zu der Ehre, in diesem Gleichnisse verherrlicht zu sein ? Nun sehr einfach , durch die Dimmiheit unseres Schreibers ! Bei der vorgenommenen Durchmusterung der ihm verfallenen Scholien begegnete nämlich seinen Augen ein grosseres und ein kleineres : er seufzt über die Arbeit : beginnt aber mit dem harten Stück derselben zuerst : atmet nach dessen Beendigung hoch auf und setzt dann ,,den Pferdekopf** daran. Ich habe nämlich sehr häufig beobachtet, obwohl es bei diesen Schreiberlaunen auch Fälle vom Gegen- teil gibt, dass er gern bei seiner Contamination mit dem grösseren Scholion beginnt, dem er dann das kleinere an- hängt. Hier ist es unzweifelhaft so V : a) raXaaiq>QOvd 7t eq: Tcgogawipöl (sie) ro jtQog' (OTtov JiOfjLridovg : — (421) b) (ag rf'oir' iv aiyiaX^: ov Ttqog tov rffpv . . . . TtoXefiov : — Hätte man früher nur eine Ahnung davon gehabt, wie die meisten grösseren Scholien des Venet. B entstanden sind, man hätte kaum den in ihnen oft breit daliegenden Unsinn zum Abdrucke gebracht. Davon noch einige Beispiele : Helena sagt F 180: dariQ atr' fijtiog saxe KvviOTtidog, ei Ttoz* erjv ye _ u - B lasst sich nun darüber in folgender geistreicher Weise vernehmen: if^og eane xvvciTtidog: n^g ti}v arjf^aauxv VTtrivzrflB Tov xvvdTtiäag xal t6 ifzog. dai^Q yaq ifiov rrjg xwcjTtidog. T] ovtwg et tcox* erp^ ßi"Og eijv. tovtov de TO dTjXvTcov ov ddei^af dXKct yaXiog, Sid di rov daiqog Xtkrj- d-ortag tov avdqa oXoqwQezai : — Das ist nun wieder voll- ständig sinnlos ! denn was hat das ri ovitog ei rcort' %rj[» dai^Q, i^og erjv mit der vorausgehenden Erklänmg des Genit. -KvvtaTtidog zu tun? Wie kann man da von einem rj ovrcjg reden? Sed vide »quid distent aera lupinis*. V bietet: a) da'^q ifidg nvvtiTtidog: Ttqog rrjv arjfiaaiav VTtr^vTtjae, to ydq dariq ifzog drjXöi ro da^q ifiov TTJg xwdftidog, Tovtov de t6 dTjXvxov TOV avdqa oXoqwqerai : — b) fil'TTor' srjv ye: ii Ttove r^v dai^q, ifiog riv darfi. Aus diesen beiden Scholien ist das eine in B in höchst ungeschickter Weise contaminirt worden. Dass der Sinn oder vielmehr der Unsinn, der durch eine oft so geistlose Gontamination entsteht, unsem Schreiber nicht im mindesten genirt, davon noch ein Beispiel. Helena fühlt Sehnsucht F 140 : dväqog re Ttqoreqoio nat aateog rfie Tox^wy. Zu diesen Worten lesen wir in V das eine kurze Scholion dvdqog Jtqoveqoio: ayvoel ttjv Orjoicog dqTtayi^v OTtcog (lege : 6 Ttocrjti^g). int dvo yovv Ttqoreqoio qrrjat : — Ein ähnliches Scholion, wohl aus dem Werke des Aristonicus stammend, lag auch B vor: er schreibt: ayvoel rrjv Orjaetag aqnayriv 6 TtOir^xrjg, i^ (»^ ist zu streichen) to nqoreqoio eTtl fjLOv&v MeveXdov red-emev^ (og elvai devreqov ^Xe^avdqov : — Man ist ordentlich froh, einmal Etwas Gutes bei ihm zu lesen, aber was thut er, der Unglücksmensch ? nachi^Af^ay- dqov fahrt er allen Ernstes fort : eTtai nqäxov ftiv VTto — 45 — l4%üJiA(aq iv ovelQq) ow avrdg ov fiifjivr]Tai : — ! ! ! K 257 heisst es von Thrasymedes , der den Tydiden zum Auszug rüstet: df^q)i de ol xvvhjv xB(paXfjg>iv edirpuBv TovQeirjVy aq>al6v tb xai äiXoqtovy ijre xctvaiTvi i^iuXrjxaiy ^etai de xdgi] d-akeqtüv ai^rjciv. Worauf mag sich aber das Scholion beziehen, das wir in B lesen? Dindorf setzte das lemma ^verai de xaqv} vor: deinwaiv ori TtQog fiovrjv aximjv, ov TtQog noof^ov Tte- TtoiTjrai, wate rg /ley ifi7th>x'^ tcüv Ifidvrwv dvadidXvrov elvai To TiQavogy T?]y de e^(x)d-€v e7tiq)aveictv ansTtead'ai fiecä Twy odovTwv TTvxvcUg eqeiod-evcwv : — Wer könnte je, wenn er die Sache ernstlich nimmt, diesem Scholion einen Sinn abgewinnen ? Es ist unmöglich : die Worte beziehen sich eben auf verschiedene Verse und im V sind sie wieder ganz richtig geschieden : a) ^verai de xagr] (259): ort nqog iiovrjv aninr^v 7iejtoLr[catj ov Ttqog xoa^ov, (faXog de eati fiiTtQog Ofiqxxlog, ov devcai 6 X6q)og : — b) ^ivov TtoiriTi^Vy TtoXiaiv d^evroa&ev i^fi- aiv (262) : wäre t jf ifirrXox'g xiHv Ifidvtcjv dvadid- XvTov fielvaL %6 v.qdvog^ xiv de e^iad-ev i7tiq)dveuxv axi7tea&ai xard (sie) rtiv odovrtav TCVTivcüg egei" a&ivTCJv : — Da ist Alles klar und verständlich. E 407 lesen wir : ovTi fidX* ov drjvaiogj og dd-ccvdtoiai ^dxrjxat B bemerkt: ^crA' ov dr/vaiog: ov (idhx drjvaiog xal xQOviog, elg evaißeiav de rjfAag did tovtwv TtaQaxaKel : — das ist so kurz und sieht so unschuldig aus und doch ist es contaminirt. Man sehe V : — 46 — a) om fiaX^ ov drivaiog: ov fidla drjvaiog, eis evaißeiav ^f^Sg diä rovtcav TtaQaxcdei: — b) ov drjva Log: noXvxQoviog: — Das ist sicher da£i erste und ursprünglichste, a gibt die Erklärung von der Stellung des ftaX" ov für ov fidk\ woran sich noch eine andere Bemerkung angeschlossen, b ist eine Glosse, die mit dem ursprünglichen Scholion nichts zu tun hat. In B sehen wir nun Glosse und Scholion zu einem Ganzen friedlich vereinigt. Ich denke daÄ ist ein hochwich- tiger Gesichtspunkt für die Betrachtung, wie die ursprüng- liche Gestalt dieser Scholien zuerst verändert wurde. Ich möchte nun zur Besprechung eines Scholions über- gehen, das wie kaum ein zweites die Kritik herausfordert und das in mir schon früher den Gedanken an eine Conta- mination wach rief. Es mögen zuerst die Scholien folgen, wie sie im V stehen. N 367 ff. ist von Othryoneus die Rede. V hat da folgende Scholien : a) r^ (J'6 yiQO)v Tlqiafiog (367): q^ovevcov avrov diddaTcec firj rd vneq dvvafxiv eTtayyeiXBö&ai firjre firjv Toig Toiavraig TtcaveveLv V7ioa%eaeoiv : — Nun das ist vollständig klar : diese Scholiasten spüren ja bei dem Dichter immer moralischen und didactischen Ten- denzen nach , eine solche nahmen sie auch hier wieder an : zu diddaxei ist also Subject 6 TcoirjZT^g und g)ovevü)v heisst ^ indem er ihn tötet d. h. töten, sterben lässt** gerade wie wir E 635 vom Dichter gesagt im Seh. lesen : äio xai TXrjTroXeiiov dvaiqei. Der Scholiast meint, man solle nicht das Vermögen übersteigende Versprechungen geben , wie Othryoneus , noch solchen prahlerischen Versprechungen glauben, wie dies Priamus tut. Also kann das Scholion ganz gut bei diesem Verse stehen. — 47 — b) 6 ö^iTtev^aro gxüvrjaiv %b (v 373): tlvb^ de xeQTOfiewv €7tog rjvda, ov yäq Tiavxriftctviav aiQei Xoyov, dXXd oaQxaa^ov dvanXectiv : — Das hat seinen ganz guten Sinn und wird Kenner dieser Scholien kaum befremden , da wir ja Varianten zu den eine Rede einleitenden Worten genug haben; femer ist auch der Charakter der folgenden Rede mit aaQxaafiov avanXBiag voll- ständig richtig getroJBfen. c) cu ^OS-qvovevi rj dno avrofiohav Iq ertl rqf enay- y^Xfiari TtecprjjiiaTai railg fiev e/r' eXTtidi vUrjg, Tolg 5' "EHrjaiv ijt^ dßeXrrjQiav : — Dieses Scholion ist corrupt, aber wenn man die Worte auch nicht sicher emendiren kann, so ist doch der Sinn von dem, was ursprünglich hier stand, unschwer zu erraten. Das lemma zeigt uns den Namen ^OS'Qvovev und nun war wohl bemerkt, Idomeneus konnte den Namen wie das Versprechen des Othryoneus entweder von Ueberläufem gehört haben oder die Sache war überhaupt öjBfentlich bekannt gemacht worden, um die Troer mit der HofiBiung auf den Sieg zu heben, die Griechen einzuschüchtern. Was nun das erstere anbelangt , so bemerkt Aristonicus zu S 45 i^dytovOTa de iylvero TtaQa tolg noXefiloig wg nat rd neqi tov ^OO'Qvovea und zu K 447 elxog di rivcov yivcoaxeod'ai xd ovofjiaTa, (og av öe^ahovg yeyovorog xQ^^^^ . . . : — vgl. Arist. zu Y 389, so geht also die Bemerkung in V teilweise auf eine ganz gute Quelle zurück. d) alvi^o^ai : i^ eTtaivü nagd tov alvov ij (poßov- fxat Tiaqd t6 deivov (sie) r/ dirjyrjalv oe noii^aofxai naqd to cuvov „alvog ftev toi dfxvfxmv^^ (^ 508) Tiveg di alvl^Ofiat: — Dieses Scholion bedarf wohl keiner Erklärung. — 48 — Statt dieser 4 Schollen bietet nun B zu iV^ 374 ein einziges mit folgendem Wortlaut : r[ inl räv avro(i6hav rj im 7tavx(av alxf^ahitiüv ij iTvt rcHv en iXTcldi eTtayyeXfÄatütv ai ävaqxo- vrjoeis xatTOvraL, o\ fiiv ovv TgiSeg avrov skTridi vUrig d'avfid^ovai xat avaiQOVfiivov q)oßovvxai, 6i de ^'EXkrjveg STti dßektrjqi(f €7tLg)Cüvovaiv \ q)ovev(ov de avtov 6 ^Idofxevevg di- daaycei firj xd vtveq dvvafiiv irtayymead-at ii'^tb ^tjv tolq Toiavraig TCiareveiv VTtoaxeaBaiv \ ov xavx^f^ctriav de TtqO" (piqei Xoyovy a}Xd oaQxaauov dvccTtlecov \ Xiyei ydq alvi- to(iat ijroi ertaivü naqd xov alvov rj (paßov^ai TtaQa ro alvov : — Ist liier auch nur ein einziger vernünftiger Gedanke ? ! Meinetwegen der Scholiastengedanken : ol fiiv ovv Tgoieg avTOv eXniöi viiir]g ^av^aC^ovOi ycai dvaiQOVfiivov cpoßovvrac: denn ol de "EkXrjveg enl dßelTtjQiif iTtiqxavovaiv ist schon wieder unrichtig oder ungenau! Doch folgen wir lieber unserm Dunkelmann in's Einzelne : es ist eine lohnende Aufgabe : wir ahnen also zunächst, dass unserm Schreiber 4 ähnlich oder gleichlautende Scholien, wie wir sie aus dem V mit- geteilt, vorlagen: Nun, was hat er damit angefangen? Er hat sie zu einem wunderschönen Ganzen verbunden. Doch wie? Zunächst hat er mit dem Scholion begonnen, welches er zu dem v 374 gelesen : ^OO'Qvovev^ Tceql örj ae ßqoxüv aiviCo^'* äjtavxcov Nun wir konnten aus den Worten des unter c mitge- teilten Scholions doch wenigstens annähernd einen Sinn eruiren : aber wer deutet uns dieses Orakel : „»/ ini xüv avxofioXcov 11] enl ndvxcjv alxfiaXcjxwv ai dvaq)covriaeig xdxxovxai ; ? doch mag vielleicht schon seine Vorlage corrupt gewesen sein und wir wollen ihm daraus keinen Vorwurf machen. Aber warum hat er nun gerade mit diesem Vers angefangen ? Weil er ein Schlaukopf war ! Er sah ja, dass von den Scholien, an denen er seine beliebte — 49 — Operation vollziehen wollte, 2 sich auf den Vers 374 be- zogen, also hat er praktisch in seiner Art gerade damit an- gefangen : das war natürlich das Ttquivov ifßevdos l Hatte er also mit der Rede des Idomeneus begonnen, so musste notwendig das unter a mitgeteilte Scholion, das nun zunächst unterzubringen war, in einen falschen Zusammenhang und in eine falsche Stellung kommen und das war die Veranlassung, warum der Schreiber den Namen ^[dojispevg einsetzte und fort- &hr: g)ov€vcov da avrov 6 ^Idofievevg diddaxet. Aber damit ist nun gerade dem Geiste dieser exegetischen Scholien, soweit man da von Geist reden kann, auf die gröblichste Weise ins Gesicht geschlagen : denn es ist doch eine der trostlosesten Wahrnehmungen, die man bei diesen f(ir Poesie so wenig emp&nglichQU SchoUasten macht, dass sie überall in die ein- fachen, natürlichen Worte des Dichters die lacherlichsten didactischen Tendenzen hineintragen: darum ist nur einzig richtig, was in V steht oder zu ergänzen ist ^'OfitjQog oder jroifjtrjg. Mit dem Einsetzen des Namens ^Idofuisvevg war aber für den Schreiber viel gewonnen : denn passend oder unpassend musste er ihm die beiden folgenden Scholien b und d zu- sammenhalten : ov 7iQoq^€Q€i Xoyov — Xeyei yag. Wir müssten xmsem Variantenfeind von früher her wenig kennen, wenn wir nicht im Voraus bestimmen könnten, wie er mit den unter b mitgeteilten Scholien umgeht: das Grundprincip heisst Streichen! Er lässt also die Variante weg und fahrt dann fort Xeyei yaq alvl^Ofiai r/noi hcaivü .... Ttaqä t6 alvov : — Aber es ist geradezu lächerlich, uns zuzumuten, den Sarkasmus der nun folgenden ganz vortrefflichen Rede nur einzig und allein in dem alvl^ofiai zu suchen. Auf die allerungeschickteste Weise hat unser Ritter die unter d gegebene Erklärung von alvi^OfxaL, die mit dem Voraus- gehenden gar nichts zu tun hat \m^ nur für sich besteht, natürlich wieder mit den nötigen Kürzungen angeflickt. — so- wie nun zunächst durch diese bequeme und geistlose Gontamination dieses dunklen Schreibers eine ganze Reihe von Scholien vollständig unklar und unverständlich geworden ist, so wurde dadurch wieder in andern die ursprüngliche Beziehung und Bedeutung derselben total verändert und ver- kehrt, was ja ganz natürlich war, sobald dieselben einmal aus ihrer richtigen Stellimg verrückt mit Scholien verbunden worden, mit denen sie gar nichts zu tun haben. Sehen wir uns daher einmal einige an : J 228 ist von den Rossen des Agamemnon die Rede : EvQVfiidwv, viog nTol€f,iaiov TleiqaCöao' Das erläutert uns B in einem Scholion : JleiQaiog IleiQaidrjg, TleiQdidrjg 'Kara didoTaaiv. dvanaveL de avröig rrjv dvvaixiv elg Tfjv liiiXovaav Tafiievofievog fddxtjv : — Unter dem avzoig kann man natürlich nur die Rosse des Agamemnon verstehen und das klingt doch sonderbar genug. Wenn wir nun im Folgenden lesen 229, 230 : r^ liahx TtolX inereXle Ttaqiaxifxev, OTtTtore xev (ziv yvia hxßjj xa/iarog, TtoMag did TLOiqaveovra so sieht man deutlich, dass dem ursprünglichen Stholion eine andere Beziehung gegeben wurde, dass das, was von Aga- memnon gesagt wurde, durch airoig unpassend auf die Pferde desselben bezogen wurde. Gewiss lesen wir wieder das Ursprüngliche und Richtige in V, wo 2 Scholien stehen : a) IleiQatdao: rieiQaidg IleiQaldrjg %al ev diaaxdau xov L 6 IleiQdi'drjg wg uiXyiatdrjg : — b) T^3 (idXa TCoXX^ STcirelXe Ttaqiaxi^Bvi sdei ydg dvvafxiv elg trjv (lelXovöav rafiievea&ac f^dxTjv : — 51 — Ganz ähnlich scheint es sich auch zu verhalten mit dem Scholion, das wir zu E 141 lesen Da bemerkt B : ov%coq ydq avv€Qxovrcci dXXT^Xaig , iTteiddv Ttforjd'coaiv, i/jtoi de rag ^tiaag q)r]aiv rj Tag xctraßaiXo^ivag, did de Tov Tiexvvrai to TtXijd'Og drjXot wg rö jffieXiaadiJv ddivä(jt)v^^ (B 87) xat „iU^A' ddiva^^ (a 92). ivaQywg de twv öediotcjv eai]fiave oxfj^cc : — Ich nehme hier Anstoss an den Worten Ivaqydg de rüv dedioTcov eaiq^ave axfjf^cc: — Sie scheinen mir unrichtig auf die Schafe bezogen ; aber der Scholiast lässt es ja un- entschieden iiroi äi rag ^ciaag q)f]aiv rj rag navaßaXkofiivag, ob sie lebend oder todt waren. V bietet hier 3 Scholien : a) dlXd Ttard ata&fiovg dverai: ivaqycdg de tov dediOTa eai^fxavev : — So hat es Verstand, wenn man es von dem Hirten versteht. b) al II ev — Y,exvvT ai: ovxwg ydq avveQxovtai dXkiijXaig iTtLTttorjd^e'iaai ijzoi de al ^waai f) al nazaßaXkofÄevaL : — r)at xat „^u^A' ddivd^^ {a 92) : — üeberhaupt sind in diesen Scholien nicht wenig Ver- stösse gemacht worden durch Einsetzen falscher Worte, so dass die ursprüngliche Beziehung derselben ganz verdimkelt wurde. Das ist natürlich am meisten bei den contaminirten Scholien geschehen, aber auch bei nicht contaminirten ist mir der Fall mehrfach aufgestossen. So lesen wir zu dem Verse E 171 : ndvdaqey nov toi to^ov Ide TtTeQoevTeg oioTol in BL : oixcia ra eyndfiia t&v oiütojv r jf TtQOTQOTty, ag eig avTov dq>0Q(6arig fiovov T^g tüv Tqcuiov aoJTfjQiag: — Wie 4* — 52 - kann man von dem gewöhnlichen TtTegoevreg oiaroi so sprechen : olneux tä ayxtoixia vcov olaxüv ? WaÄ ist denn in dem Tfcegoevteg gerade besonderes ? Man sehe Y : nov xoi TO^ov : ij to^eia, olxela de rd iyxco^ia rjf TtQorgon^ tog eig avtov /lovov aaXevovotjg rrjg aanrjQiag rwv Tqciiov : — So beziehen sich ganz natürlich die eynwfzux auf To|ov — oi'avoi — xXiog. So sind also zunäclist, wie wir bisher gesehen haben, durch das Contaminationsverfahren diese Scholien oft bis zur Unkenntlichkeit entstellt worden: aber diese so zusammen- geschweissten Scholien haben, worauf ich schon oben hin- gewiesen, noch mehr gelitten durch die starken Striche und Kürzungen, die in denselben angebracht sind. Uebersieht man nämlich ein beträchtliches Material, so ist die allerge- wöhnlichste Beobachtung, die man macht, die, dass die meisten dieser Scholien in derselben Weise Kürzungen er- fahren haben wie die oben angegebenen. Wie dort, so sind auch hier Citate, Erklärungen, Begründungen etc. ausgefallen, so dass wir unsem alten lieben Bekannten von früher auch hier wieder treffen. Im Zusammenhange damit steht ein anderes von ihm beobachtetes Verfahren, dass er sich nämlich oft wenig um die richtige Reihenfolge der zu contaminirenden Scholien kümmert, also hier mit diesem, dort mit jenem be- ginnt, wie es scheint ganz nach Belieben, ohne Bücksicht zu nehmen auf die Aufeinanderfolge der sich nach der Stel- lung der einzelnen Worte des homerischen Textes richten- den Scholien. Denn ob er dabei ein Princip und welches er einzuhalten flir gut fand, das zu ergründen ist mir nicht gelungen. Von diesem dunklen Treiben unseres librarius möchte ich nun im Folgenden ein recht anschauliches Bild entwerfen und beginne zunächst mit denjenigen Scholien, die aus 3 Scholien zusammengeschweisst wurden : Alles dasjenige was im Venet. B fehlt , ist durchschossen gedruckt : der Kürze — 53 — wegen lasse ich die homerischen Yerae weg und schreibe lemmata. a) K 151: dy,(pl ä^itaigoi avdovj ino xqaalv d^exov aOTtidag: diä tt^v ^c^' r^^iqav xaXaiTVuqiav xoifitLvrai. arQaTitJtixov yäq Tciig avTCÜg onXoig XQV' od-ai xai ngog növovg xal nqog ava^ TtctvXav : — b) K 152: eyx^^ ^^ atpiv oqd'^ erti aavQiO" tiiqogi TQonov zivä Tteqixaqomovvca %dv fiyB(i6va. qxxveQOv (leg. q>oßeQ6v) di t6 Gxrlf^a xat noif^wf^ivaiv y iacDg €fiq)aivovTog TOv TvoirjTov xai did tovrov to dvdQeiov Jionridovg xai ^toifiov elg f^axtp^. ö i6 xal rd ivawia e^^g g)fjai Ttegt Qgffxwv dg ipiycov „cvrca di aq>i naXd Ttaq* avTOiGi x^ovt xi^XitOy ei ycaTd noof^ov^^ (471) : ^— c) K 153.4: r^Xe de x^^^og XdfAnei yQaq>ixag T(p anid^ovri Tfjg wxvog dvTiTteQuarr^aB Tjjv ex Tiov alxfÄiSv dvaXdfÄJcovaav avyijv xai xavtriv xfiXe: — Diese 3 SchoUen sind nun in B in Folgendes zusammen- geschmolzen : tqoTTOv Tivd TteQixccQaxovvra tov r-yefiova, ifiq}ai' vei de xai 6id rovtov 6 rcoirjtrjg to dvÖQeTov Jioii'q- dovg xat itoifiov elg l^dxrpf. öTqaxictycLinüg de roig avxoig OTtXoig xQfJt^cci nat nqog novov nai TtQog dvd- 7cavXav. t(j5 de axidtflvcL tilg ^^^"^^S dvTineQiiarrjae TTjv ix TÜv alxf^cSv dvaXdfiTvovaav avyrjv : — Beleuchten wir nur mit wenig Worten sein Verfahren : Alles was hier in B ausgelassen ist, ist ganz dem Geist dieser exe- getischen Scholien entsprechend: ich habe schon früher darauf — 54 — hingewiesen, wie diese Scholiasten bemüht sind, überall die Unterschiede in der Darstellung aufzuspüren und hervorzu- heben : daher hat die unter b mitgeteilte Bemerkung und das yQaq>ixa)g bei c nichts Ueberraschendes. Der librarius von B hat nun auch hier wieder mit dem von ihm gekürzten grösseren Scholion b begonnen, wohl weil er zu den Worten dieses Verses 2 Scholien vor sich sah und hat dann die 2 andern ebenfalls ein wenig beschnitten und daran geflickt ; den wüsten Unsinn, den er damit seinen Lesern vorsetzte, hat er natürlich nicht gemerkt: denn wenn wir hier lesen TQOTtov Tivä TVBQixaqanovvTa tov iqyefÄOva, so muss man das doch auf eyx^^ beziehen und wenn er nun fortfährt atQa- TiioTixcoQ äi Toig atTÖig ojtXoig xqwvzai xat nqog tcovov xat TTQog dvonavXav, so muss man doch bei tcc avta onXa auch an die eyxea denken. Das ist aber eine lächerliche Unge- reimtheit : denn man kann darunter wie in V nur die äaniöeg verstehen. Wir werden gewiss unsem alten Freund wieder erkennen, wenn wir sehen, was er mit folgenden 3 Scholien angefangen, die wir in V lesen zu K 258 : a) acpa'kov re: 6 qxxXog 6fxq)a}j6g eari fxinQog, döTttdi f^iytQ^ TtaQaTtXi^aiog y xeiTai de nard to fxenanov vfceqixiav räv 6q>QV(ov, dnooKid^cov ttjv ai5yijy tov ijXioVf olai x&v KoQvßdvr cov eiatv al xo- Qv&eg Tiat xüv IlaXXadiojv, otc de xard r iiexiOTtov ioriv 6 q>dXog, drjXov i% %ovx(i)v j,t6v $' eßaXe TtQcÜTog y^oqvd-og q>dXov^ iv di fierwTttp tt^^c" (/^459), xax TOV „xpavov ^' iTtTtOKOgMOt TtOQv&eg Xafi- TCQolai q>dXotoi^^ (^132): — b) aXoq)Ov: Ttqog t6 Xavd-dveiv. aq>aXov di (aXo- q)OV?) dvayxaiwg ix ydq taiv q)dXa)v eicu- &aOLV ixdelo&ai ol X6q>0L: — — 55 — c) TcaTaiTv^: Ttaf^a ro xarco zevvxd'cci. X6q>ov yäq ovx exei. B : 6 q>dlog 0fiq>aX6g lariv danldi fiirtQ^ naQaTchqaiog, neitac di xard ro fxirwTtovy VTteqixojv x&v 6q>^a)v, äfco^ axid^cjv Tijv avy^v tov fiUov. rjv di aqxxXog xai akoq>og did tÖ hxvd^avtiv. xarahv^ de naQa ro xavu) Tervx&cci. ov ydq ixBi X6qx)v : — Köstlich ! wie er mit dem Schol. b umge- gangen : denn was das aq>aXov zmn Xav^dveiv beitragen soll, sieht man doch nicht ein. Viel leichter tat sich natürlich der Schreiber, wenn er kleinere Scholien zu contaminiren hatte, die sich auf einen Vers bezogen: F 242: a) olVxß« deidioreg: atvyovvteg wg „^^y^" davfjg ^EXevTjg^^ (T325) arvyrjz^g : — b) xal ovalSea: lig to oveldea otmxeovj iTtiidr^ TO fto^Xa owaXeiq>6fxevov ov d^^crat aTty/xriv iv c) TtoXX^ a II Ol iari: dvrt %ov ÖC i^i iavi. eav- trjg de xarrjyoQOvaa e%eov eTtianarai : — B: OTvyovvteg, elg de to oveldea arvKreovj iTteidrj t6 7t 6 XX* avvaleiq>6fievov ov dixevai ariyiir^v iv fiera^vxrjTi. TO di TtoXX^ a fioi iari avtl %ov a ifiov x^Q^^ iativ, eavr^g di narrjyoQOvaa elg eXeov iTviaTcSrai: — Manchmal sind auch die Scholien so zusammengeschlossen, dass man sie wirklich für ein ursprüngliches Ganze halten könnte. 10: a) ov d^av iydv äitdvevd-e ^ecHv: ro e^g' ov av iywv l'do) tüv d-ewv x^Q^S ^^ov iX^ovra eig TTJv fjictxrjv xai &eXovTa Tolg Tguatv ij ^'EXXrjUi ßorjO-fjoai : — b) cLTtdvevd'e d'ewv: ^Qiaroq>dvr]g aTtateqd^ev* X^Qig if^ov dlxcc ifÄfjg ijtitqOTtrfi : — c) ri TQwea aiv aQrjyefiev: ro xotvov ov Xvrtei. — 56 — Diese 3 Scholien sind nun in B so verbunden: ro h^g ovTcog' ov av iyw idw zuiv d^eciv xioqig ifiov xai dixct rijg ifirjg iniTQOTvrjg ii^ovra eig rtjv fioxtp^ xai d-iXovta %oig Tqcjoiv tj Tciig ''Ekkrjoi ßorj&iloai' t6 yag xoivov ov XvTvei xiva. Man sieht: es ist hier Alles ganz gut untergebracht bis auf die in Y angegebene Lesart des Aristophanes , man konnte fast dem Schreiber gar nicht beikommen; aber eine Ungeschicklichkeit hat ihn doch verratene nämlich das aal dixa T^g Bfirig iTTiTQOTt^g: denn in a wird uns nur mitge- teilt, wie die Worte des homerischen Textes zu verbinden sind , wobei QTvavBvd-B mit xci^Qig if^ov wiedergegeben ist : in einem solchen Scholion hat absolut keine Erklärung Platz^ wie wir sie in B lesen xat dixa T^g €/M^g iftiTQonfjgj die darum auch in Y in einem eigenen Seh. behandelt ist. Gehen wir nun zu andern Scholien über, die aus 2 ur- sprünglich getrennten Scholien contaminirt wurden. E 16 und 17 : a) i]de äi oi %axa &vfi6v : ro TtQOvorjtixdv avrov xal h raig avfxq>OQaig drjXovTai fii^ aTtogxxanovrog ToTg öeivoig : — b) NioTOQ^ int Ttgcirov sXd-ifiev: ort öei %at iv Toig xanöig hei aocplav xaTaq>evy€Lv, avrovQyei di dva(i)7tu}v avrov, oniog rov ßaaiKitag xai rov yeQOvtog diaq^oixwvTfov vTtomovaoiöiv 6i XoitvoL txqo oXLyov di x^Q^^ ^^^^ ^S ^^ ^i^ latgov voaciv, d-iXei q)oitäv TtdXiv wg xal Ev-- q>0Qiü)v q>7]al fyTtoXXäyci ol TcXiairjai nv^ Xrjyeveeaa l re vrjvatv ivvvxi'Oi TtiTvavro v6a(p (XTttQ irjTrJQeg^^ (sie) : — B schliesst das nun also zusammen : ro TtQOvorjrindy avToi xal iv Toig avfxq>0Qdig drjXovTat ^ij d7toq>aa>LOVTog toig deivolg, deUvvai di ort Sei xal iv rdlg xaxoig VftaxoiatoaA ot Xoinoi : — — 57 — Nun dagegen ist am Ende nichts einzuwenden, da man dieses Schol. wenigstens versteht: genau genommen hatte er doch schreiben müssen : äiä de xov NioToq^ ejti tvqwtov deUwaiv OTL . . . xrA., da es sich ja doch auf den folgen- den Vers bezieht. Und dieser Gesichtspunkt ist gar nicht so unwichtig, als es den Anschein hat; denn dadurch dass der librarius bei der Verbindung manchmal die lemmata hinweg lässt , werden die SchoUen oft schwer verständHch, so z. B. E 153 (Dindorf p. 240. 11) ^ue^ ovg ovx inaido" TtoirjOev 6 TtarriQ, ol r^Äc T^g '^Xixiag yevoiiivi^ riji naxqi rtxd'ivTBg. iliyx^i di rovg ijti yi^Q(jf oiofiivovg äeiv naiäo- noieiv, oncog diadoxoig xQrioaLvxo wg xaxdig olofiivovg, vix^ yoLQ ri Tc^Quaig (?) : — Dieses Seh. ist ebenfalls aus 2 con- taminirt : V: a) aiiq)(o rrjlvyitü): fi6^' ovg ovx .... yevvtj' d-ivTBg : — b) 6 d^izeigeto ytJQa'i lvyQ(p: iXiyxBi . . . . ij TtejtQiüfiivTj : — Gewiss wäre es flir die Verständlichkeit des Scholions besser gewesen, wenn er noch geschrieben hätte diä de tov 6 ö^eTeiqBTO yrJQaL Xvygt^ eXeyxei. Aehnlich ist es auch mit dem von ihm wie wir oben gezeigt, so sehr ver- ballhomten Schol. zu J 339 : da schliesst er an roi^ro de qyfjaiv , ort xat Tijg ßo^g ja^cro xal äveßaXevo : — Ja woher weiss denn dieser Schreiber, dass Odysseus das Ge- schrei gehört? davon ist doch in diesem Verse Nichts an- gedeutet! V kann uns da wieder Aufklärung schaffen: dort lesen wir time nataTtrwaaovTeg: ya&eTo yag Ttjg ßo^g. 3i6 dveßa'kexo. äio %ai doXiov aözov xai iiSQdaXe6(pQ0va xakei. oveidi^ei ovv rijg fiovrjg : — Natürlich jetzt passt das eher : denn wenn wir hier lesen xaTaTttdoaovveg : da kann gesagt werden jja&ero yaq — 58 — T^g ßorjg etc. Und so hätte auch unser librarius schreiben müssen, wenn er Etwas Klares und Verständliches geben wollte : did öi ro xataTtTciaaovteg delxvvatv , oti etc. K 32: a) ßrj d^cfÄEv dvari^acov: d^Aoy dg TtQoezaQdxO'^ Mevilaog, 6 de (rtoitjTrjg xavarcX^^ai 'qO'iXrjae did Tov ßaaiXvKiaxiqov Ttgoatiitov ' did x ov ^ t o dv o TT] a wv b) og liiya TtdvxcDv xtX,: did rdxovg iviq>r]VB ro a^iiofia Kai xovg aQxof^svovg OTtcog Ttqog rovg aq- Xovrag diaxelad-ai deov nai rovg aQxovtag OTCoiovg ocpeikovaiv ecevrovg nagexBiv tdig oQxofiivoig, %va (dg &eoi Ti(jL(üVTai : — Das hat nun B so zusammengeschweisst : did rdxovg €V€g)rp^e t6 d^icofxa Kai rovg aQxof^svovg OTtwg S-eot TifdüivTai. driloy de (og TtQoeraQax&r] Mevilaog TtQogcüTvov : — Er hat also hier wieder, wie so oft, mit dem grösseren Scholion begonnen, das zu v 33 gehört, und dann das kleinere zu V 32 angeschlossen. Aber ich möchte wissen, wie sich nmi aus diesem Verse 33 ein df^Xov de ergiebt — So konnte und durfte er unmöglich fortfahren, wenn er verständlich werden wollte. Also die Angabe, wodurch sich ergibt wg nqoeTaqdxd^rj MeviXaog durfte hier um so weniger wegfallen, als ja eben in B dieses Seh. nicht bei dem Verse steht, zu dem es gehört. K 151: a) TOV de Kixavev eKXog aTtq KXiairjg: atqa^ TiioTiKOv (sie) TO ald^QiOKOixe'iv, deiKvvöi de ort ov Xoyij) iiovov eaxl &Qaavg: — b) Gvv rev^x^^'^'^j dfig)t d^eralgoi: ovy^ c^fcXia- fievog (deilcüv ycfg), dW oiov 7cX7jaiov exo)v rd — 59 — q>vXdTTOvaiv retayfiivoi neql top ßaaikea : — ist in ^ in der Weise verbunden : oü^' iü/rXia/iivog neQiaroixovvTeg tov ßaailia. OTQaTrjYindv (sie) de Tiai ro al&QioxoiTeiv : — Aber die ausgelassenen Worte haben ihren ganz guten Bezug auf den Schluss von /• Was ist nun aber aus folgenden 2 guten Scholien des V geworden ? K 249 : a) /J^ii]T^ OQ fie fidX^ aYvee: ivrev&ev 6 XiXwv t6 fiTjöev ayav q>rjalv, aQiorecjg de t6 &eXeiv fAev evq)rjfiiav, ovx dvadex^o&ai de avri^v. Tivig de TOV koyov ävaxeivovaLv eig to „^5 qpfiv- yceg" (0 94). ovn av de exelvov tov xaiQOv ilAVT^od-rj enl NeaxoQog oaov t6 xa^' avzov nqodovvai avrov : — b) eldoai ydq rot Tavra: Tteqiaaog ydq 6 fiera^ » Twv q>iXtov eTtaivog, nQog de tovg dyvoovvrag „el'ix' ^Odvaevg ^aeQriddrjg^^ {i 19) Die Reliquien in B lauten : ivrev&ev ro fÄtjdev ayav dnjXovrai, dqiaxiwg de to d-ekeiv fiev evgyrjiuiav^ ovx dvi%eod^ai de avT^g, TveQiaaog ydq 6 fxera^ twv q>IXwv ejiaivog : — Ist dieser librarius nicht der Feind Alles Guten? Bei der Verbindung hat er sich diesmal leicht getan : das zweite Scholion lautet ja mit ydq an und im Vorausgehenden war ja auch von der evq>rjfÄia die B/cde: und so liess sich das ganz leicht zusammenschHessen. Dass es hier aber auf den Hauptbegriff eldoai ydq ankommt, sieht Jeder. Mitteilenswert scheinen mir auch die Schol. von V zu Ä 303: a) TAg xev fioi Tode eqyov: 6 fiev ^'ExTwq fiefcd TtqogTa^ecog tov ivcaxovaofxevov t^ XQ^^V ^^tAcI. — 60 — de NiatcjQ VTtOTi&erai, Kai oi ^iv a ix^vaiv inay^ yiiXovxai di fiev dwQOv, 6 de or ifÄCog piiad'Ov. xat TCQWTVv sra^e tov ßia&ov. dio deX^al^e- Tai 6 vlog TOV TtoXvxqiaov : — b) oi y,Bv dqiaTBVioOi (sie v 306) : a\ uiqiOTaqyiw yyaqiaTOi iüiai/^ ZtjvodoTog öi ^^avTOvg o5J q>oqi- ovaiv a/ivf,iova IlrjkBUova^^, o\ fiiv^'Ekltjveg a k'xovoL öidoaai „olv vTioQQrjvov^^, 6 de ^'Ektcjq ovg ovk sxsi %7t7tovg. uiQiazocpavrig yQdq>€i „xaAoi)g oi q>0Q€0vaiy üfivfiova Tl/jXeuova^^ : — B : 6 fiiv ^'ExTcoQ fieTa TtQoaTci^ecog tov VTraKOvoofievov Tp XQ^^V TcaXei, 6 de NeoTcoQ inoTid'exai, nat oi fiev a exovaiv eTtayyeiXovTaiy 6 de a ovx eyei. %ai o\ fieV äcjQOVy 6 di aTifdCjg q>Tiai (xtod'ov : — K 350 hat V folgende 2 Schollen : a) TCaqedqaiJLe dg)Qad ifj a iv : Ttagedgafiev» av iiqxavov TtT) ,jßrj $' ctv odov /xe/xadg^^ (339). BTtt de Twv ^Elli^vcjv „ßdv $' livai\^ (273)" 'qqefia ydg dei x^^Q^*-^ Tovg xaTaaxoTtovg rrjy oipiv TieqiayovTag nqog eTciyvcjaiv dxQißrl : — h) dq>Qadi7j(ji: ov d^eaod^evog avTovg o/xolug Ti^ „TOV de q^qdoaTo TtqogtovTa dioyevqg 'Odvaevg'' (339) In beiden Schollen wird also wieder, wie so oft auf den Unterschied der Darstellung hingewiesen — auf das unge- schickte Benehmen des Dolon und auf die fast an das In- dianerhafte gränzende Geschicklichkeit des Odysseus. B hat folgendes Schol. „naqidqa^e q)7]alvj dovveTwg, ov d^eaad^evog avTovg, dei de Tovg xaTaaxoTiovg Tr^v oxpiv neqidyeiv nqog iniyvtoaiv oxQißrl : — Die Hauptsache TtaQedqa^e , was den Scholiasten zu seinem '^qipia ydq dei x^Q^^^ veranlasste , ist wieder übersehen und dann das Gkinze in eine andere Be- dactionsform gebracht worden. — 61 — Leicht tat sich dagegen der Schreiber bei der Conta- mination folgender 2 Scholien, eben weil sie sich auf einen und denselben Vers beziehen und desswegen auch in Y unter gleichem lemma stehen : K 369 : a) dovQi d^iftataacjv : irtovotav didovg oti ßdXfj avTOv. Oovaaevg oe ov rogevei, rj yaq av iq>6vevae ij TtQOTveTtrjyog (^CQoßeßriTiiüg??) ovx av elde to ßekog 6 JoXcdv diä ßQcc- XvzfjTa: — b) dovQi d^inataacov : iveqyeiag fieoxog 6 XQadai" viov TO doQV xal ßotSv dq>r]0(üv in^ avTOv ei fXT^ arg : — B : VTtovoiav diöovg ort ßcLky avtov. ivegyelag de fi6- OTog iaziv 6 ijnnQadalviov . . , . ^ij arjf : — In geradezu lächerlicher Weise ist aber die richtige Ordnung folgender 2 SchoHen des V verkehrt worden K 389 : a) rj a^avTOv d-vfiog dvrixev: al avvexeig nev- oeig ovn eüaiv elg ipevdog ZQanrivat : — b) V7cd d^ eTQef^e (390)* 'KatdaxoTcog iqHüQad-rj Tcat ei fUTj äXrjd'eveif eXnida (acarrjQiag) ovx OQcav : — B : xavdaxoTrog ydq ecpwqdO-ri y.al ei fdt^ dXrjd-evoL, aco- TTjQiag eXirida ovx ^QV- "* ^^ avvexeig nevoeig orx eujoiv eig xpevdt] TQajtr^vai : — Dass die zweite Bemerkung al de avvexeig — TQaTtrlvai hier ganz past festum kommt, das sieht auch ein Blinder. Ich habe noch zu wenig schlechte Scholiasten gelesen, um eine annähernd richtige Vorstellung von der breiten Ge- schwätzigkeit dieser durch und durch hohlen Wortmacher zu haben : und bei diesen exegetischen Scholien der Ilias tut man vielfach gut, mit verständiger Resignation und mit kaltem Heroismus sich einzuleben in den „Geist*, der uns aus ihnen entgegenweht. So weit man das billig - 62 — verlangen kann, habe ich es versucht, aber dabei kann ich den Gedanken nicht los werden , dass wir bei diesem Schreiber der Scholien des Venet. B es manchmal mit einem argen „Impostor'* zu tun haben. Ich lasse mich da sehr gern von Kennern belehren — denn ars non habet osorem, nisi ignorantem — und bringe das folgende daher mit allem Vorbehalt vor. H 433 ff. schildert uns der Dichter in kurzen und bündigen Worten die Errichtung des TVfißog — des Tsixog etc. In 9 Versen ist die ganze Beschreibung abgetan und er geht dann mit v 442 zu Etwas Anderem über. Da lesen wir nun in V zu 435 folgendes Scholion: TVfißov ä^dfi^' avTT^v Sva Ttoieov: rä dva^ia TTJg TjQOJix^g fieyakovoiag TtaQarQsxei xai ovdeig avrwv ^fit-* QCDvanTwv OQaTaL. Hat man sich etwas in diese Scholiasten- weisheit eingelesen, so kann man das Seh. schon verstehen. Diese Herren haben nämlich eine merkwürdig hohe Vorstel- lung von der ijpwixij aefÄVorrjg — Beispiele könnte ich die Menge anfahren. Wahrt nun der Dichter diese „heroische Majestät**, dann heben sie es immer hervor ; verfehlt er sich aber nach ihren Begriffen dagegen, nun, da merken sie das an und in der Regel wissen sie es auch zu entschuldigen : also meint der Seh. : das , was der '^QajLUTJ fxeyalovoia nicht entsprechend wäre : diese handwerkmässige Tätigkeit bei der Errichtung des rv^ßog — reixog etc. „das behandelt der Dichter rasch, geht schnell darüber hinweg** und wenn ich die Worte xai ovdeig avraiv xeiQiava'KTuiv OQarai. richtig ver- stehe: so meint der Seh. „bei dieser banausischen Tätigkeit wird auch keiner der Heroen namentlich angeführt** x^^Q^' vaxTüiv wird von Passow nur hier citirt, der Ausdruck XeiQoyyaxTixdg kommt dagegen häufiger in den Scholien vor. „Wir sehen also — meint der Seh. — keinen der berühm- ten homerischen Helden zu dieser banausischen Tätigkeit — 63 — erniedrigt.^ Aehnlich spricht sich Eustathius zu den Versen ans: "Ort tijV Teixortoiiavj rfv 6 Niatwq yevia&ai VTteri" ^ero, (v 336 ff.) ovx(a vvv (pqaCei ddiaoxeviog aal iiti- TQOxadrjv 6 Ttoirjzi^g did to /m»J dvayxaiov Trjg TtoXvloyiag, d. h. er erklärt die Kürze der Behandlung von Seite des Dichters nicht wie der Seh. in V als nicht entsprechend der i^QCüi'Kri fieyaXopoia, sondern um wegen v 336 ff. die noXv- Xoyia zu vermeiden, aber bemerkenswert ist der Ausdruck ßTtiTQOxdörjv ! Das ist nun gewiss Alles ein müssiges und überflüssiges Gerede ; aber am Ende verzeihlich , wenn man in BL Fol- gendes liest : ou TtQogti&eirac &Qrjvog evtav&a. xd ydq dvd^ia T^g rjQwiKTJg fÄeyaXoq>vtag naqatQexei. xat ovdeig avTÜv xBiqoiv bqaxai tcjv dxdyiTWv Ttal d-OQvßtJÖcüv ixelvcov (?) Also : ov TTQoatixyeiTai d^Qrjvog ivrav&a ! Das sieht wirklich aus , als ob es Verstand hätte : aber dem ist nicht so: denn dass der &Qrjvog bei Errichtung des xvfxßog statt- findet, ist undenkbar — man sehe W 255 ff. — und der ^Qrlvog soll dvd^iog x^g T^QOJinTJg fieyaXoqwtag sein — nun das zu glauben, wird man doch wohl kaum Kennern der Dias zumuten. So beschränkt sind auch diese exegetischen Scholiasten der Ilias nicht gewesen ! Aber ein byzantinischer Schwätzer und Wortmacher hat die ursprünglichen und halb- wegs verständigen Worte seiner Vorlage „tö ydq dvd^ta xrjg ^QcoiKrjg fieyaXovoiag TtaqaxQexei^ die sich auf etwas ganz Anderes bezogen, nicht begriffen und hat nun da den &Qrjvog erfunden und hineinmanövrirt ! Dass er das ovdeig avxaiv x^i^j^orxrojfi' OQaxai in seiner Vorlage gehabt, will ich nicht einmal zu behaupten wagen : aber dass die Worte „xot ovdeig avxaiv x^^Q^^ OQaxai xäv dxdyLXCJv nai d-o^ßwöwr ixeivcjv Tqcjcjv^^ — ein wüster Unsinn unter diesem lemma und bei diesem Verse sind , das steht fest. Da kann doch von dem axaxxoi und — 64 — &oqvßiod€ig TQcHeg absolut keine Eede sein. Möglicherweise sind es die Ueberreste eines Seh., das ursprüngHch bei V 430 ff. stand, wo die Achaeer nur mit dxvvfxevoi k^q charakterisirt sind, während es von den Troern heisst y 428 : ddxQva d-BQpid xiovxtQ^ dfda^dcov i7cdeiQav. ovö^ eia xXaieLV Ilqia^og fiiyag. Mit diesen armseUgen Erfindungen und willkürHchen Zusätzen haben wir mehr als einmal zu rechnen: und sie erstrecken sich nicht bloss auf einzehie Worte, sondern ganze . oder halbe Scholien scheinen das ureigenste Werk unseres librsirius — aber es sind „Worte, Worte, Nichts als Worte.* Betrachten wir einmal folgenden interessanten Fall. Hector ruft dem Diomedes zu 165 : oiü yvvaixag a^eig iv vijeaai. ndqog roi daifiova dciaco Dazu lesen wir in B folgendes Seh. zu v 166 : Xoyov naxov xal dyytUav. doiacj ydq aoi gpjja^v vTtOfÄvrjOLv , orav iv raig vavaiv TLQaxiqao) aov, ij fxaiXov ttjv daifdova ijrot TrjV Tov d^avdxov ipfiq>ov : — das zweite r] fiaXlov — \pi{q>ov scheint die richtige Erklärung von daifdOva zu sein imd wir lassen es bei Seite, um uns mit dem rätselhaften Anfang zu beschäftigen. Dieser Seh. hat ja wie es scheint den homeri- schen Text ganz anders gelesen wie wir : denn in den Worten, die uns heute vorliegen, ist auch nicht die Spur von einer Andeutung zu finden, woraufhin man zur Erklärung kommt : Xoyov xaxov xgcevT^ao) aov : Höchstens sieht man, dass der Seh. in höchst unge- schickter Weise das iv vt^booi zu dem Folgendem construirt hat. Ich glaube, wir plagen uns vergeblich ab, um hinter die Lesart zu kommen, die in jenen Worten 'erläutert ist: sie scheinen mir das traurige Product unseres oder eines andern librarius zu sein! Aber wie kam er dazu? V hat — 65 — hier das Schol. : tvoqoq toi daifiova: daifiova Xoyov xaxov, 6 di Zrp^odoTog „rtorfiov iqn^act)*^ : — Nun daraus wird man eben so wenig klug, wifi aus B. Es muss wohl auch verdorben sein: ich denke, das dai/nova war ursprüng- lich hier erläutert mit: daiixova: Xoiyov, xanov. Dieses koiyog ist dann schon früh verderbt worden zu Xoyov und so fand es der Schreiber der Seh. des Venet. B vor : schnei^ ist er fertig und um zu zeigen, dass er sich darunter etwas gedacht, erweitert und erläutert er das Verderbniss mit den Worten Xoyov xaxov „xai aTtayyeUav dtoaco yaQ aoi, fprjalvy VTtofivifjaiv OTov iv raig vaval xQavT^ao) aov^^ ; woher aber das folgende : die halbwegs richtige Erklärung von dalfiovaj stammt ri ^aiXov rr^v äaifiova ijToi xr^v %ov d-avdrov \piiq>ovy das anzugeben hält schwer, wenn nicht etwa dem -d^avdrov xf)iiq>ov eine ganz andere Vorstellung zu Grunde liegt. Ein ganz eigentümliches Scholion lesen wir auch in B zu T 208 : afÄO ä^i^eXlip xaradvvri Tev^ea&ai ^eya doqnov ^ fierd xo fxerd evq>Qoavvf]g xal xagag rijg ix Trjg fjaorjg Twv nolefÄiwv yevrjöofiivrfi. Die ünverständlichkeit dieser Worte braucht man wohl nicht erst zu beweisen. In V lesen wir dagegen: fierd doqnov (sie): ^Bxd xo fiera. evipqo- avvYjg. Ol de yqdq>ov(Si ^exa dvxt xov fiexd x6 vmiiGai : — das kann nun ebenfalls nicht richtig sein, denn die letzten Worte Ol öe yqdq)Ovai fdevd zeigen deutlich, dass vom etwas anderes gestanden haben muss : ich denke , das Wort , das wir heute allgemein im Texte lesen: fieya^ und das Schol. ist wohl so zu schreiben: fiexd doQTtov: (xiya. xo fiex' evq>QOOvvrfi (wobei man an t 6 denken kann). 6i de yqd- (povöi fiexd dvxi xov fiexd xo vmrjaai. Ganz imzweifelhaft haben wir es aber mit einer dreisten 5 - 66 — Erfindung und Täuschung unseres librarius zu tun T 325. Dort sagt Achilles von sich b d'dHodaTK^ ivl örj^Afi) Da wird ^ly^dav^g folgendermassen von B glossirt : aTvyrjrrjg' ra ydq Xvnrjv Tg xpvx^ neQißdXkovra xai XvnrjQa naXoivrai. xat fiiatjTd öid ro ßXdmeiv : — Wo ist da in den Worten des Dichters auch nur der geringste Anlass gegeben, um die XvTtTj der xpvxri oder die kvntjQa zu erklären. V möge uns wieder den Schlüssel zur Lösung des Rätsels geben, dort lesen wir : ^lyeäav^g: GTvyrjTfjg, id ydq XvnrjQd xpvx^i^ TtaQaßdlXeL >ial ntql airrjg (prjal „dv&c' efielo xvvog xaxo- l^irjxdvov oxQvoiaarjg^^ (Z 344) : — Das bedarf wohl kaimi der Erläuterung. Wie aber der Schreiber d^r Scholien des Venet. B zu seinem Unsinn gekommen, ist leicht zu erklären : er verstand nämlich das ipvxei seiner Vorlage nicht und, um nicht müssig zu sein, hat er dann auf eigene Faust ein Scholion über die i/^«^x^' construirt, das uns D. ganz un- verfälscht mitgeteilt hat. Aber bei diesem Impostor heisst ' es die Augen aufinachen ! Mit einer eigenen Erfindung unseres librarius haben wir es auch zu tun , wie es scheint, y^ 53. Da sagt Achilleus : ocpQ^ i^TOi Toviov fdiv B7VLq>XiyTß d'AafAaiov nvQ x^äaaov dft' 6q)i^aXf4ÜVy Xaoi d^iirl agya Tga/icovrat. Das erläutert V in folgenden 2 Scholien: a) iy&aaov djt^ 6q>d'aX(xüv \ dvzt xov %va Ta^v- Teqov SKTÖg zrjg bipeiog '^f.iwv yavrjrai : — b) €7ct tqya rgaTVCüVTai: wg d/ct zifx^ tov vexQov dqyijLg xazexovarjg t6 axQdzBv^a : — B O-daaov dn^ oqi^ aX^iüv \ %va xayyxtqov dno zrvg oipecog fj^wv yivrjvaiy ti/ijI] ydg tov vexQOu idoxei to rdxioy . — 67 — %aq>rjvaL : — Ob wohl diese zigMrj des taxiov Taq>^vai der Kürze wegen nicht erfunden worden ist, um das zweite Scholion leichter an das erste anzuschliessen ? Und so sind wir wieder auf dem Gebiete angelangt, das wir durch weitere Beispiele noch erläutern wollen. So scheint K 499 in B nicht ungeschickt zusanmiengeschlossen fOr die 2 Scholien des V : a) avv d^^eiQBV if^aaiv : log /ii^ Y,at^ löiav rüv ijtnwv eld^iofdiviüv '^rioxeia&ar q)r]al yovv yyXn^ 7ta)v eneßi^aero^^ (v 513) xat f,eQv^e äil- (fi'kog cixiag %7t7tovg" (527 immo 529 „iTte- ßrjaBio d' %7vno)v^^) : — b) ovv d^rjeiQe d^lfiaai: ovve^ev^e de avroig roig \fxaai, TOvziaTi ovvrjfifxevovg xat ov xa&^ eva e^i- q)€Qev. xat i'oTL vifjoicütr^g f,uv, tj neiQif de ov dev' T£Qevei Tivog : — Man liest ohne Anstand das daraus gewordene Conglo- merat in B : avve^ev^e avTOvg roig iiaSol. xovxiaxi avvrjfi' fievovg xal ov xaO-^ ?va i^eq^egev wg fir] xar^ Idlav xtiv tTtncov eld-iOfÄevcDv Yivioxeiod-ai. xai eati fiev vrjouovijgy zj ^6 7teiQü)v rrpf diijyi^aiv, ovöe ev TJi d7cekdaei de tüv Xnncjv eavTov avii7ceqUXaßev : — , Zugleich sei hiemit auf die geschickte Verbindung ovde — de hingewiesen. Diese Verbindungspartikeln , die ihm seine Verkleisterung zusammenhalten sollen, hat er manch- mal höchst unglücklich gewählt. Ich habe schon Jahrb. f. Phil. u. Paed. 1878. p. 535 auf 11 40 hingewiesen. In ganz imerträglicher Weise begegnet aber häufig xa/, das die allerverschiedensten Dinge firiedlich zusammenfügen muss. Man fordert ovv, wo er de oder yaQ hat, und umgekehrt, wo er de oder yaQ bietet, erwartet man olv etc. Man sehe wie die 3 Schollen in T 22 zusammengekleistert sind : q) f.ieyaX(^ int ad^aTi xvQoag: aäf^a fiev "OfXTjQog int vexQOv, oi de alkoi ycat int ^civTiov, rj avTog veytQOv el^ydaaro rj xo xo^evd-ev wg xo ff^weg ^iv xe dtixQeaav^^ {A 481) rj xq> neivdcjv Xvexai : — b) evQCüv 7j eXaq>ov: 6 fiiv eXdqxp yiat xedvewxi 6 de keovxi xat neivtjvxi naQeUaaxai fieya de ngog y}qdöog nat deikiav avveidog (sie: deiXiag oveidog B) : — c) ayqiov aJya: 7caTiüq)eQT^g xat xqayog xat xeQaa- ^OQog. xo^oxtjg de %at 6 üdgig : — — 69 — B : To cdifia ^'OpttjQog fiiv enl veycQOVy oi di aXXoi xat int ^civTCJv. Xeyei di ixBivov (?) r^ ov avvog vßxqov elQyd- cazo T^ xov To^ev&ivra xal 6 fiiv iXd(p(p deiXiag oveidog. Das Folgende ist dann mit di angeschlossen .... ndgig : — Das xat scheint nach dem Vorausgehenden geradezu unerträgUch. Es kann nicht meine Absicht sein und es würde mich auch viel zu weit fuhren, wenn ich im Folgenden alle die Mittelchen und Kniffe, die sich dieser librarius för das Con- taminationsverfahren geschaffen und die er denn auch recht fleissig angewandt hat, im Einzelnen aufzeigen wollte. Viel- mehr müssen wir für die von uns verfochtene Ansicht ge- wissermassen die Probe machen ; denn es wäre ja doch nicht undenkbar, dass der Schreiber eben nur hie und da und nicht durchgängig die Scholien in der angegebenen Weise contaminirt hat. Erst wenn {nachgewiesen ist , dass dieses Verfahren gleichmässig in allen Büchern der Ilias eingehalten ist, halte ich den Beweis für die willkürliche und oft un- glückliche Zusammenschweissung der ursprünglich getrennten Scholien für vollständig und evident erbracht. Ich werdo daher versuchen, im Folgenden aus den bisher noch nicht herangezogenen Büchern der Ilias einige Scholien zum weiteren Beleg meiner Behauptung anzuflihren. Die Worte des Thersites B 225 : erläutert uns B folgendermassen : ro afietfov iTtiäeUwaiv a dk inl rrjg TtQOziQag in- xlrjaiag Xeyeiv edei, ove sleyev Uyafiefivcov ^^dyiqaoTog la>" {A 119) xat jyva&ai devo^evov^^ (ib. 134),. vtv TVQoßdXXeraiy iacog rote T(p Trgog ^xiAAeo q^d-orij} pixcifievog. TOiavta dk rpr xai Ta naqd, i/^^^^wg „ara^ r^v Ttore daofidg ixi^a/, col TO yifag noXv /ifil^ov" (ib. 166). tovtov di to äxaigov fiezä T^g nriQwaecjg eig xatacpQovr^aiv ayei : — — 70 — Es sind dies wieder 2 Scholien, die in V geschieden sind und auch geschieden werden müssen : denn mit zoicevra di kann doch nur ein dem obigen ähnlicher Gedanke be- zeichnet sein :' ein solcher erscheint aber nicht in den ange- führten Worten „ora^ r^v tvotb — — — ^eJ^ov^^, Darum müssen beide Scholien nach V edirt werden : b) ^TQeidrjf reo d*ai;r' eTtifiificpeai: tov (sie) afiezQov iftideUvvaiv (Venet. A dfierQoenrj kaum richtig), a yaQ Idet hd Tijg jtqoxiqag eTcxlfjalag XäyBOv^ai ftQog Id^iXKla viTcdfisvog : — b) nXelal toi xak^ov nXiaiai: Toiavva fziv rjv Hat ra naga IdxilXivjg tovxov {de om. V) ro aycaiQOv xaTacpQOvrjaiv ayei : — Zu E 803, wo Athene von Tydeus spricht: iyo) Tvoleiil^eiv oiy, etaOKOv otd* iüTvaiqxicaeiv hat uns D. mit folgendem Seh. aus dem Yenet. B beglückt: iyi7caiq)dooeLv: qxS t6 q)aivo) , qxxaaw , avadtnhx- aiaafiqf Ttaqxiaao), jtXeovaa^i^ naiqxiaacjf olovet q>aveQ(o dg ntü TtTaivo) rcctTtTaivo), eKTcaigxiaaeiv de ro q>aveQOvv ?ca;- Tov, dXV ev dyyekov ^aHm^ elvai ax'ijfiari, dvvatai de elg ro ix7taiq)daa€iv elvai ar^y/uij, elra drto aXktjg dgx^S ^<> St' i^Xv&ev. ove rild-By q>rjaiv y elg Qi^ßag, iyaü fiev iüiXevov daiw- a&aif 6 de iTtoXifisi. ineQßoXfi de ev ye ycal vno xrig ftoXe- fiixcjrdTrjg &eofl xeXeverat fiovxd'Qetv lag av a^erQOv exifxv dvvafiiv : — Selbst aus dieser Handschrift konnte Dindorf auf eine bessere Anordnung der Worte gefßhrt werden; denn die mit ote ^Av^c - ertoXeinei gegebene Paraphrase des homeri- schen Textes gehört doch unzweifelhaft zu dem Schol. des — 71 — Nicanor. Ganz unverstandlich sind dagegen die Worte VTteQ^ ßoXri de et ye — divaiiiv : — Wie kann man, wenn Athene den Tydeus zur Ruhe ermahnt , von einer vneqßoXri , einer dlieTQog dvvafiig auch nur reden ? Das ist doch hier voll- ständig unpassend. Die ursprüngliche Beziehung und die ursprünglichen Worte hat uns hier wieder V und diesmal auch L bewahrt v 806 avtag 6 d-v fiov axiav ov xaq^ TEQOv: VTteqßoXri ii ye xat v/to rrig ftoXeiinictordtrjg d-eov xeXeverai '^avxd^eiv, 6 di otx eWei, alXd ttoAcjucT, wg av afieTQOv txwv OQfitjv : — Wir begegnen auch hier wieder demselben Redactionskniff , den yrir schon früher beleuchtet. Da nämlich der Schreiber das Scholion von V 806 mit V 803 verband, so musste demselben doch eine Redactionsform gegeben werden, dass es zur Not in dieser Nachbarschaft bestehen konnte. Diese erreichte er durch die Streichung von o de ova iixu dXkd TtoXefiel, welche Worte nur passend bei 806 zu dem Scholion von v 803 nicht beigesetzt werden konnten. Das andere Schol. lautet in V: ov3^ eK7taiq>dcaeiv: q^avegovv eavrov, dXV ev dy- yeXov axrjf^ari ^sveiv, dvvatai ds elg to iurtaKpäoaeiv eivai OTiYf^iri^ elra dno aXkrjg dgx^G oV i^Xvd^ev enoXeiiei, To de Ttaiqidaaw Ttanraivu) : — Besser ist auch entschieden die Beziehung folgender 2 SchoUen in V Z 450. 451 : a) dXX^ ov (AOL Tqdiav toooov ^iXei: ineq- ißaXe Ttjv zrjg yvvaixog q)iXoatOQyCav, i] fiev ydg dvzt tüv ovueti ovTCJv olneiußv ed-exo avzdvy 6 de xai Twv negiovriov avTtjv ngozi^^. Sfia dt eXeeivri xal ^ f^XiKia xat ij dovXeia, ^ifneitai de %al ßaq- ßdgov (sie) q>tXoyvvaiov rjd-og, o? TreQi nXeiarov Ttoiovvrai rag yvvalxag : — 1 J — 72 — b) 451. {dXV ov fioi TgtüCDv) ovT^ avTr^Q^Exd' ß rjg orte Ilgia f^io'o: snei iyteivoi exovreg idv" arvxovv , e/tiTgircoweg jUe^dvögi^t ddixelv , ij de ^vÖQO^axrj did zag iyceivcjv äfdagviag n^tjTvxrp^Btj ToaovTCJv olxelojv axe^d^eioa iv r^fieQtjc ^iiq : — In B sind beide Scholien verbunden in nmgekehrter Ordnung : ov fxov Tq (icjv TÖaaov fxeXei: STtet inelvoi kycovreg idvatvxovv, in:tTQ€7tovveg l^le^dvdQqf döixeiv .... '^f^^Q^f ^i^f VTtegißaXe de ttjv tijg yvvaixog (piXoaxoQyiav . . . . TCOiOvvTai Tag yvvainag : — Allein hier ist mindestens doch das SKeivoi — und iTti- TQenovTeg ^^Xe^ävdQc^ ddixeiv auf die Troer v 450 bezogen unpassend. Was konnten sie gegen Alexandros tun? V deutet durch das grössere lemma die richtige Beziehung des Schol. an. Es passt nur zu v 451 auf Hecabe und Priamus, und von ihnen konnte gesagt werden : inel exeivoi enovreg edva- Tvxovv, iniTQenovreg u4Xe^ccvöq(^ ddmelv : — Kein Mensch versteht das Scholion, das D. zu JH" 332 gegeben hat : (xvroi d'^dygofievoi nvxXiijaofiev ivd-dde venQovg rovTO nqog jtaQafiv&iav fiev tcjv twvxiav el'QTjTatj ovx ovtcjg Si TtinqaxTai did rijy axdotv twv Idrqeidüv. ro di %v - ycXrjo fiev dvri rov ini Tag dfid^ag &i^aofiev. ycvxXa ydq Ol tqoxoi : — Wie xvxXriaofjiev zeigt, ist dies Seh. nicht etwa durch ein Versehen des Herausgebers an diesen Vers gekommen. V scheidet 2 Scholien: a) 'AvxXriaofiev: 6g>' afjux^äv xofiiaofiev: — b) o^ytad^ ayrj (335): %ai nüg iv ^03vaaei(f {co 80) q>rjatv „dfig)'' avzolg eTteira fie^ yav^^; tovxo Ttqog naqa^vd-iav xciv l^mvroiv evQfj^ — 73 — Tort ^ivy ovx Otto) öi niTcqaxtcn diä njv azdaiv raiv u4.XQBi5wv Kai tov aTco&VQiov {?) nXovv : — Der Gipfel von Ungereimtlieit scheint mir in B erreicht zu sein in dem Scholion zu @ 104. Diomedes spricht zu ^Nestor: i^nedavog de vi tov d-eoaTvcov, ßgadeeg de toi Vtvtcol Nach einer etymologischen Erklärung von i^Tiedavog fährt der Schreiber also fort : v/coygaqxjDv de avco ro da&eveg TOV yeQOVTog ovdev Ttegt tov idlov ad-evovg dvd-vni^yayeVf dXX* eXnida ovt^ v7toy^q)ei acjTtjQiag did to Taxog. elxoTwg de oka avvr^yaye Ter xoxa, oniog Ttelarj t<^ ldi({) incß^vai aQiAiXTi TOV einovTa „og de yCdv^q dno lov o^i^wv" (^ 304). £v de TO ^ij TOV NioToga (?) TavTa nqoßaM(r&av elg to xvxelv ßorj&eiag. eynditiiov de NioTOQog exei 6 Xoyog og oide rqj yriQai drj TQvxofievog dfieXel: — Ich sage der Gipfel von Ungereimtheit ist in diesem so unglücklich contaminirten Scholion wieder erreicht. Was sollen die Worte VTCoygdqxiJv de avco to dad-evig tov yi" qovTog hier bei diesem Verse bedeuten? Das do&eveg des Nestor, das nicht allein auf den Mangel der physischen Kraft des Nestor zu beziehen, ist ja gerade hier 103 und 104 ge- schildert. Ganz notwendigerweise musste also, dieses Seh. mit vnoyQagxjjv avcj auf dasjenige folgen, in welchem die Schwäche des hülfiosen Greises geschildert war imd so ist es im Vict. : a) ßir] XeXv.Tai, rjTtedavog de d'eQaTtov, ßqa- deeg de toi itvtvoi: elKOToig oXa owqyaye xand o/Kog neiorj e'xei ö Xoyog, dg ovde T(^ yrjQav JneTQeTtev eavTov: — b) dXX^ ay^ ifiwv ox^wy (105): VTtoyqdq>iov avu) to aad^eveg tov yeqovTog ovdev negl tov Idlov ad-evovg Ctv&v/trjyayev. dXV eXitlda avT<^ VTtoyqdq)ei acj- TfjQiag did tov Taxovg : — — 74 - Unverständlich ist auch das Scholion zu I 14, wo es von Agamemnon heisst : tararo dccy^Qvx^cov äaxe ycQ'qvr] jieXdvvdQog iataxo iayLQ'ü%io)v : did tov ßagicog areva^eiv to da- TiQvxseiv öyjkovzfxi (j^g to y,€^6f4evoi XevKaivov üdw^" (jw 172). TOVTO 3i Tcoiei %va iXeeivdg yeyovaig firj x,aTaXeiq)d'y tzuq* avtüv : — Dass dieses Scholion zu v 16 gehört, ist sofort klar, allein dass unser librarius das, was er schrieb, wie so oft, wieder nicht verstanden hat, liegt ebenfalls auf der Hand. Er bezog es auf v 14. Das erhellt daraus, dass er unmittelbar auf dasselbe das Schol. zu v 15 dvoqfegdv folgen lässt! V hat hier wieder 2 Scholien : a) Vararo ö axgvx^cov (14) : iVa eXeeivog yeyovcig fit] nataleicpO^ na^ avTwv : — b) (og 6 ßaqv axevaxtov (16): aü' cIttc ^^öa- xQvx^cov äaze x^ijvi;" el ^ri Myoig ori 3id TOV ßaqicog azevaC^eiv ro daxgvx^tv drjXovtav wg TO „€^6f.ievoi XevY.aLvov i?dw^" (ji 172) : — Man prüfe auch einmal näher das ganz erbärmlich zu- sammengekleisterte Scholion zu 1 626 : ov yaq (aoi, öoxeei ^vd-oio reXevTi^ T^Ö€ y^6d(^ KQavhad^ai. djtayyelXai de tdxiota an folgenden 3 Scholien des V: a) Tg y'odqt: eoixe drjXovv (og oti %tv (?) devtigag arcdvtiov d&fjaei Ttqeaßeiag : — b) dnayyelXaL 3e rdxtora XQV f^^'^ov: ra- XiOTa VTtonvi^ei iirj xctl TtoqiadiiBvov firjxctvijv oio^ TrjQiag ov derjd'ioaiv avrov. Sfia de xal %d TrXrj&og TÜv xaQado'üovvTiov övaiojtei IdxMAct* ^rjot ydq — 75 — yydTtayyelXai 3i taxiora xpij fiv&ov Ja-- vaoTci^^ : — (Javaoiai meint der Scholiast : daxum hat er nicht gesagt 'Ayafiifivovi) c) xai otJx dya&ov Tteg: eXey%H %o d/iriveg did Tov „xat ovK dyad-ov^^ : — Wie friedlich stehen diese Scholien nebeneinander in B dTtayyel'kaL de raxiOTai VTto'Avi^ei juij nore Ttoqi" adfiBvoi firjxavriv acoTrjQiag ov detjd'öiaiv avvov. a^a de xa« ro TcXrid'og rtZv TiaQadonovvTcov dvaianel yi%i}Xia. soixe ^i ör]h)iv wg Sri devtegag ajvdvTiov dei ngsoßeiag t] iXiyxei t6 dTtrjvig avtov did xov „xat ovt^ dyad-ov^' : — Ganz köstlich ist es wie hier wieder das unter c mit- geteilte Schol. mit ii angeschlossen ist. Ohne Anstoss ist die von ihm vollzogene Verbindung der 2 Scholien zu P 5 : äg Tig Ttegt noQTaxL fn^TtjQ nQioTOTOKog xiwQrj, ov nqlv eldvia roxoio. TCQCJTOvoKog: nqog xo fi^ eivai da&evfi, dUd nat q>ik6^ üTOQyov, nivvQtj de olyczQoqxovog. TtgogycetTai öi did zrjv Msvehiov Xvnrjv. vy' tv de IV j ev xc^ TinTeiv d'Qrjvovoa, ei d via de dvzl tov eyvioxvla x,at eTtiOTafÄevrj : — Die 2 ursprünglichen Scholien hat uns aber V bewahrt a) TCQCJTOTOxog: ftqog to fir^ elvai dod'evfj , dlXd %al g>iX6atOQyov, xivvQiii de oiyLxqoqxavog. vq>* ^ev de iV rj ev r(p rUreiv d-qrpfovaa : — b) ov tzqIv eldvia vöxoio: eyvcoxvla „vriTtiov ovTtcj eld6&^ ofioitov noXifioio^^ (1440). TO de xivvQi] TtQog xr^v Mevekdov Xvnrjv : — Für das gute und treffende Citat in b hat B hochweise, wie er nun einmal ist, de suo eTtiOTa^evr] gegeben, und wir werden später noch auf diese ureigene Spedalitat unseres librarius zu reden kommen , statt guter und treffender — 76 — Citate oder Erklärungen platte und blasse Allgemeinheiten zu geben. In einem prächtigen Gleichnisse P 53. singt der Dichter: olov de TQerpei egvog dvrg igid'rjXeg ilairjg X^Qi^ €v oloTCohif und B bemerkt gewiss zu x^QV ^^ oloTtoXi^i qwatxov iati TO xoTLVOipoqovg eirai rovg viprjXovg zoitovg. dfislsi ixei y,ai ravxrpf Xaraad'aL ßovketai jrqog x6 ^ij exuoTtreod-ai VTto tüv odoiTtOQCJv xal OTi avvTQoq^a ovra xd roiovra gwvd dXXriXcov xr^v evcpvtav dq>aiQOvvrai : — V bietet hier wieder 2 Scholien: a) X^QV ^^ oloTtolfp: qwaiyLOv iavt yLOZivoq>6Qovg ilvac Toig vifjrjXoig Tonovg, dfieXei iv dngO" TtoXei ^TTtxijg TtQiJTov iq>dvf]: — b) aXXiog: x^QV ^^ olo7t6X(if: TVQog ro fiiq ixuoTV" read-ac vno rc3y odoiTtogußv rj fiij i^Ttodl^ead-ai Tg ixipvaei tüv TvXrjaiov ^i^äv. ijrroy ydq euTQoq)a rd Toiavva qjvvd dXXriktDv riqv evqn/tccv dqtaiQoineva : — Dass hier 2 verschiedene Erklärungen von olojtoh^ ge- geben werden, scheint mir schon durch das vor dem zweiten Seh. stehenden aXhag angedeutet und zwar fasst das unter b mitgeteilte Scholion das Wort olojtoXog als „einsam*. Aber wie kommt der Scholiast dazu, in a das olojtoXog mit viprjXog zu erläutern ? Er scheint also da doch einer andern Etymo- logie des Wortes zu folgen ! Ich denke er fasst es „von Schafen umweidet** Schol. A zu ZV 473 : olo7t6X(p : rix OL iv (j) o'ieg dvaaxQiipovzai. o eaviv TtQoßata {noXeiv yoQ iativ dvaaTQ€q>eox^ai) ij iv (^ olog rig xai ^ovog TtoXeirac, i^ bv drjXöl v6 i^(Ji({f : — Apollon. lex. 119. 25 oloTi 6X({t: ^ftolXodcjQog iv ^ oieg no^ Xovvzai : — — 77 — Mit diesem Begriffe verbindet sich leicht der zweite »der Höhe^ ; denn dass auch die Schafe, nicht bloss die Ziegen^ nach homerischer Vorstellung auf den Bergeshohen weiden, zeigt A 106 : ^'iJjjg iv %vriiioioL dlöv] [loaxoiai Xvyoiaiv Ttoiuaivovv' irc^ oeaa i Xaßciv. Werden also diese beiden Erklärungen, wie wir zu zeigen versucht, in V gegeben, dann sieht man deutlich, wie be- rechtigt die Zusammenziehung beider Scholien in B ge- wesen ist. P 146 spricht Glaucos zu Hector: ov yag rig Avuitov ye fÄaxtjoofievog Javaoiaiv Eiai Ttegl moliog, inel ovy, cqa Tig xctqig rjev. Diese klaren Worte verdunkelt uns B wieder zum Teil durch seine eigene Weisheit in folgender Weise: ol oxQa- TiCbTai, (ptjalv^ oQCJvzeg tovg Televn^aavTag dvexöiy.T^TOvg drco- OTi^aovTai %Qv xivdtVoi;, inti oJx hO%i xaqioxiov aoi toSto. dvzl Tov dg eome ydg iavi ro aga. olov ov ydg iozi ooi TOVTO eig xaQiTog zd^iv ri ovdsp avTolg XCtqiCrj : — Man entbehrt gewiss gern und leicht ein solches Seh., wenn man in V liest : a) ov yaQ ng Avaicov: ol yaQ ozqaTiiozav OQcovreg dvendixrjrovg rovg rekevrriaavrag drcoari^aovTai tcov -KLvdvviav. TOVTO öe örjko7 did tov ,y€7tei ovk dqa Tig x^Q^'S ^*^ /naQvaad'ai dfjtoioi^^ : — b) STtet OVY, aqa Tig x^Q^Q ijc^: ov ydq ioTi Xaqiaxiov aoi iyc tov fidxead-ai. t6 ydq ov% aqa avTv TOV ovx (og soiKog „ovx aqa fzovvov erjv ^Eqidwv ysvog" (Hesiod. Op. 11) „ovx aqa aoi y^iTt^ eVöet {q 454) : — 2 71 heisst es von Thetis: o^v de monvaaaa xdqvj Xdße naidog iilog — 78 — B: o^v ds Kconvaaaa: neginad-ig to ox^^ol oti Ttakiv %(jt)yf.iBL d-eaaafÄavrj tt^v KavdoTaaiv zov naiöog xai vn'' avxfjg Ttjg oipeojg Kivrjd^eioa : — Wie es scheint, hat der librarius seine Vorlage wieder nicht verstanden: denn wie man bei der weinenden Mutter von einem TteQina&ig'cx'^ H^^ sprechen kann, das ist schwer zu erklären. V scheidet richtig wieder 2 Scholien : a) xcoxi'aaaa: TtaXiv (natürlich wegen v 37) xcoKvei d-eaaafievjf] zrjv TiatdaTaaiv rov rtaidog xai V7t* avrrjg Trjg oipeiog KivrjO-eiaa : — b) KaQT] Xaße: TteQiTtevd-ig (sie) to oxfjf^cc. ov yctq q>vXo(pQOVBlx ai cog IlrjveXoTCifj yfHvae d^dga fivv Y,Bq>aXriv^^ {q 39) : — Gewiss sind auch die beiden Scholien in V zu v 82 von Patroclus Tov iyco TteQi ndvTcov xlov evaiQwv laov i/dfj yteifaX^, vor drcaileaa hesser unter den lemmata: a) tov ajtcaXeaa: neQutad'Ojg ndvv wg ini xrij- fiarog f^ieydXov tov q)iXov : — b) ioov ijuii Tieqfaly: HvÖ^ayogeioi ri iavi (plXogy aAAog eyiü : — 2 266 sagt Polydamas : aXl^ lOfiev hqotI aazv. Ttld^Boi^e fioi. code ydg eatai, B bemerkt: dnQcog ngoTginei a^tdaat rov koiqov xai TOV 'Acvdvvov TijV docfdXeiav 7CQOvoriaaif ovx VTtovoiav, dW dXi^O^eiav ßeßaiav jiQoßaXXoiievog. Aber Beziehung wie Verständniss der einzelnen Worte dieses Scholions sind durch die Zusanunenziehung wieder verdunkelt. Klar und verständlich ist dagegen Alles in V: — 79 — a) (üde yäg Sarai: daifioviiog mvel to ocüfia (leg. t6 (üde) ovx^inovoiavy äXX' dXtj&eiav ßeßaiav ttqo^ ßaXkofievog : — b) eY d'afdfie xixriaETai (268): äxQiog TtQOtQirtei ägnaoai tov naiQOv xal tüqo tov %ivövvov rtjy doq>aleiav nqovorflai : — 2 307 spricht Hector: äiJjd fidX* dvtrjv crrioofdai ^' x€ q>iQr]ai ^iya xQdvog ri x€ (pegoifiriv. Dazu bietet nun B folgendes zum Teil ganz unverständliche Scholion : ngog to doxovv eivai dvavriQQrjTOv , ort dfieivwv ^^XikKevg Iq ov (sie) dvvad'rjTce xiy iv noXi^oig ddfjXlaVy wg TO y^STCifii^ di T€ ^alvetai !^^i;g" {X 537). ravra Xeyo^eva 7cq6g vlovg xaraq>QOV€lv diödaxotaiv , wg firj exovrcjv xwv xQeiaaovtov ^axd tojv ikaTrovcjv ihtlda, 7CQ0TQ€7tTiy,wg de q>r]aiv kccvrov eTtidwaeiv zqt xivdvvfp. Sfia äe d'aQQei tdig OTtXoig nai t([) aonXov eivai l^xiXXea : — Einmal ist hier das ?/ ov dvteS-rjxe imerklärlich und dann konnte der Jugend als passender Spruchvers nur v 309 empfohlen werden, nicht worauf zavTa di hinweist v 308, und darum sind in V hier 3 Scholien imter den lemmata : a) dXXd f^dX^ avTtjv: 7iQ0TQBnriiicig (prjaiv eavrov eniäiaaeiv V(p mvöuvi^, a/^a de S-a^^el rolg onXoig xai (r(p) doTtXov elvai lAxi^ea : — b) avrrjv ati^ao^ai: nqog to donovv eivai dvav^ TiQQ-ijTOv oTi dfieivcüv l^xiXXeig^ är]^oxo7tix.c!)g dvTe- d-r^xe TTjv iv noXe^oig ddeiXiav (sie leg. : ddri- Xlav) : — die Bemerkung bezieht sich natürlich auf den ganzen Vers, was auch das lenmia an- deuten will. c) ^vvog ^EvvdXiog: tag to „STtifii^ de tb fiai- verai !^^jjg" {X 537). TavTa de Xeyofneva nQog veovg eXniöa : — — 80 — Hin und wieder habe ich im Y die Bemerkung gemacht^ dass derselbe über eine und dieselbe Sache 2 Scholien bietet : manchmal ein längeres und ein kürzeres, in der Fassimg mehr oder wenig verschieden. Mitteilenswert scheinen mir folgende 2 Scholien zu sein, wo B wieder eines bietet, das, die Kürzungen etwa ausgenommen, ohne jeden Anstoss zu sein scheint. 2 312. 313 charakterisirt der Dichter die Troer, welche dem Hector, nicht dem Polydamas folgen, also : vriTtioi. i% ydg oq>Ewv (pqivag eikero Ilalkag li^rvrj "Ektoqi fi€P yoLQ ETtiQvriaav xoxa firjrioiüvzi V hat hier 2 Scholien : a) "Ex TOQi (lev yaq iTtrjvrjaav: TCi&avrl ^ o*- novo/iia. el yaq ecpvyov elg rijv noXiv tavrä roig iv dgx'j iyevero Tet%rjq€ig oi Tqüeg nat noXiognia %ai oid^ av 6 ''Extcjq dTtciXero xcjXvof^evog vno rmv drjfnoyeQOvrcjv nqoeX&eiv dg n at avv 6 g 7t ov Xiyei ol fie -d'iXovra levai (sie) in:t TtQv fivrjai veeaaiv avrov z^iaxavdaonov iQr^Tvovro te Xaoi (O 722. 3) : — b) aXXiog: ^'Etctoqi fxiv eTtrjvrjüav: ij ihnlg rov ärj^oßoQfjaaL ovx eia aixovg Ttgovorjoat to fiel- Xov xat ^ tov "ExTOQog VTtoaxeaig inayyeiXa^e' vov VTCoarijaead-aL rov u4.%ilXia. Ttqog rijv oXrpf Tcoirjaiv olycovofiiiiwg de e&eto (sie) 6 TtoiTjTing. Tteicd'ivTCJv ydq t<^ TIoXvödfLiavTi twv Tqcjwv i^aytüviov av narioTf] x6 Xomov fiiqog TTJg ^iXtddog : — T 91 sagt Agamemnon : d-eog did Ttdvta tbKevt^ Ttqiaßa Jtog d'vyarriq ^udxri rj Ttdvtag dazac — 81 — B gibt dazu folgendes Seh.: TtQiaßa Jioq •d'vyaTrjQ: xar' evcprjfiiafidv 6 Xoyog^ olov xad^o ^cog, Ttqlaßa naai xal Vifilay enel nüg avti^v oHofiivTpf KaXei; t6 äi nqiaßa drco Tov TTQiaßeux avynixoTttai, avyyvwfirjv de eavz^ Ttogc^Ofievog wg d^eoßXaßei cn^^ei rijv dalfiova, wg vno fAeyioTTjg d^eov ßla^t- xo^evog^ xat %va tovg ä^aQrdvovrag /xi^ ^iiiq>ov%6 rig : — Da liat nun V wieder 3 Scholien, die zum Teil auch in der Kedaction von dem obigen etwas abweichen: a) nqeaßai xar^ evcpTj/dia^dv cjg Evfievidag zag ^Eq IV vg iTtet Ttwg ovkofiivj] : — b) aXixog: TCQeaßa: äno tov Ttqiaßeia avyxexOTtTai rl Ttagdueczai Ttp Jtqeaßvg c) diog d-vydtrjf !^rjy: iTteidi^ ndvvwv aYvcog 6 Zeig, avyyvdiirjv de avzt^ Ttoqi^ofievog iSg &eoßXaßrj (sie) av^et rijV öal(40va wg vjtd ixe- yiOTfjg d-eov ßhxnxofjLevog %ai %va rovg dfiaQTd" vovrag (ätj (X€(iq>oiT6 vig : — So scheint mir zum Teil auch in der ßedaction verfehlt wie Yollständig unklar durch die Contamination das Scholion von B zu T 288, wo es von der um den Patroclus klagen- den Briseis heisst: ^k)dv fiev ü€ elemov iyai Khairjd-ev iovaa ^cDOv (xev ae eXeiTtov: d^iOTtioTwg exet rd tov d-QTjvov. ov ydq to e/r' avT(^ drcoXoqrvQerai fiovovy akkd Y,ai Ta avTji enanoXovdifioavTa. iKnki^TTei ydq avrrjv t6 jU€Ta^ T^g C^ijg y,ai tov d-avdTOv ßodxiOTor ov. naqaTa- TC^fi de (foivQ exQT^oaTO wg fioyig ixKOvaa TtejtOQevfiivf] aal ndXiv ßqadewg vnoaxqeipaoa did t6 fif] 'qdiiog d-edaaa-d'ai TO TtTcifÄa TlaTQonXov» dio Kai inr^yayev ytaKOv ix yt axov, Tijg ydq nag^ ^yafiiftvovi diaTQißijgy g)7]aij tovto fxot Xelqov : — 6 — 82 — Das sind ganz richtig 3 ächolien in Y: a) üaTQoytXe /xoi deiX'g: aiioniarwg exBi ta rov d-QTivov. ov yaQ rd iii* avr^ ijtoXogwQBTaiy äiXa äiä rov ineivov d'dvatov rd eit'' avx^ ina- xolov^aoyfa : — (und das ist richtig, der Ge- danke, den B hineinlegt, ist yerkehrt) b) ^(üov II iv OB eXeiTtov: naQaTarixdig exq^aano qxüväig (sie) wg fioyig änovaa TteTtOQsvfiivfjv (sie) xat rd (lev ßQadiwg (sie) VTtoaxqexpaoa did t6 /ii] ^decog tovto ^iol xbiqov : — c) aUAogi ^wöv ixiv os eXemov: v6 /xeta^ rrjg t,(ofjg Kai d-ccvdrov ßodxiaTOv ov x al t6 ä id ' q>OQOV avvüv s^iaTtjai vtjv Bqiarjtda : — Wie wir sehen ist däS letzte eine Bemerkung ftir sich, die mit der unter a mitgeteilten gar nichts zu tun hat und desswegen auch nicht mit ydq angeschlossen werden durfte. Y 33 iJF. werden die in die Schlacht ziehenden Götter geschildert. Da gibt uns D. ein Scholion aus B, das an geistloser Armseligkeit ganz einzig da steht. Wir haben dazu 4 Scholien aus dem Yict., imd ich lasse sie hier folgen, damit man sie mit dem von B vergleichen und sehen kann, was aus denselben geworden. Diese Scholien geben die Gründe an, warum die genannten Götter gerade den Griechen helfen und lauten in der Handschrift: a) ^Hqr] fiiv xai JlaXXdg lid-r^vr): ^'Hga elg vofiiiiov ydfiov ddLXfjd^ivvi MeveXdi^ ßotjd^el, I^&rjva de Toig dinaiiog xai q>QOvifAa)g fiaxof^evoig : — b) noaetdcov: rrjOnSraL ydq ol TtXeiovg tüv *JSl- Xrjvwv ycat „elg ^EXUtjv Te Kat ^iydg dwQ* dvd- yovaiv^^ (0 203) ij did ^aofiedovra ; — c)' ^EQiovvTjg: 6 iQevvrjTtudg' Xoyog (an Xoywg?). ydg eoti rj 6 (leyiaxa cicpeXcjv TtXeovd^ovtog rov If, ol — 83 — de TQayixot rov yL(t$ax^6viov. iTtet ovv fiexa luoyov Ttoiovvtai rrjv ßdxfp^ ol "EiXrjvegy ßorj&ei avroig* Sfia di xat diä KvXrjvipf : — d)''H q>aLarog : Tcolifiiog Zigei, q>ikog Ldd^vq y]'Hq>aiaxog daldaae xai IlaiXdg lA^vr{^ (C 233) %ai ijfÄfjTQi (piXji inirjQa gjepcov" {A 572) %ai ori rexyi^ov to ^ElXrp^ixov : — .Audiamus disertum!* **H Q a Big v6(4ifiov yafiov admrjd'ivri M&^eXa^if ßor^d-üy uid'riva de toig dinaiojg y^ai q>QOvi^(og fiaxo^ivoig, ^EQtovvtjg de 6 eQsvvrjiixog Qjoyog yaq soti) rj 6 (leyiüra w(p€X(!iv TcXeovd^ovrog rov ^, Hooaidwvde oti dno d'CcXdoarjg TtQog rovg iv tq ^Q^ noXefiovaiv, ^H q>aia'V og de öiä vo (pqovifiog xal firjxccvixog xal Texvi- Tvfi elvaiy oioi xat ^'EUtjveg : — Selbst Dindorf hat hier ein menscliliclies Rühren ge- fühlt und suchte in einer Note dem Scholion etwas aufzu- helfen. Aber ein solches Scholion ist des Abdruckes nicht wert, ebensowenig wie das, welches wir zu v 84 lesen, wo Apollon zu Aeneas spricht : Ttov rot äfteiXai ag Tq(io)v ßaoikevaiv vniaxeo olvoTtora^tov ; — vtaidevTfKa ravra , t^$ Ttaqd roig avfjutoaioig ngoTtereiag iXTtalkdaaovTa , di* wv q>r}aL toV uilveiav dux vag Ttag* otv(^ vrtoaxeoeig oXiyov detv yttvdvvevoai, olvoTtord^cov de nivcüVy ovxi ead^icjv. ßaoikelg de y,ai xovg xara (liQog agxov- Tag Xiyev : — Die Erläuterung des oivoTtord^ojv mit jrivcov , ovxl ^od^iwv ist doch in einer solchen Verbindung vollständig dunkel. Alles ist klar in V : 6* — 84 — a) 7ro€ TOI an: eiXal: Ttaidevrixa tovra mal r^g TtoQa Toig avfiTtoaloig 7i:Q0/tereiag dncdXaaaovTa, dl* üfv qnjoi rov ^Iveicty dict Tag naq^ oivqt vivo-- oxioeig oXlyov deiv xivSwevaai, ToiavTa de xal Ta Ttaq^ ''EXkrjaiv sotiv axovaai „tt^ eßav evxbiXatj otc Sri q>afiev elvai agi- OTOiy ag TtoT^ iv ^Tjfivfiß xeveavx^sg ^yo- Quac-d-By TtivovTsg xQtiTtJQag €7ti6Teq)eag oivoiOy Tqcjwv av3-^ exoTOv Sirjxo^ ai(ov rc" (© 229. 230. 232. 233). ol di 7taQßa Tolg ßaqßaqoig ijg naQaäo^ov tl IdxiX^ Xei avaTtjvai : — b) olvOTtOTa^iov: Ttiviov eq)r], ovxl io^iiov. xaxei aga deovTwg ad-eTclTai ovTog 6 OTlxog „ea&ovTeg xqia TtoXXd ßo&v OQ&oxQai Qawv^^ (@ 231). ßaaiXeig de xat Tovg xaTci fie^g oQxovrag eXeyov y^Öwd exa yciQ xaTa drjf^oy dQiTTQeTteeg ßaoiXrleg^^ {d- 390) : — Anstoss err^ anch das contaminirte Schol. zu X452: OTi^O-eaL TidXXerai tjtoq dvd OTOf^a, veqd-e de yovva jcriywTai. TtaXXeTai titoq: efiq>avTixdig SrjXoT tyIv ifwxTjv exictjÖ^atu ßutl^ofuvrpf. xal KaXXlfuxxog „exoXXrjoccy ydq dvlai yoijvaxa^^ (Lay. Pallad 83). Darauf kann sich aber das Citat des E^- limachus nicht beziehen; in Y steht es richtig unter dem lemma: yovva jci^yvvTai: KaXXifiaxog y^xolXvfiav ydq dviai yovvaTu^^ : — Gewiss ist auch das Schol. zu X 489 aXXoi ydq oi dnovqriaovoLV dqoiqag besser unter 3 lemmata, als verbunden, wie wir es in B lesen : dTtovqrjOOvoiv: xvqliog tcüp oqoav dq^aiqriaovrai. 6 iiev ydq Tlqia^og eqyov eaxdTOv yijqtogy aXXog de ovx eaziv .V — 85 — S iXei^aciiv ti^v OQ^aviav ctvtov, i] de drvxicc Ttavva rd %ei^ nQogdoxav ccvrriv noul : — Y: a) Tcovog %al xijde' (488) : ^ atv%ia Tvavra xd %eLq(a TtQogdoxav iitayerai : — b) aXkoi Si ol: 6 f^iv ydq ügiafiog saxo^oyriQCjg, i'gyov de acoaai xqr^iJiaTa eariv 6qq>avi^ %ov ftaidog : — - c) äTtovqiaova iv (sie): dq>aLqrjaovTai. Dieselbe Erscheinung verfehlter und unglücklicher Con- tamination begegnet so durch die ganze Sammlung und wir müssen demnach festhalten an der Aimahme, dass der Schreiber hiebei einem bestimmten von ihm oder einem andern fest- gestellten Principe gefolgt ist. Daneben gibt es aber auch eine ganze Menge derartiger verbundener Scholien, die ohne jeden Anstoss sind. Und wir begreifen das sehr leicht. Der Schreiber hatte gewiss eine leichtere Arbeit, wenn er Scholien imter gleichen lemmata, die zu einem und demselben Vers gehörten und nur verschiedene Erklärungen enthielten, zu einem Ganzen verbinden konnte. Aber diese sollte man eben- falls nicht nach dem Venetus ediren. Wenn Nwir nämlich in anderen Handschriften die verschiedenen Quellen, aus denen unsere Scholien stammen, genau geschieden sehen, so sollte man sich doch wahrhaftig keinen Augenblick besinnen, schon der leichteren und bequemeren Orientirung wegen jene Hand- schriften zur Grundlage zu nehmen. So kann ich es nicht billigen, dass man zu E 736, wo es von Athene heisst : * ^ de xixciv^ ivövaa Jioq veq>ekriyeqhao aus B folgendes Schol. herausgibt: h: daavvtiov to 1^, ag^ S-Qov yaq eoTi dvrafvvfimov. riveg de xpiXovaij avvdeofiov exde- XOfievoi Tov rj i^de, xaKiSg, ovrog de 6 %vtvtiv eTtiZTideiog eativ — 86 — iv TtoXifÄtp IV g (sie) i'ori jteqißokri Jioq xai Idd^ag wg ld%tXki(og xal u4Yccvrog. Tevx^oi di kiyei Tg alyidi xat zjj Genau nach den Quellen geschieden und zum Teil noch durch eine weitere Bemerkung vermehrt bietet V folgende 3 Scholien : a) ^ Si x*^^v^ ivdvaa: daavvreov t6 v[, ixqd-QOv yaq ioTi dvrcjwfdi'TLOv, Tivig di xpiXovat atväeofiov dexofievoi ro rj^ TLoyLwg : — (Schol. Herod.) b)x^^^5*'' ivSvaa: ovzog yaq fiSXXov ifciTi^deiog iv TEoXeijK^ %ai ori (sie) l^orj TteQißoXri Jiog %al !/i&rpfäg (ig ld%4}liu)g xal ^Havzog : — (SchoL exeget.) c) ^ di xiTVJv'' ivdvaa: to ,jJidg ycqpc^iyyc- QStao^^ Tivig xt^ TtQCJti^j ol di r<^3 ^S^g (sc. awaTttovOLv) l'v' g oXa ta OTtXa rov /liog. Ttoivov di xai €7tt xov Ttgcirov. T evxBa di Ttjv alyida nai 7teQiY.eq>a'kaicfv X^yei : — (Schol. Nicanoris et exeget.) Am allerwenigsten war es aber zulässig, das ixiJxog, das wir so vielfach vor den Scholien des V finden, und das so deutlich auf verschiedene Quellen hinweist, so ohne weiteres wegzulassen. So wird Y 332 u4iveia rlg a' wde -d-ewv ätiovta Y.BkiveL in B durch folgendes Scholion erläutert: cTsowa: (pqtvo- ßXaßovvta rj atpQOvriOTOvvTa „6 di Ttgarcov f^iv äzi^cov eq^ xevai^^ (v 166) KaXklßdaxog „Movawv di yievog dvriQ araec" TG axiovra (og voiovxa, eötl yaQ TTJg TtQWTtjg xüv neQiancO" fiivtJv av^vyiag ofioiwg r^ voiovti : — In V sind durch aUxog richtig 3 Scholien geschieden: a) dtiovra: äq)QOVTiGTovvTa' KaiXlfiaxog ^yfiovadtov lievog dvijQ dzizei^^ (sie) : — — 87 — b) dXXwg: ätiovca: ätpQOVTiaTOvvra „o de TtQchov fdiv ar/Ccciv" (v 166) ilj q>Qevoßhxßovyca : — c) aihaqi dtiovcai iig voiovra. eon yäf tijg TtQci- rrjs avZvyiag ruiv TieQiancofdivcov : — Mit dieser Scheidung ist doch zi^leich für das raschere Verständniss dieser Scholien unendlich viel gewonnen, und dieselbe ist auch in V durchgängig durch alle Rhapso- dien der Ilias festgehalten. Denn nur höchst selten tritt der gegenteilige Fall ein, dass wir einmal im Venet. B 2 Scholien begegnen, die in V zu einem einzigen verbunden sind und wegen dieser Seltenheit kann auch diesen Scholien für die hier besprochene Sache keine Bedeutui^ beigelegt werden. So müssen wir also die Ansicht, dass uns im Venet. B die ältesten Ueberreste eines ursprünglich mit de ver- bundenen und vermittelten Commentars vorliege, der dann im Vict. aus Bedürfiiiss der Handschrift auseinander gerissen worden sei, als unstatthaft zurückweisen. Die Verbindimg der Scholien im Venet. B ist ureigenste Arbeit dieses oder eines anderen librarius, der, um nicht immer neue litterae numerales über den Text und an den Anfang seiner "Scholien setzen zu müssen, manchmal mehrere Scholien zu einem einzigen Ganzen verbunden und contaminirt hat.*) *) Dass aber dem librarius des Venet. B nicht ein verbundener Commentar, sondern schon durch aXXu^ geschiedene Scholien vor- lagen, davon gibt es ganz deutliche Spuren in unserer Sammlung. E 778 lautet das Schol. in B: T^/ua^' o/jioZat: trjy i^fitiv xcci rtjy ntrjaiy, atonor yaQ rgv^e^tüg ßa6ilety rag eis TioXifAoy scxevccfffÄiyac' aTiXcDg, xaXtag raiy ßovXofiiyfay XaS'iiy r« tx^v nBQiattQaiq i%xait€y\ ttfpaytj yuQ avttoy rd t/yii (of ^A^iOxotiXtig. ^ xal 6id to xa&tcQoy fj dtd TO ra/v : — Dasselbe Schol. bieten VL, nur dass dort für v^ «XXwf steht und das Schol. am Schlüsse noch einen Zusatz hat. Jeder sieht, dass wir hier 3 Scholien vor uns haben : der Vergleich mit den Tauben wird erklärt: a) cT*« r^y OQ/Jitiy xal njr nrriciy b) wird das Passende des Vergleichs hervorgehoben 6id ro "kad-Hv c) ^td j6 xa- ^aQoy xal wr/w. Für das in VL genau scheidende aXXtag ist in B — 88 -- Sollte dies Alles aber noch nicht genügen, endlich der Ueberzeugung Bahn zu brechen, dass der Codex Venet. B bei der Heransgabe der exegetischen Scholien der Ilias erst in zweiter Linie Berücksichtigung verdient, so möge hier gleich noch ein weiterer und höchst wichtiger Punkt in Be- tracht gezogen werden. Schon in der Recension von D.'s Ausgabe Jahrb. 1878 wurde p. 531 darauf hingewiesen, dass uns im Vict. vielfach nicht bloss der bessere, sondern an zweiter Stelle, wie so oft ? eingetreten. Ausserdem ist hier be- merkenswert, dass in y in der Begel nach dem a^iog noch einmal ein lemma folgt, lun das Scholion deutlich als ein neues kennbar zu machen. Das ist hier nicht der Fall, so dass man am Ende die obigen Worte auch als ein Scholion mit 3 verschiedenen Erklär- ungen £ässen könnte. Ganz ähnlich verhält es sich mit Y 180,. dort heisst es ebenfalls am Schlüsse des Schol. aXXiog xal xtgtofMel rov Aivslav tag dyfSQftoyra tJ JlQidfjiov «QXV • — und wieder steht das gerade so in V, ohne lemma und mit ticcI verbunden. Doch dürfte uns darüber vielleicht der Townleanus aufklären. Wenn auf Thiersch's Vergleichung Act. PhiloL Monac. Tom. ü. p. 561 fF. Verlass ist, so hat V öfters aXAwp, wo es im Townleanus fehlt. Vergl. de Schol. Vict. Homericis p. 24 Anm. Und diese Frage ist für die Sache von Wichtigkeit, denn es handelt sich eben darum, ob diurch dieses häufige u'kXwg in V verschiedene Scholien oder verschiedene Er- klärungen eines und desselben Scholions geschieden werden. Natürlich soll damit nicht gesagt sein, dass die ältesten exe- getischen Scholien nicht aus einem oder mehreren ursprünglich ver- bundenen Commentaren stammen ; denn so müssen wir uns die Sache aller Wahrscheinlichkeit nach denken und dahin führen uns auch Spuren, die wir in den Scholien beobachten können, so z. B. wenn in y und L neue Scholien unter eigenen lemmata mit ^^ anlauten wie E 638. 502. (Vgl. auch cod. B zu * 204.) Das erklärt man sich doch wohl am leichtesten dadurch, dass man aus Bedürfoiss der Hdschr. oder aus irgend einem andern Grunde die in dem fortlaufenden Com- mentar verbundenen Scholien trennte und dabei übersah, das nun unpassende ^b ausziunerzen. Dass aber damit die von dem librarius des Venet. B beobachteten und oben gezeigten Kunststücke nichts zu tun haben, das glaube ich an einer ganzen Reihe von Scholien schlagend nachgewiesen zu haben. — 89 — auch der ausführlicher^ Aiiszog dieser Scholien vorliegt. Eine nach dieser Bichtong hin yorgenommene CoUaidon mehrerer Bücher hat mir die dort ausgesprochene Vermutung zur Gewissheit erhoben. Und es hat gar nichts ünwahr- scheinHches, so wie wir wenigstens unsem Heim Hbrarius bisher kennen gelernt haben und es stimmt ganz zu seinem 'System der Arbeitserleichterung, wenn er manche Scholien, die in seiner Vorlage enthalten waren, einfach wegliess. Darauf wird man wenigstens gedrängt, wenn man folgendes Schol. in B etwas näher ansieht. V 288. 289 heisst es bei der Anführung des Wagen- kampfes üßQZo Ttolv TtqChog fiiv ava^ dvdqwv ^/dtjXog l4df^r]tov q)iXog vlog^ dg iTtTtoavvf] hthiaaro und da bemerkt B zu 289: dg iTtTtoavvrj inixaato: oi ftovov iTtTttüv aQ^^ ^a^^üv aviari] TtQwrogy dXKa xai tixvri iTtTtin'^ : — Ich frage : wo ist beim Dichter mit irgend einem Wort Etwas angedeutet von der oq€T^ rwv %7t7tiav^ Diese Bemerkung des Schreibers weist vielmehr darauf hin, dass in einem andern SphoUon, das er in seiner Vorlage hatte. Etwas über die Vortrefflichkeit der Bosse des Eumelus bemerkt war, denn nur so kann man sagen ov fiovov — aila xaL Und so ist es in V: 288: EvfirjXogi wg OertaXiTcdg %7t7tovg €%(av %ai VTto IdtTtolhüvog TQacpeioag : — 289: iTtTtoavvT] eKeKaato: ov fiovov ovv %7t7tiav a^CTjf ixenaOTOf aXXd xal tex^rj iTtnix^ : — In ganz richtigem Gefühl ist in B das ovv weggelassen worden, eben weil das vorausgehende wegfiel, aber die bei- behaltene ungeschickte Fassung ov fdovov — dXkd xat hat den librarius doch verraten. Allein diesen Umstand wollen wir hier gar nicht be- tonen. Wir haben es da eben mit der einfachen und ecla- — 90 — tanten Tatsache zu tun, dass eine Menge guter ex^etischer Schollen im Vict. enthalten sind, die im Venet. B fehlen und zwar meinen wir damit nur solche, die nicht gerade auf ganz besondere und eigene Quellen hinweisen, sondern die ganz im gewöhnlichen Geiste dieser exegetischen Schollen gehalten sind. Und das findet sich so durch alle zu diesem Zwecke von mir vergHcEenen Bücher hindurch, ffier möchte ich nur auf die im Venet. B fehlenden Schollen der Rha- psodie V hinweisen. Im Venet. B fehlen also die folgenden Schollen, die Bekker aus V anführt: V 1. (2. Schol.) 6. 7. 14. 20. 28. 33. 42 (statt A ist V zu schreiben) 44. 84. 71. 72. 76. 79 (AV) 82. 99. 110. 126. 130. 132. 136. 141 (AV) 153. 157. 171 (AV) 193. 203. 214. 226. 229. 239. 265. 266. 268. 270. 275. 277 (2) 280. 288. 291. (2) 296 (2) 336. 346. 348. 378 (2) 383. 401. 426. 458. 478. 497. 503. 506. 524. 538. 596. 619. 633. 637. 644. 648. 652. 660. 661. 664. 680. 681. 684. 686. 690. 702. 709. 725. 729. 741 (2) 772. 783. 791, 810. 815. 817. 829. 854. 858. 876. Das sind Schollen, wie wir sie zum Teil ähnlich sonst in B lesen. Aufgeführt sind dabei nicht diejenigen, welche aus den Werken der Viermänner stammen , weil auch B selten derartige Schollen hat. Dieselbe Beobachtung wie hier habe ich auch an andern Büchern gemacht, so dass sich wohl die Annahme nicht abweisen lässt, dass uns für die exegetischen Schollen der Illas in B nur ein unvoll- ständiger Auszug vorliegt. Wir sind nun am letzten Gange unserer Untersuchimg angelangt. Es ist das nicht etwa ein zusammenfassender üeberbUck der bisher gewonnenen Resultate, sondern eine scharfe kritische Prüfung derjenigen SchoUen des Venet. B, die entweder ausführlicher in demselben enthalten sind oder die in mehr oder weniger bedeutenden Pxmkten von denen — 91 — des Vict. abweichen. Die Vergleichung beider Handschrifben giebt ausser den bisher behandelten Tatsachen der Verkürz- tmg, Zusammenfeussung, Umredigirung ja noch andere Punkte an die Hand, die der Vollständigkeit der Sache wegen nicht umgangen werden können. Die Scholia Victoriana sind nämlich denen des Venet. B entweder ganz gleich dem Umfange wie dem Wortlaute nach: da fallt die Handschriftenfrage weg. Oder sie sind länger als die des Venet. B: dann haben sie Striche und Verkürzungen erfahren in B, wie wir das früher nachge- wiesen. Oder sie bieten in 2 und mehreren Scholien, was B in einem hat: dann sind sie contaminirt und aus V zu ediren. Aber damit ist die Möglichkeit der Fälle noch nicht erschöpft; denn die Scholia Victoriana weichen von denen des Venet. B manchmal in unbedeutenden Punkten, wie es wenigstens auf den ersten Blick scheinen möchte, ab; sie weichen auch femer manchmal ab im Umfang und erscheinen in B ausführlicher als in V. Nun so gebe man sie — wird man sagen — aus B heraus. Allein diesem raschen Worte möchte ich doch ein gegründetes Halt zu- rufen. „Du sollst nie nur eine einzige Handschrift anbeten* lautet ein schönes Wort, meines Wissens von Lehrs, und ich unterschreibe es vollständig. Aber wenn wir nun den librarius der Scholien des Venet. B bisher kennen gelernt haben als einen gedanken- los arbeitenden , vor dumm-dreisten Erfindungen keineswegs zurückschreckenden Gesellen, wenn in einer so grossen An- zahl von Fällen seine Fehler klar und offen vor uns liegen : sind wir da nicht berechtigt , auch Alles andere , das er etwa abweichend von V bietet, nur mit Misstrauen auf- zunehmen : ja sind wir da nicht im Interesse der Sache, der wir nützen wollen, geradezu verpflichtet, die etwa vor- kommenden Abweichungen genau und scharf zu prüfen, deren Richtigkeit oder Unrichtigkeit nachzuweisen ? Oder — 92 — soll sich der breit und offen daliegende Unsinn auch noch durch eine vierte SchoHenausgabe weiter schleppen , weü er nun einmal durch den altheiligen Namen des Venet. B ge- deckt ist? Auch da gilt es Kritik zu üben, scharfe unnach- sichtige Kritik, die das Gute schützt und verteidigt, das Schlechte verdammt und aufgiebt. Allerdings ist das Urteil über schlecht und gut bei diesen Scholien subjectiv, aber ich denke denn doch auch von diesen exegetischen Scholien der nias nicht so gering, dass ich damit zufrieden wäre, wenn sie nur Worte machen ohne Inhalt und Bedeutung und zwar Worte, die sich nicht etwa mit der bescheidenen Haltung der Paraphrase begnügen, sondern mit der lächer- lichen Tendenz wirklicher Erklärungen des Dichters auftreten. Wir werden demnach auf dem nun folgenden kritischen Gange in aller Kürze und nur nach den Hauptgesichtspunkten in die Besprechung einiger Scholien eintreten und zwar wer- den wir zunächst solche Scholien heranziehen, die man aus B edirt und bisher ohne Anstoss gelesen hat, die aber aus V zu geben sind; wir werden femer auch manche in V be- gegnenden Varianten gegenüber anderen Lesarten von B auf- recht erhalten, zum Schlüsse soll dann noch mit einem Worte hingewiesen werden auf die Zusätze, womit der Venet. B uns bereichert. Bei Villoison, Bekker xmd Dindorf lesen wir zu F 41: aal x€ ro ßovXolfiriv Kai xev Ttokv xiqdiov riev folgendes Scholion iaus B, dem ich nun gleich das von V gegenüberstellen will: B V ßovXoifJirpf av tqvto (bg xaXoig ißovXofifjv av tovto, g>iQ- yevtjaofisvov. äXkd aal TtoXvy tbqov de TCQeitTOVj aol drj'- q>7]Gl , y,QeitTOv av iyeyoveif Xovori : — aot drjlovöti: — — 93 — Wenn man nur den äussern Umfang der Worte für ausschlaggebend hält für den Wert eines Scholions, so ist allerdings das Schol. Yon V gerichtet. Doch wollen wir uns dasselbe einmal näher ansehen : a) ißovXofitjv av zovro ist allerdings nicht auf den ersten Blick klar, aber unzweifelhaft beziehen sich die Worte auf die von Aristarch notirte Rede- wendung, von der Friedländer zu Aristonicus p. 7 gesprochen hat b) V las ursprünglich in seinem Texte g>iqTeQOv, nicht wie wir niQÖiov imd erklärte das Wort mit xgeif^ tov. ApoUonius lex. 162. 4 cpiQreQog: TCQeiaatov Tiaqa to VTteQfpiqeiv, Ich finde also dieses SchoHon gar nicht so schlecht — ja sogar gut — und ausgezeichnet, wenn man es diesem platten und nichtssagenden Gewäsch entgegenhält, mit dem uns B wieder bedient. Gewiss hatte der Hbrarius ähnKche Worte , wie wir sie in V lesen , in «einer Vorlage — das TCQeiTtov av iyeyovei scheint darauf hinzuweisen — aber die Variante hat wieder keine Gnade gefunden vor seinen Augen und daher das hohle Phrasengeklingel. Das tief humane, so wunderbar milde Wort, das Priamus zur Helena spricht, F 164 : ovTi fioi altirj iaat, &eoi vi f^oi curioL elaiv hat auch unsere SchoUasten gerührt und sie bemerken darüber: B V TcatQiTii^v Tttog acil^cjv diad'e- 7taxqiY.r^v aw^wv äid&eaiv ov aiv Kara rov koyov ov g>rjaiv qyrjaiv „naJg vi ^loi caxiog ccvTT^v avciav. neig yaq; : — iariv^^ : — Hält man an der Ansicht fest, dass nur das ein gutes Scholion ist, das etwas anderes sagt „als was im Buche steht*^, so weiss man, was von B zu halten ist. — 94 — „Worte, Worte, niclits als Worte" z. B. auch J 151: tig &i XSev v&)ijhv te xat oyxovf iTitog iovzag B V ixtög eöviag: leittu t6 tag äe i3ev: avii tov gV- ija^ero, jigö /cg tovvov ovx &ero. ntög yaQ eioqa to i[i- tuQÖTo IfifiEJijjyög TJ fiav- neni^yog rg Jtavrevxiif ; : — zevxitf : — Das Schol. von V spricht fUr sich selber. Was aber ein solcher Schreiber im Producirea von Unsinn leisten kann, sieht man auch hier wieder ganz deutlich. „Insanit nt aolet!" Davon gleich nodi eine Probe. J 398 wird von Tydeus gesagt: Malov' äqa jtQoetpie, &etäv TtQÜeaat itiif^^aag. Geistreich, wie immer, bemerkt dazu B: avTi^) eltiev ori Idyrj ovtov t6 Söqv ; — Ja , ja ganz gewiss : die Athene sagte dem Tydeus, «dasB sein Speer zerbrochen ist" ! V : ^ l^&T/vS ya^ ctvTi^ eiTte rj exläo&rj avrov to äöffv : — E 128 sagt Athene zu Diomedes: dx^vv 6'av toi an Ötp&aXftwp i'lov, tj tc^v Brt^ev ogig' er ytp'föaxyg ^f*ev &edv rjde xai ävdßa. Zu dem letzten Verse liegen uns folgende 2 Schollen vor : B V o/rwg ev SioKfiivoio xal tov &e6v öfioiojd'ivTa avÖ^ %va aTQETTtoy i^eov xai tov wg dtaxqlvrjg xai töv ovtwg dv- dvÖQu 7töXtv 9töv : — dpa tovto yä(f dtjloJ ■^(ih &t6v r^Si xai ävö^. - 95 - Dass irgend ein homerischer Held einen unverwandelten Gott nicht erkennen sollte, davon finden wir in den ho- merischen Gedichten nirgends eine Spur. Wenn also Athene dem Diomedes hier die a%Xvg nimmt , so kann der yom Dichter angedeutete Zweck nur mit Y erklart werden. E 542 heisst es von Aeneas: ''Evd'^ avr' u^lveiag /favawv VXev avögag dQiatovg vTe ^loxkriogj KQ^&(avd te ^OQaikoxov ze Dazu sind uns wieder zwei Scholien erhalten: B V ^Eilrp^iTtov Ttal q>iXadEkq>ov to ^E^rj[VL%ov %ai g>tXad€Xq>ov avv^ owajtod'VTJaxeiv zöig ädeX- aTiodvf^ayteiv rovg ddeXcfOvgj qmg , oAA' ovx olov ro ov rov (lh]yi(üg{Y 11): — Selbst wenn man mit leichter Aenderung in B schreiben würde rovg dSehpovg , so bleibt das folgende doch ein Un- sinn. Denn was soll denn olov ro Otjyicjg i^d^og für das Gegenteil beweisen? Bei v 11 ff. sehen wir, dass von den beiden Brüdern Phegeus zuerst getötet wird, während Idaeus feige flieht. Darum ist nur richtig, was wir in V lesen. Der Unsinn in B ist wieder durch die unverständige Kürzung entstanden. Wenn mich nicht Alles täuscht, haben wir es mit einer ähnlichen sinn- und gedankenlosen Kürzung auch . V 840 zu tun: Epeios macht den ersten Wurf: aoXov (J'?A€ diog ^Erteiog ijxJB de divrjaag, yihxaav ö^STtl Ttdvxeg L4%aLoL Dazu liegen in den beiden Handschriften die folgenden Scholien vor : B ßovl^ai ehceiv ori xcctayi- Xaatog iyivBro en' oXlyov aiv : — tavto &iXti emsiv ort xara- yeläoiog i^^iipev in' oXiyov ßalbiv ^ evxeQÖig rijv x^i^ axtjpicalaag »j /^i} äutar^aae TW Jtöäe : — es ^^^ am ^^^Ä »el: Zu einem Freui^eiigeUchter, wie B annimmt, war dodi hier beim ersten, wie es scheint, total verunglückten Wurf, auch nicht die mindeste Veranlassung. Man mviaa sich sehr in Acht nehmen TOr den aus- ftilirÜLheren und längeren Scholien des berühmten Venetua B ! r 221. 2 ÖW.' 8t« iJij ^''ona re fieydltpi h. arr^i^eog 7ei xai tTtea vupädeaatv eoixöia xufieqir^aiv B V f^ EtKoJv dgioQ^ nffig to ta%oq T^S ^ijTO^lag. ^M* fisv yaq Tov iiX^^ovg drßm %6 fivxvov Tod löyov, 3td 3s lov Xevxov ■to ampig, dia T^g viqiadog vi^y (fqixrpi tOv äy.ovövrtuv. xal ai (liv zciftE^iort anaXäi, at äe sa^ival ixxoTttovai tovg xaQuovg ; — Xihil non ,molitur inepte.* Gewiss ist es so hier; denn wie kiinn man allen Ernstes, wenn man das Gleichnise, wie B tut, allein itQog zo -cdxog bezieht, fortfahren did ftev yä(j ToiJ TcXri^ovg ärjXot tö nvxvovl femer sind doch auch rrXij&og und uvxvöv ganz verschiedene Begriffe, die unser librarius da zusammenwirft. Der Unsinn fällt in sich selbst zusammen, sobald man ihn etwas näher betrachtet. ^ eiKiav jT^s TO Taxog, to 3cXij9os, 10 scvxvov, tö aag>^g, diä de to Xevxoy tijg vtgxidog ttJ» y^t'xijv tiüv äxovövTwy, »al at ftiv x^~ fiiqiat, TOiig Xflr^ novg : — — 97 — P 24 spricht Menelaos: oide f^iv ovdi ßtt] ^YneQi^voQog mnodai^oio Dazu liegen nun in beiden Handschriften folgende Scholien vor: ij TtQO TfJQ /AT^ndog ^ vvv xora ro aiwftw/jievov dvjjQtjrai, ov yag iv r^ S jyl^tQeidi]g d^oQ* ineid-^ ^YTtBQtjvoQa Ttoijdeva Xawv^^. q)€vycov yaq lueivog avjßqrjvo, . ''Of^rjQudv de €&og vid. Bekker : — B ij TtQO Tfjg fii^vidog ij vvv xarä To öKOTtwfxevov avjßQfjrai» ij raya iv rji S avtäv avfxßa^ Xovxcov 7i€q)6v€VTaij ev^a cpt]^ olv yjl^TQeidrjg d^ag* eneid'^ ^YneQi^vOQa noif^iva hxüv^^ (516). q)Evya)v ovv dv]ßQrjTaL, 7] xaya sd^og ^Of^irjQi^dv ro kvia TtaQalelneiv y,ai vgteqov q)Qd^eiv. Tieqioadv ös to hv ov : — Alle Ausgaben unserer Scholien bieten nur die Fassung von B, und doch ist dieselbe grundfalsch und verkehrt. Das ganze Scholion kann nämlich nur auf die eine Frage ge- richtet sein , dass der Tod des Hyperenor , von dem hier Menalaos spricht, in der Ilias nicht erwähnt ist. Zur Recht- fertigung dieses ümstandes greifen sie zu dem gewöhnlichen Mittel, das Kennern dieser Scholien nicht unbekannt ist: rj TtQO Ttjg f.irpfidog f; xara xo aicoTrwinevov dvgQijrai und sie finden das ganz dem ^OfitjQii^ov ed^og entsprechend, wofür V bei Bekker Beispiele beibringt, die in B wieder weggefallen sind. Nun wird freilich ein Hyperenor £516 erwähnt; aber die umstände, unter denen jener dort getötet wird, sind ganz verschieden von denen an unserer Stelle. Darum wird auch in V mit Becht die Identificirung des in S getöteten 7 s mit dem von Menelaos hier erwähnteD zurDckgewiesen. Nach £510 ETcei ^' sxXtvE fiäxTjV xAurög evvoalyaiog wird Hyperenor auf der Flucht getötet — q>evyo>v yä^ exet- vog avQQtjzo meint alao V — vmd der kann doch unmöglich derselbe sein, von dem Menelaos sagt xal ^' V7ti(iBivey\ Das ist Alles klar und verständlich und so lautete gewiss auch die ursprüngliche Fassimg dieses Scholions. In geradezu törichter Weise ist dieselbe in B alterirt ^ raya iv t^ S — netpövevzat . . . . tpevyiov ovv äv^qi^Tat, Wie können diese Worte hier i^hen nach dem Vorausgehenden ij Tcpö T^e ftrjvidog jj vtaza xo auoTttafievQv nstfovevTai ? Diese sagen doch ganz deutlich : Homer erwähnt nirgends diesen Hyperenor , von dem Menelaos spricht ! Wie können femer in der von B beliebten Weiae darauf die Worte folgen ^' läxa e^og 'OfttjQiKov id evia ftaQctXeiTiEiv? Das ist doch rein undenkbar! Das Scholion zu P 24 verbreitete sich nur Über die eine Frage, dass der in S und der hier genannte Hyperenor nicht identisch sein können : was darüber ist, ist vom Uebel. Zu J 87 udaadoMf) j^vTTjvoqidr], xQais^i} aiXfttjT^ bieten beide Handsclmften folgende Scholien : B V KaXov€la&ai /ueA- XovTag eaioaev. Sollte der eigene Sohn des Antenor, Lao- dokos, zu den dokoq)oveiv fiiXkovreg gehört haben? Das ist doch kaum glaublich. Alle Schwierigkeiten sind dagegen gehoben mit der Fassung von V. Das rvagaßag vo^ov TTQO^Bviag ist doch wohl dahin zu interpretiren : Laodokos als TiQO^evog des Menelaos hätte doch eher das Gegenteil von dem tun sollen , was er jetzt tut : d. h. er hätte Alles zum Schutze des Menelaos aufbieten sollen ; aber damit, dass er jetzt den Pandarus zum Schusse auflfordert, übertritt er doch zuerst den rofiov ngo^eviag. Daher, meint der Seh,, empfiehlt sich der Göttin gerade die Gestalt dieses Mannes, der mit der AuflForderung zugleich den vo^ov 7tQ0^€>iag und üTtovdwv übertritt. In richtigem Gefühle hat Bekker auch djis Scholion nach V edirt. Zu -5" 372 von Hephaestos Tov ^evQ^ IdQciovra eXiaaofievov Tveql q>vaag stehen sich folgende Scholien gegenüber: B V nQO TtoiXov Tavva (/fxovoiir]' Ttqo noiXov zavTa (iycovofir^Tai Tai e/ti Trjg ^ qaif.f(^diag nai stvI vr^g A ^axpi^dlag^ SrjfjiiovQ' drjiiiovQydg ovrog 6 dsog elg- yov top d-eov xovrov eigfixS-ai rjxTai , xai rovg d'oka^ovg nat rovg d-akifjLOvg roig -^eoig zoig d-eolg KaraCKeva^ei %al y.aTaayt€vd^ovTa xat z6 an^Tt- To ayc^TtTQOv rt^ Ju^ iV knl xqov Tt^) z/a, IV ent Trjg jue/- 7* ■ — 100 — Ttjg fXBiCpvoq XQBiag fir^ naQa' ^ovog XQ^^^S f^^ 7taQado£ov do^og iy raxv^i^S (pavy : — 9^^ ^<^ xahLea viva twv &eäv elgdyea&ai : — Auch hier ist die richtige Fassung allein wieder in V erhalten. Der Scholiast meint doch wohl klar und deutlich: Dass die Einfilhrung des Hephaestos als x^^^^'Q keinen An- stoss erregt, dafür hat der Dichter im Verlaufe seines Werkes gesorgt. Er hat von ihm gesprochen als &ahxfjLovg zoig d^eoTg TLaraaxevd^cjv und aurJTiTQOv rqj JlL So hat er gewisser- massen die nun folgende Scene, in welcher wir den Gott als Xakx.tig tatig sehen, geschickt vorbereitet. Der Begriff der TaxvTT^gf den B da hineinträgt, ist also gewiss der ursprüng- lichen Fassung dieses Scholions fremd und an sich auch all- gemein und nichtssagend. Agamemnon spricht J 236 aXV oXnsQ TtQOveQOi iniq OQxia dtjXrioavTO Twv Tirol avtaiv TeQBva xQOCc yvneg kdovrai. Dies wird in folgenden 2 Scholien erläutert : B V x«£ o^rot (nämlich die Grie- xat ovroi yoQ naqa xovg Sa- chen) Tcaqd Tovg OQx.ovg not- %ovg noiovöiVy ixelvoi de rjQ- ovGiVy oci TTQCTBQOi Tfjg ^fxxtjg ^ov : — Der Hauptbegriff, worauf hier Alles ankommt, ist in B ganz übersehen, nämlich das ttqot bqoi oqyua drjXtjaccvro, Agamemnon, meint V, sagt 7Cq6t€qoi, weil er sich bewusst ist , dass auch die Griechen gegen die o^oi handeln ; aber so kann er nur sprechen, weil die Trojaner als nqoTeQOi — nämlich durch den Schuss des Pandarus — sich desselben Vergehens schuldig gemacht. Darum kann man hier unmög- lich das i'A.eivoi äi i^Q^av missen. - 101 — Bei einer zukünftigen Herausgabe dieser Scholien wird man aber nicht bloss mit scharfem kritischen Auge die ganze Fassung einzelner Scholien zu prüfen haben, wie wir dies soeben gezeigt, sondern ein gewissenhafter Herausgeber wird sein ganz besonderes Augenmerk auch darauf richten müssen — es ist ja dies die schönste Arbeit der Kritik — welche von 2 verschiedenen Varianten den Vorzug verdient, welche zu wählen und welche zu verwerfen ist. Es ist das freilich eine mühsame und beschwerliche Arbeit, aber un- erlässlich für den, dem es darum zu tun ast, dass diese Scholien, die ja durch die Unbilden des oder der Schreiber soviel gelitten, ihrer ursprünglichen Gestalt so nahe als mög- lich gebracht werden. Ich will dies hier an einem Bei- spiele zu zeigen versuchen. 4^ 413 spricht Diomedes zu Sthenelos ov yoQ syw vefjieaa) l^yafxi/jvovi Ttoifjivi Xaaiv OTQvvovTi ^axeod-M evxvqfiidag l4xctiovq. Dazu bemerkt B unter anderm : vofjio&eTel 6i ndiov del Tov aqxovta neqi roig aQxofxevovg slvai xai fiaXlov hiaiyei wq avTov nat T^g qid-OQag xat TYJg awrrjQiag rä Tikrj äva- Ueberliest man die Worte des homerischen Textes, so findet man daselbst nicht im mindesten Veranlassung zu einer Bemerkung, wie wir sie hier lesen: rcöiov del xov ccq^ Xovra neQi Tovg agxofievovg eivai und wenn wir dann im Folgenden lesen zrig cp-d-o^g xat T^g awrrjQiag ra tUtj dva- Xafdßdvea&ai ^eXlovzog, so begreift man noch viel weniger, wie hier von den Pflichten des aqxo^v gegen die ccQxofievot die Rede sein kann. Alles ist richtig und klar in V : TOVT(if fjLBv ydq %vöogi vofxo&erei nolov del elvai TTQog rovg aQxovzag, cog aal rrjg q)&OQag nat r^g aiortjQiag /xiXkovvag alxiav exeiv : — — 102 — Ueberhaupt dürfte es sich bei der Kritik dieses Scholiasten als ein Hauptgesichtspunkt empfehlen, darauf zu achten, wie bei dem bekannten Abkürzungssystem unseres librarius oft blasse, nichtssagende und falsche Allgemeinheiten die guten Ausführungen seiner Vorlage verdrängt haben. Ich will das an einigen Beispielen erläutern. Was soll man sich denken unter dem Schol. zu T 282 wo B unter anderm bemerkt : iv&ade fiovov avxijv nal sv T^ u4 liya^i^vcjv e^ ovo^aTog TtaQeXaßev ? Was sollen die Worte sagen xat bv z^ u4 . . . . TvagiXaßev? V hat diesen Zusatz wieder nicht, bietet dafür aber: sv^dde fiovov amrjv naqeXaßev {Xtyovaav'i) dg xat Ooivixa iv T j / : — d.h. nur hier hat der Dichter einmal die Briseis redend eingeführt, wie den Phoenix in /. Wir sind ja bekannt mit dem allgemeinen imd vagen Gerede dieses Schreibers und erkennen es aijch wieder T 175^ wo Odysseus den Agamemnon auffordert zum Schwur: 0fiW€T(o de roi oqxov iv liQyeioiöiv dvaaTag, fxrl/toTe Trig evvrjg BTtißri^Bvat rjde fxiyfjvai' Unsere Scholiasten wissen mm ein Langes und Breites darüber zu reden, warum diese Aufforderung nur passend sei im Munde des Odysseus und B sagt da unter anderm : axgcog ovv 6 öialXai^Tr^g t6 na^ dfiq)OTiQwv aiionijd^ev e^ekiyxu. blcog Tieioai top l^xilXia OTtovöd^wv dnod^iai^ai xrjv TTQog lAyaiiB^vova fi^viv. fxifivijzai ydq cov Tiaqd rriv nqeaßBiav eleye „rg rtaqiavwv TBQTtia&cj^^ (/ 336). V bietet dafür : ay^Qiog ovv ö diaiXcenTrig to Ttaq* dfiq)OTBQ(ov aiWTtrjd^ev i^e- XeyxBts Tiat dtd tüv oqtccjv (cod. onhov) neloai top uixikkia OTvovdd^tov, fiifivrjrai ydq lov naqa ttjv nqeaßeiav j, reqnia&u) : — Dadurch wird doch Alles klar: — 103 — Die ßede des Odysseus hat keinen Eindruck auf den Achil- leus gemacht: das bezeugen die Worte desselben v 336 Tjj TtaQiavcjv zEQTtio&ia. Darum will er jetzt den Peliden xai dia twv OQuiüv von der Wahrheit derselben überzeugen und zwar aus dem Munde des Agamemnon selbst. Dies imd nur dies] konnte imd wollte der Schol. sagen. Ganz unsinnig ist daher auch der Zusatz, den wir in B lesen ano&ia&ai rrjv TüQog ^4ya^efxvova f^rjviv. Davon kann doch in diesem Zusammenhange keine B^de sein. P 4 wird von dem die Leiche des Patroclus verteidigen- den Menelaos gesagt dfig)l d'a^' avT(^ ßatv^ dig Tig rcegi noqfcayLi /uijtij^. Dazu bemerkt B: tov ^Yavra leovri eixd^ei did z6 naQ- TEQOv xai laxvQOVy Tov^Oövaaia nvvt dta %6 TUftei- voTBQOv fiivy Oßiog de ^agaaliovy vor de Mevilaov övfXTta&sl ixev ^tiqfy ov fXT^v ßiai(^ . . : — Die hier durch- schossen gedruckten Worte fehlen im V, der aber dafür etwas anderes bietet: tov ^lavxa liovxi u'^.ctCßt „(^ ^a ve vrjni^ ayovTt^^ (v 134), tov ^Oävaaia r^g taTteivoiaewg XctQiv rijg ts (sie?) ^vvi yfCcvÖQ^ dyvoii^aaa^ vXdei^^ {v 15). Prüfen wir nun einmal die beiden Fassungen : Ich denke ein Erklärer, der zuerst die Worte äg rig Tteqi Ttogfcomi (JLrjfvriQ hier erläutern wollte, zog doch wohl die beiden andern Gleichnisse nur desswegen heran, weil eben in ihnen auch die Jungen, flir die die Mutter kämpft, erwähnt werden, wie hier in dem vorliegenden Gleichnisse. Das wird er denn auch zuerst und deutlich hervorgehoben haben, wie es zum Teil in V geschieht. Die Hauptsache also — das Tertium, dass die Löwin , wie die Hündin , um ihre Jungen bangt äg xig 7C€Qi TcoQTa'M fit^TrjQ und wesswegen die Gleichnisse heran- gezogen wurden, ist durch die Lesart in B did to xoq- TBQov xai TO laxvQOv und äid to TajtetvoreQOv ^ev Of^wg de •^aqaakiov verdunkelt. Weil ich nun weiss, dass es unser — 104 — librarius mit Citaten nicht genau nimmt, dieselben entweder ganz weglässt oder je nach Bedürfiiiss umändert, muss ich der Fassung in V den Vorzug geben und sie für die ur- sprüngliche halten. r 448 heisst es von Paris und Helena Ttj fiev ag' SV TQtjrolai naTevvaad-ev Xexeeoaiv, B bemerkt dazu : iTct (jlsp Tuiv d^ioxQeiov yd/iwv evvrjv xai q)tlatr]7;a ovofici^eif erci de IlrjvsXoTtrjg nat ixXeov tl ,,A€X- TQolo TtahxLOv &ea(x6v'' (ip 296) , stii de tcjv naqavoiKav f.i6vr]v ^T^iv aal noiTrjv : — Man sieht sich bei dem Dichter vergeblich in Betreff der ycfioi Ttaqavofxoi nach der filzig und Y.oiTri um ! Sie existiren nur im Kopfe unseres Schreibers. V liest da : int de TtaqavofjLWv naQiaai ry (an rj ?) nQuirov efitayov ro naqoid-ev. Wenn wir das richtig zu emendiren verstehen, so haben wir wohl auch hier wieder die ursprüngliche Fassung. Es sind wieder 2 Citate: für naqiaai ist y^nagiavcov^^ zu lesen (/ 336), die andere Stelle bezieht sich auf v 7 at fi.vriatiiQaiv if^ia- yiaKOVTo TtaQog tvbq (TtaQoid-ev), So spricht der Dichter von den ydfiOL TtaqavofjLOi, Von dem getöteten Lykaon sagt Achilleus (Z> 123 oide OB f-iijtifjQ ev d-sfjievr] XexEeaai yorjaerai. B bemerkt dazu: iTtet TtoXkd Tcegl Trjg ^rjTQog nqovßdXeto sxelvog^ ort wqala ycat nXovaia t]Vj ovrog äarceq vneQ- ef47ii7tXd(.ievog rrig elg rovg noXe^iovg xoXdaewgy g)rjaiv ori ovde eTLclvr] ool iTtixdQijoeTai^ olovei naxeivrjv TifiwQovfievog ät' avTOv : — Man sieht sich in der vorausgehenden Rede des Lykaon vergeblich nach den der Mutter hier beigelegten Prädicaten wQaia und nXovaia um : das erstere wäre geradezu abgeschmackt in dem Munde des Sohnes. V hat da folgen- des Scholion : — 105 — ircet TtoHa TtBqt ir% fxrjTQog TVQOvßdXezo „f^ivw- d-dötov di (iB (irjxrjQ^^ (v 84) „T^g äs övw yevof^eod-a^^ (v 89), äajtBQ VTveQe/^THTtXdiievog r^g naxd TÜv TtoXefiitov noXdaecog tovto q^r^atv : — So sind also die 2 ursprünglichen CÜtate in falscher und verkehrter Weise umgeändert worden. T 377: Tovg d'ovx i&iXovtag aeilai novTOv g/r' Ixdvo&rca q)iXü)v ancLvevd-e q>iQOvatv erläutert V: ovyL icovraLj q>ijaiVf VTto Tuh nvoüv TrXrjaidaai ^B yi* ^5 ^^* ^^' ^Odvaaecog : — Für das letztere (og — ^Oätooiiog ist in B die Allgemeinheit eingetreten: dW anovreg Ttslayi^ovrai. 2 505 ffxrinTQa de htjqvkcov ev x^Q^' ^X^^ rje^qxavwv V: avfiTtequq^eqov xd aniiTtTQa voig Xeyofiivoig , cog xai ol örjf^rjyoQovvTeg ' o&et^ nat ^Odvaaevg i'do^ev dfiad'rig elvatf Ott TO aurlTtTQov ov% ivwfxa {T 218) : — Wer gibt dem Schreiber von B ein Recht für die hier durchschossen gedruckten Worte zu sagen : fiij %iv(av vnd navovqyiag x6 axfjTTTQov und dem Odysseus die navovqyia zuzusprechen? *F 305 heisst es von Nestor, der zu seinem Sohne An- tilochus spricht naxi]q de 6i dyyi TCaqaoxdg fivd-eiT^ elg dya&d q)QOve(üv voiovTi ycal avriT), B bemerkt dazu : enl ro ayad'ov avxov acoq)QOvl^o)v xat e/u- ßißa^fjüv elg xi^v vUtjv xal Tteql iTiTtixrlg öidday.(ov: — V bietet nun die Worte xai — diödayciov nicht, sondern hat dafür : xaAwg de TrQoöiddaxei 7iaQd (leg. Ttegi) r^g ^tt- /rtxi^ff, ev oato MrjQiovrjg evTQerti^etaL (vgl. v 351) : — — 106 — W 14 liexä de aq^i &eTig yoov Xfxtqov wQoev erläutert B : Idaaro ro änQeneg xov xXaieiv ivo/rXovg OTQa^ ricirag Sia Tijg QsTidog, nai riQ^e f^ev t^q olficjyrjg y^xik-- Xevg , Ol de awip^w^av waneq evöSaifiov Xaßovreg Tcaigov V7t^ avTOv %al tvqotbqov ^t] xXavaavreg : — Die durchschossen gedruckten Worte fehlen wieder in V, wo ge- lesen wird : üoneq evdoaifxov hxßovrsg vn^ lixilXetag : — und mit Recht. Das Wort evööai^ov zu dem man fieXog oder Y.QOva(xa ergänzt imd welches das Vorspiel bedeutet — fiQXB S* lixiXkevg v 12 — hat der Schreiber nicht verstanden imd nun sich höchst unglücklich mit der Einsetzung von xaiQOv geholfen. 27 heisst es von Achilleus ^lüovg ex Ttoxaiidio dvwdeyca ke^axo xovQOvg. Das erläutert V unter andern auch mit folgenden Worten: fjieyaXrjv de Ttjv i/ceQOxtjv nai did tovtov Ttaqlatriaiv j eTti" Xe^aa&ai avrov rovg alxficthjjtovg Keywv diovg xat oaovg ißovXero, eiva aal tovrovg avvdrlaat äoTCeq dvöqanoda Ttqo- Teivovrag zag x^^Q^S • — Dazu lesen wir in B noch den Zusatz : toLwv avwTtovqyovv avT(p oi etaiqoi iv TovTOtg TtaoL TO de oXov 'qv avxov. Aber das schlägt ja doch dem Vorausgehenden geradezu ins Gesicht! Man findet auch in den Worten des Textes dazu nicht die mindeste Veranlassung ! Auf 32 und 33 bezogen sind die Worte auch nicht richtig ! Hin und wieder wird man geradezu an christliche An- schauungen erinnert, die dann auf Rechnung unseres librarius zu setzen wären. So fehlt zu dem v ^772 yvla d^ed^rpiev ehxfpqa^ nodag xal x^^^Q VTveQ&ev in V der Zusatz : i] deUvvaiv on roig ix i/^i;x^g atTOvai t6 d-eiov xat vnkq o alrovvTai didotai : — — 107 — Noch mehr aber in dem Scholion zu E 127 dxXvv d^av rot UTt* 6q>&aXfjLiav ekov^ ^ Trqlv s/rrjev wo V bemerkt: TtaidevTintig edoy^aTiaev ä^Xiv iumeyivö^ai Toig dvd-Qcinoig y otcioq del doKolfiev fj^lv Ttagearcvai ra ^eiov : — Das letztere ist nun in B also gegeben : ortcjg det öoycoifiev iqfiiv TtaqeoTavai xov d'dvarov xal to d^eiov evxoifie^a : — Aber zu einer solchen Erklärung fordern doch am allerwenigsten die Worte des homerischen Textes heraus. Mehrfach habe ich auch den Fall beobachtet, dass in V Worterklärungen kürzer gefasst sind, wie in B. Ich ver- weise da nur auf einige Scholien. Die durchschossen ge- druckten Worte fehlen in V: r* 235 : dvTi xov yiyv(aG%u} xai fxvS-ovixai : — E 512 : %ov neKviawfiivov xal XeliTvaa/xivov : — E 670: ovvBTid&rjae, iprjalj nat awi^Xyriae Tip v&iQ(p : — V 37: avy:i€xvfji€vov xat Xvtvov fievov : — V 48 : anQiog did xov Ttei&d/^e&a xo jtQog ßiay xal TtaQo x6 deov dtjXol : — V 234: xüv ydq Xvnovfiivwv eTttnoXaiog nat ev- didXvxog 6 VTCvog : — ^F 466 : dnexvxe, q)r]otf xov sXi^at aal avoxQe- xpai xovg %7V7tovg : — ^ 483 : TLaxoXoye^ xaxd ertiXoyi^o^eve : — ^ 486: f^dqxvgay avvd'rjxoqwXaxa : — V 583: XeTtxrjVy iftifdi^xi^, ^^P'*^^^'^^*' • — V 695: V 6 flog ydq iaxt nat e&og axQi xat vvv xo //i] Tteoovxa TtXrjaaeiv : — (V : xal axQi vvv xo e&og . • .) X 504 : Travxodancüv XQoqxSv xal ideaiidxcov : — V: ridvofidxwv. — 108 — O 380: auXrjQiog TVTtxeiv %al ßloTCT eiv : — O 473: iiixox&ov aal aXvTiov : — Y 157: €KQadalveTOf iaeieto, €ifj6q)ei : — Y 183 : xovcpog aal davverog tj^v cpqeva : — Aber prüfimgslos darf man dergleichen nicht in eine Sammlung aufiiehmen. Entschieden falsch sind die Worte z. B. 2 1. In diesem Scholion liest B unter Anderm : nat yaq xriv (JLCLXTjv xavaTSiQccv Xiyet aal efinvQOv. Aber wo spricht Homer von einer /ua^'? s^^wqoq? Dieses Wort fehlt daher ganz richtig in V und för navaveiQav hat er navareigi^v. Es sind mir ferner auch mehrfach Zusätze in B aufge- stossen, die man als selbstverständlich und nichtssagend sehr leicht entbehren kann. F 165 : di ^01 iqxoQfirjaav noXefiov noXvdanQw l/ixaiüv B: ef.iq)aPTi:iCüg ano xüv d-rjQevTiKciv nvvaiv q)r^al ro Bffdq" fATjaav, d^Xov d'^oxi xovg ''EXXr]v6g q)rjaiv : — die Worte dijXov d'ort — q)r^aiv — fehlen in V und wer ent- behrt nicht leicht einen solchen Zusatz ? So auch J? 55 : da&evi^g ydq ij ßoXfi Tlavddqovj ijv sßXr^&t] Mevehxog : — ^v ißXfj&ri MeviXaog ist doch überflüssige Weisheit. ^218 fehlen in V die Worte: eldcig ndaoe, r^TOi eudi^f^iov oiv. Das Wort evdruicov konnte ich nirgends finden. Ganz beiremdlich klingt der Zusatz zu dem Schol. J 117: fieXaivdiüv de otl ixeXaivovxat aX adqKeg tüv cx ttc- (paQficcKevfiivwv ßXri&ivTiov oCatwv wg ro „^eXaivero 6i xQocc TcaXov^^ {E 354) : — Wie kann bei Homer von 7teq>aq^a- TtevfAevoi oiaioi die Rede sein ? Beachtung verdienen auch die Zusätze, welche in B an die Stelle von lemmata getreten zu sein scheinen. So lesen wir in V die folgenden Schollen: — 109 — E 511: ij yoQ ^a niXev /1 avaoiatv aQrjywv: ni&avwg xovro , %va /iij TrQokdßfj iy d'eO' fiaxict : — Dafür bietet B: md'avüg avToi Ttjg ddixiag nQoaQxovaiv, IVa . . . . : — K 272: deivola^v: l'ocog did Tr]v ycavdTtXr^^iv rrjg fVQogdoxwiJevrjg äi* avTwv Xad-gaiag nqd- ^ecog : — Dazu fügt B noch ti^v deivoTTjTa röig OTtloig jiQogrjilfev : — K 360: 10 g d^ove ytaQxccQodovTe: did t6 dyQev- TVKOVy 7t Qiiiriv äi kiovai did t6 evazad^iq : — Das giebt B: vvv fjiv xvalv avxovg ely(.aC^Bi did ro dyQBvTiytov . . : — K 428: TtQog ^ev dXog Kogeg: Ttqog avynQiaiv rrjg Qvfißgrjg , . : — Da setzt B noch hinzu TTQogzi&eiTai rd dXog. K 560: 7t dvTag dqiax ovg\ ov ydq av ovvenoi- fiüvto Ti^) ßaaiXei : — Dafür B : ov ydg av avvey,oif,UüvTO t(^ ßaaikeiy el fii^ agiatoi eriy- Xavov : — Es ist sehr schwer über solche ausserordentlich häufig sich wiederholende Fälle endgiltig zu entscheiden. Doch sehe ich da nur 2 Möglichkeiten gegeben : entweder standen diese Zusätze schon in der ältesten Vorlage dieser Schollen und wurden sobald man die Scholien an den Rand einer Handschrift mit eigenen lemmata herüberschrieb weggelassen oder sie wurden später von einem Schreiber, der keine lem- mata setzte und den Bezug der Scholien durch Buchstaben andeutete, auf eigene Faust hinzugesetzt. Zu der letzteren Annahme wird man gedrängt, wenn man die SchoUen zu ^ 293 vergleicht. %(^ d^ag* ht* lixQBiörjg wqto ^av&og MeviXaog wird in V erläutert: wqto ^av&og Mevilaog: eig ti- firlv ^x^^^Q* ixTOTtog di riv r^aacof^evog 6 ^yafAifxvcov. to — 110 — de fjLrjöiTBQOv Toiv ßaoiXiiov dyojviaaod'ai aitQeneg : — bei Villoison und Dindorf lesen wir das Seh. von B also : eiq TifXT^v i/x*AÄ6£t>g hl ßaaiXelg äyiovl^ovtai. axonov de ijy, et Aus der Fassung beider Scholien ergiebt sich klar, dass die Worte ol ßaoiXetq äytovi^ovTai falsch sind. Es kann hier nur die Rede sein von Menelaos und das ist auch in V durch das lemma deutlich genug angedeutet. Nun ist es nicht unwahrscheinlich, dass B ein Scholion mit demselben oder ähnlichem lemma vorlag: dieses liess derselbe dann weg und machte den falschen Zusatz, wenn nicht etwa in der Hdschr. 6 ßaaiXevg ayiovi^erai steht, oder man es vorzieht, Oi ßaaileig dycovi^owat zu lesen, weil das eine Pferd des Agamemnon sich am Wettkampf beteiligt. *) Nur in verhältnissmässig wenigen Fällen erfahren die scholia Victoriana eine Bereicherung durch die Scholien des Venetus B : aber dass man diese Zusätze der Handschrift nicht alle prüfungslos annehmen darf, glaube ich an einer Beihe von Scholien im Obigen gezeigt zu haben. Die Kritik sieht sich hier noch eine schöne imd lohnende Aufgabe ge- stellt, auf die wir um so weniger verzichten dürfen, als wir durchaus nicht das Heil einer neuen Scholienausgabe in dem *) Darüber zu entscheiden ist um so schwieriger, weil die Frage, ob der Victorianus eine Abschrift des Townleanus ist, für mich noch eine offene ist. Mit dem bis jetzt vorliegenden Material lässt sich durchaus nicht mit der wünschenswerten Sicherheit in der Frage ur- teilen. So sind mir mehrfach in V lemmata aufgestossen , die nicht aus dem Texte des Townleanus stammen können, weil er verschieden ist, und auch nicht aus den vor den Scholien stehenden lemmata der- selben Handschrift, weil, wie uns versichert wird, in jenem Codex vor den Scholien keine lemmata stehen. Man wird also vorerst ruhig abwarten müssen, bis Dindorf uns jene wichtige Handschrift, hoffentlich mit der nötigen Genauigkeit, Vol. V u. VI bieten wird. — 111 — blossen Abdrucke von Scholienhandschriften erblicken können. Allerdings ist dieser Modus für einen Herausgeber bequemer und leichter, als das in den verschiedenen Handschriften vor- liegende Material genau und gewissenhaft zu prüfen und darnach bestinmit und scharf sich über den Wert oder Un- wert der einzelnen Codices auszusprechen. Das ist nun hier zum ersten Male versucht worden und zwar an einer Hand- schrift, die bisher in den Augen der gelehrten Welt für die exegetischen Scholien der Dias unbestritten die erste Stelle «innahm und demgemäss auch von Dindorf behandelt wurde. In wie weit es mir gelungen, mit den ehrlichen WaflFen gewissenhafter Kritik dieselbe aus dem angemassten Platze zu verdrangen, vermag ich nicht zu beurteilen. Mag man immerhin über Einzelnheiten streiten, allmählig wird und muss man sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass die exegetischen Scholien der Hias in der Venediger Handschrift alle jene Veränderungen erfahren haben, die wir im Obigen angeführt. Den Scholien der ursprünglichen Vorlage steht der Victorianus entschieden näher, als der Venetus B und die mit ihm verwandten Codices. Diese ursprüngliche Vorlage hat, um am Schlüsse die Resultate unserer Untersuchung zu- sanunenzufassen, nun in B folgende Veränderungen erfahren. 1) Die Scholien wurden am Anfang, in der Mitte, am häufigsten aber am Schlüsse durch Hinweglassung von Varianten, Citaten, Erklärungen und Bemerkungen verkürzt. 2) Viele nicht zusammengehörende Scholien wurden oft auf ganz ungeschickte Weise miteinander verbunden und dadurch ent- weder total unverständlich oder ihrer ursprünglichen Beziehungen entkleidet. - 112 — 3) Sowohl dadurch, wie durch willkürliche Interpolation, ungeschickte ümredi- girung wurde der ursprüngliche Text der Scholien vielfach alterirt. In letzterer Beziehung wird man sich immer folgende Fälle klar vor Augen halten müssen: a) Bei der Verkürzung dieser Scholien wur- den vielfach die ursprünglichen Worte der Vorlage in falscher und verkehrter Weise umgeändert oder durch platte All- gemeinheiten verdrängt. b) Um die Verbindung der Scholien zu be- werkstelligen, sah sich der Schreiber genötigt, entweder fremde und unge- hörige Worte einzusetzen oder signi- ficante, die seine Verkleisterung hät- ten stören können, hinwegzulassen. c) Die ursprünglichen Worte der Vorlage, die der Schreiber nicht verstand, sind durch Interpolationen entstellt und ver- drängt worden. d) Die richtigen Worte seiner Vorlage sind von ihm in verkehrter Weise umredigirt worden. Damit ist freilich das Sündenregister dieses librarius noch nicht vollständig: aber nach diesen 4 Gesichtspunkten wird man bei der Kritik dieser Scholien verfahren müssen und die Mehrzahl der Fehler lässt sich leicht und überzeugend darnach erklären. Da stehe ich nun freilich in Widerspruch mit Dindorf 's festem und bestimmtem Urteil (Vol. III. Praefat. pag. IX.) : 9 Interim ego idem, quod in scholüs codicis Veneti A sepa- ratim editis consilium secutus curavi, ut alterius quoque V • — 113 — codicum generis exemplum primarium, quod praebet codex Venetus B, quam punssimum neque ex aliis co- dicibus interpolatum exhiberem, quibus ita tantum usus sum, ut ex iis librariorum in codice Veneto errores, qui nee multi nee graves sunt, corrigerem.'* ^Errores, qui nee multi nee graves sunt." — Auf jeder Seite kann man ja die schlagendsten Beweise vom Gegenteil finden und ich glaube, dass sich auch Dindorf in der Be- ziehung keiner Täuschung mehr hingeben wird. Ist er ja doch zum Teil durch das bisher allgemein geltende Urteil entschuldigt und bin ich ihm ja ausserdem zu Dank ver- pflichtet, dass er mir durch die Vorführung dieses exemplum primarium, das er uns quam purissimum gegeben, die Mög- lichkeit verschafft; hat, ihn erst auf die vielen und schweren Fehler jener Handschrift aufinerksam zu machen ; denn dass Dindorf nun alle die guten Zusätze imd Bemerkungen des Townleanus und Victorianus für interpolata halten und dem- gemäss die Auctorität des Venetus B noch hochhalten wird, das glaube ich denn doch nicht annehmen zu dürfen. Es wäre dies ja geradezu die Verkehrung des Standpunktes, wie wir nach Allem ihn uns denken müssen. Man lasse sich da ja nicht täuschen durch das angeblich so bestimmt fixirte und feststehende Alter der Handschriften ! Wir müssen uns die Sache doch vielmehr so denken: 1) Die wörtliche Uebereinstimmung vieler Scholien in beiden Handschriften weist auf eine und dieselbe Vorlage hin. 2) Diese Vorlage. enthielt ausser den exe- getischen Scholien auch Varianten zu dem Texte und Auszüge aus den Werken der Aristarcheer. Davon hat uns V mehr erhalten als B, der dieselben nur hin und wieder berücksichtigt. 8 — 114 — 3) Diese ursprüngliche Vorlage ist in bes- serer Gestalt erhalten in V als in B, wo die Scholien aus Bedürfniss der Hand- schrift oder aus irgend einem andern Grunde Verkürzung, Cont aminirung und zum Teil auch Umredigirung erfahren haben; denn es ist undenkbar, dass der librarius des Townleanus oder Victorianus von sich aus alle jene Varianten, Citate etc., die in B fehlen, erfunden habe. 4) Nur vielleicht zu manchen geographi- schen Mitteilungen, die in B fehlen, be- nützte der V. eine Quelle, die B nicht hatte. 5) Für die Scholien des Porphyrius, die ausführlich von zweiter Hand an den Rand des Codex geschrieben sind, ist der Venetus B die wichtigste, ja vielleicht die Haupthandschrift. Ganz gleichgiltig für die Sache ist es, ob die in der Untersuchung berührten Fehler nun gerade von dem librarius des Venet. B ausgegangen sind. Ich musste mich natürlich an ihn halten , einmal , weil diese Handschrift bisher als die beste galt und weil die Heranziehung anderer Codices bei der ünzuverlässigkeit der Collationen oder dem gänz- lichen Mangel derselben nicht möglich war ; dann werden wir wohl auch überhaupt verzweifeln müssen, den Urvater aller der gezeigten Fehler je aufzufinden. Darum musste ich mich an den Venet. B halten, der bisher als der beste Reprä- sentant der exegetischen Scholien der Ilias galt. Derselbe steht nun weit unter seinem Ruf, ja er ist vielleicht noch schlechter, als ich ihn zu machen versucht habe. Allerdings muss ich der Kritik gegenüber meinen Stand- — 115 — punkt dahin fixiren, dass ich unter exegetischen Scholien der Hias nur die verstehe, die wirklich eine Erklärung gehen oder doch versuchen , dagegen alles allgemeine und vage Gerede, das über eine ungeschickte Umschreibung dessen, was im Buche steht, nicht hinauskommt, als ungehörig zurückweise, mindestens für schlecht halte. Ich denke nun freilich über diese exegetischen Scholien der Ilias nicht be- sonders hoch — nur eine Seite derselben hatte immer meinen Beifall — , aber andererseits urteile ich auch nicht so gering über sie, dass ich mich mit dem reinen Nichts begnügen könnte. Da weiss ich denn doch zu gut, dass das eben nicht Scholien, nicht einmal schlechte sind, sondern müssige Erfindungen unfähiger Schreiber, die mit den ursprünglichen Scholien gar nichts zu tun haben. Damit hat man leider bisher viel zu wenig gerechnet. Man wird femer auch rechnen müssen mit den oflFenbaren Tatsachen, die eine Ver- gleichung beider Handschriften lelirt : der Verkürzung und Contaminirung und damit ist doch das sicherste Kriterium gewonnen zur Beurteilung aller derjenigen Handschriften, die dem Venet. B ähnlich oder verwandt sind. Und wenn nun diese Untersuchung Einiges zur AufiSndung des richtigen Weges, auf welchem wir endlich einmal zu einer guten und brauchbaren Ausgabe dieser Scholien kommen, beigetragen hat, so hat sie ihre Aufgabe vollständig erfüllt. Register der behandelten Schollen. Seite Seite i Seite Seite B 225 69 J 319 — 19 10 55 K 258 54 ^^yv 339 - 6 104 73 272 — 109 r 6 — 29 339 — 57 165 64 274 12 18 20 398 94 291 18 22 68 413 — 101 i 14 74 299 31 41 — 92 422 — 43 626 74 303 59 136 — 5 457 17 K 5 31 315 12 140 — 44 16 56 321 31 148 29 E 55 — 108 32 58 323 31 164 — 93 83 — 6 39 11 335 18 165 180 108 43 92 127 28 107 75 85 122 124 138 140 141 151 151 158 164 192 206 233 243 X X 32 35 32 8 33 36 24 53 58 28 25 36 33 36 37 350 360 — 60 — 109 201 221 235 242 448 J 24 49 87 117 127 132 133 151 41 96 107 55 104 25 27 — 98 108 — 17 19 19 94 128 141 153 — 171 — 407 — 477 — 511 — 512 542 — 670 — 736 ~ 778 — 803 — 94 51 57 51 45 23 109 107 95 107 85 87 70 369 378 387 389 415 422 427 428 433 436 450 475 499 61 30 30 61 33 — 33 37 109 37 26 — 25 9 — 67 218 108 Z 450 71 247 35 500 — 32 228 — 50 249 59 510 - 35 236 — 100 H 332 — 72 255 — 26 515 — 28 249 — 18 433 — 62 257 — 45 524 — 10 J — 317 — Seite Seite Seite Seite K 559 — 67 -T 410 — 15 ^' 10—18 ^ 466 — 107 560 — 109 505 — 105 14 — 106 468 — 30 567 — 29 21—24 483 — 107 r 21 — 15 24 — 27 485 — 27 N 367 — 46 ö^ — ^^ 30 — 37 486 — 107 274 — 48 91—80 33 — 33 . 502 - 12 473 - 76 175 - 102 37 _ ^^^ 523 __ ^3 48 — 107 537 — 38 S 487 - 5 282 - 102 53 __ ^g g^g _ 34 510- 98 284- 7 79-34 568- 27 P 4-103 lll " !i 90 - 34 583 - 107 21 — 15 89 — 15 91 — 80 175 — 102 208 — 65 282 102 284 — 7 288 — 81 325 — 66 377 — 105 33 — 82 84 83 157 — 108 180 88 183 — 108 332 — 86 24 _ 97 "*'' "" ^"^ 120 - 27 612 - 38 53-76 y 33- 82 ^^^ - ^^ ^^2- 13 146 — 77 84 — 83 ^^^ "" ^^ ^^^ ~ ^^ 434- 25 li^7-10ft 173- 24 . 692- 29 184 — 24 695 — 107 1 — 108 133 __ 103 234 — 107 697 — 32 71 — 77 332 _ OQ • 243 — 27 720 — 38 82 — 78 248 — 23 743 — 13 110—7 4> 27 — 106 288 — 89 767 — 29 117—14 123 — 104 293 — 109 772 — 106 266 — 78 380 — 108 ^01 -^ 38 806 — 19 275 — 21 473 __ 108 304 — 34 840 — 95 307 — 79 305 — 105 885 — 35 312 — 80 X 452 — 84 336 — 38 372 — 99 489 — 84 452 — 23 ß 52 — 8 378 — 14 504 — 107 462 — 30 Akademische Buchdruckerei von F. Straub. 4n :*- m